
Bei Inklusion geht es darum, sicherzustellen, dass jeder gerecht behandelt wird, und ein Umfeld zu schaffen, in dem jeder sein Potenzial entfalten kann und in dem Vielfalt wirklich gedeihen kann. Vor allem künstlerische und kreative Aktivitäten können dazu anregen, unterschiedliche Perspektiven zu erkunden, Stereotypen in Frage zu stellen und marginalisierten Stimmen eine Plattform zu bieten, auf der sie gehört werden. Sie können außerdem Empathie und gegenseitiges Verständnis zwischen verschiedenen Gruppen fördern und sind daher unverzichtbar für den Aufbau inklusiverer Gemeinschaften. (Council of Europe, 2020)
Letztendlich geben kreative Aktivitäten jungen Menschen neue Energie, helfen dabei, ihre Energie positiv zu kanalisieren, und verbessern die Konzentration, sodass sie sich motivierter, aufmerksamer und engagierter fühlen.
Vor diesem Hintergrund und basierend auf unseren Erfahrungen mit bestimmten Zielgruppen haben wir uns entschieden, die Aