Klang = Bewegung = Bild
Die Teilnehmenden erstellen gemeinsam eine abstrakte Zeichnung, die von Musik und Bewegung inspiriert ist, und nutzen dabei spontan entwickelte „Zeichnungsmechanismen“. Die Linien in der Zeichnung dienen als visuelle Dokumentation der Bewegung – wie eine Verlängerung des Körpers –, die vom Rhythmus der Musik und der Klänge geprägt wird.


THEMA
Gemeinsames Gestalten, Teambildung, Inklusion, Synästhesie

SCHWIERIGKEIT
Kann je nach Teilnehmenden angepasst werden

GRUPPENGRÖßE
10-15
Teilnehmende

ALTER
13+

DAUER
Mindestens 60 Minuten (kann je nach Kontext auf 90 Minuten verlängert werden)
Ziele
- Fördere Kreativität, Spontaneität und Experimentierfreude
- Entwickle durch gemeinsames Schaffen ein Gefühl der Zusammenarbeit
- Schaffe ein Gefühl der Eigenverantwortung
- Feiere Vielfalt und Inklusion
- Verbinde verschiedene Kunstformen, um verschiedene Sinne miteinander zu verknüpfen (Synästhesie)
Material
- Ein großes Blatt Papier (mindestens 1 Meter breit und 3–4 Meter lang) aus festerem Material, alternativ ein weißer Stoff.
- Eine Musik-Playlist und ein Abspielgerät (zum Beispiel ein Handy und tragbare Bluetooth-Lautsprecher).
- Zeichengeräte (Stifte und Bleistifte, Filzstifte, Kohle, Tinte, Pinsel und Farbe…).
- Verschiedene Hilfsmittel und Gegenstände, um „Zeichnungsmechanismen“ zu basteln (Stöcke, Regenschirme, Küchenutensilien, Klebeband, Stoffschnur).
Überblick
Die Teilnehmenden erstellen gemeinsam eine abstrakte Zeichnung, die von Musik und Bewegung inspiriert ist, und nutzen dabei spontan entwickelte „Zeichnungsmechanismen“. Die Linien in der Zeichnung dienen als visuelle Dokumentation der Bewegung – wie eine Verlängerung des Körpers –, die vom Rhythmus der Musik und der Klänge geprägt wird.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Einführung (10 Min.): Richte den Raum ein und bereite die Materialien vor. Erkläre den Zweck der Aktivität (Ausdruck, Zusammenarbeit, Inklusion, synästhetische Erfahrung und Erkundung). Mach ein Namensspiel als Eisbrecher oder eine „Kennenlern“-Aktivität, falls die Teilnehmenden sich noch nicht kennen. Teile die Teilnehmenden in kleinere Gruppen ein.
Erläutere die Regeln:
- Arbeitet in kleineren Gruppen.
- Bewegt euch und zeichnet zu der Musik. Verzichtet auf figurative Darstellungen, sondern betrachtet die Linien als „Bewegung auf Papier“.
- Verwendet zum Zeichnen nur die nicht-dominante Hand oder andere Körperteile.
- Vermeidet es, auf dem Papier zu laufen. Ihr dürft nur barfuß auf dem Papier laufen und nur, wenn ihr mit den Füßen zeichnet.
Im zweiten Teil:
- Verwendet die bereitgestellten Hilfsmittel und Gegenstände, um einen „Zeichnungsmechanismus“ zusammenzubauen.
2. Materialvorbereitung und Demonstration (5 Min.): Verteile die Materialien. Zeige, wie man verschiedene Körperteile (außer der dominanten Hand) einsetzt, indem ihr in den kleinen Gruppen gemeinsam Zeichenutensilien an Füßen, Ellbogen, Fingern usw. befestigt.
3. Zeichnung erstellen (mindestens 30 Min.): Die Teilnehmenden erstellen gemeinsam eine abstrakte Zeichnung und halten sich dabei an die festgelegten Regeln. Der*die Moderator*in führt nach und nach neue Aufgaben und Variationen ein. Der Musikrhythmus wird regelmäßig geändert, um die Bewegung und die Zeichendynamik zu beeinflussen. In der zweiten Hälfte wird die Aufgabe, „Zeichnungsmechanismen“ zu erstellen, vorgestellt und vorgeführt.

4. Reflexion und Auswertung (15 Min.): Die Teilnehmenden treten einen Schritt zurück, um die Zeichnung zu betrachten, die ihr gemeinsames Kunstwerk darstellt. Sie tauschen ihre Gedanken und Eindrücke zum Prozess und zum Ergebnis aus. 
Das fertige experimentelle Gemeinschaftswerk kann in einem gemeinsamen Raum, in dem die Gruppe Zeit miteinander verbringt, oder an einem öffentlichen Ort ausgestellt werden. Alternativ kann es in kleinere Stücke zerschnitten werden, um in dieser Form ausgestellt zu werden, oder den Teilnehmenden als Andenken und Erinnerung an das Erlebnis mitgegeben werden.
Reflexionsfragen:
- Wie hast du dich beim Erstellen der Zeichnung gefühlt?
- Was war der schwierigste Teil und wie hast du ihn gemeistert?
- Was hast du durch diesen Prozess über dich selbst und andere gelernt?
Beobachte zur Auswertung das Engagement der Teilnehmenden und ihre Bereitschaft zum Austausch, wie sie auf die Aufgabe reagieren und wie sie in Gruppen zusammenarbeiten. Sammle Feedback mündlich oder über eine kurze Umfrage.

Moderationstipps:
- Gib klare Anweisungen, stelle einige Regeln auf und zeige es zuerst vor.
- Beobachte die Stimmung in der Gruppe. Füge bei Bedarf Aufgaben hinzu.
- Passe die Aktivität an die spezifischen Bedürfnisse der Gruppe an.
- Biete Teilnehmenden, denen der Selbstausdruck schwerfällt, zusätzliche Unterstützung an.
- Es ist wichtig, einen sicheren und mutigen Raum zu schaffen, indem du gegenseitigen Respekt, Offenheit und Inklusivität förderst. Ermutige die Teilnehmenden, auf das Wohlbefinden der anderen zu achten und bei allen Interaktionen auf Sicherheit und Einverständnis zu achten. Schaffe eine Atmosphäre, in der sich jeder wohlfühlt, sich auszudrücken, und in der gleichzeitig persönliche Grenzen respektiert werden.
- Ermutige die Teilnehmenden, sich auf das Erkunden und Experimentieren im künstlerischen Ausdruck einzulassen, und betone, dass es kein Richtig oder Falsch gibt. Lade sie ein, Selbstkritik loszulassen, offen für den Prozess zu bleiben und die Erfahrung zu genießen. Und vor allem: Erinnere sie daran, Spaß zu haben!

Varianten und Anpassungen:
- Die Dauer der Aktivität kann je nach Zeitrahmen und Anzahl der Teilnehmenden verlängert werden. Die Papiergröße sollte an die Raumgröße sowie an die Anzahl und Art der Teilnehmenden angepasst werden. Die Aktivität kann als öffentliche oder geschlossene Veranstaltung durchgeführt werden.
- Die Aktivität kann sich um ein Thema drehen, das für den aktuellen Kontext der Gruppe relevant ist. In einer Klasse, die kurz vor dem Schulabschluss steht, kann die Aktivität beispielsweise als kreative Reflexion über ihre gemeinsamen Erfahrungen dienen. Sie lässt sich so anpassen, dass eine von den Teilnehmenden erstellte Musik-Playlist, die ihre Schulzeit widerspiegelt, als Grundlage für den Zeichen-Teil dient, sowie ein Einführungsteil, in dem die Teilnehmenden Geschichten, Erinnerungen und Anekdoten aus ihrer gemeinsamen Schulzeit austauschen.
- Es ist wichtig, die Gruppendynamik genau zu beobachten und flexibel zu bleiben, besonders bei der Arbeit mit besonders schutzbedürftigen Gruppen. Der*die Moderator*in sollte die Aktivität an die spezifischen Bedürfnisse, Fähigkeiten und das Engagement der Teilnehmenden anpassen und den Schwierigkeitsgrad nach Bedarf anpassen. Bestimmte Elemente – wie das Zeichnen mit der nicht-dominanten Hand, die Nutzung anderer Körperteile und Hilfsmittel oder das Erstellen einer Gruppenzeichnung – können beispielsweise weggelassen werden, wenn sie der Gruppe zu schwierig oder unangenehm erscheinen.
- Wenn es den Teilnehmenden schwerfällt, auf Papier auf dem Boden zu zeichnen, stelle einen großen Tisch bereit (oder schiebe mehrere Tische zusammen), damit sie im Sitzen zeichnen können.

- Für fortgeschrittene Gruppen oder wenn es die Zeit erlaubt, kann die Hintergrundmusik durch die Dirigentenübung ersetzt werden. Dazu müssen die Teilnehmenden in zwei Gruppen aufgeteilt werden – eine fungiert als Chor, die andere zeichnet. Der Chor erzeugt Töne (jeder Teilnehmende wählt seinen eigenen) nach den Anweisungen des Dirigenten. Nach einer Weile tauschen die Gruppen die Rollen. Für diese Variante sind zwei Moderator*innen erforderlich.
- Bei der Arbeit mit Teilnehmenden mit Entwicklungsstörungen ist es wichtig, die Workshop-Struktur zu vereinfachen, um Barrierefreiheit und Inklusion zu gewährleisten. Das Einbauen kleinerer vorbereitender Aufgaben vor der Zeichenaktivität – wie Aufwärmübungen, Bewegungsübungen in der Gruppe, Klatschrhythmen, Musik hören oder sich Farben vorstellen – kann den Teilnehmenden helfen, sich wohler zu fühlen und sich allmählich in den kreativen Prozess einzufinden.

Disclaimer:
- Wenn du diese Aktivität mit einer Gruppe von Jugendlichen durchführst, mit denen du nicht regelmäßig arbeitest und die besondere Bedürfnisse haben, bekommst du vorab Informationen von den Jugendarbeiter*innen/Sozialarbeiter*innen, die regelmäßig mit ihnen arbeiten, über ihre spezifischen Bedürfnisse, um die Aktivität entsprechend anzupassen
Music and movement activities
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MODULE 1 NEEDS ANALYSIS
Needs analysis activities
MODULE 2 MUSIC AND MOVEMENT

Contact
Iuliana Adriana PAVEL (project manager)
iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170
Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.
The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).
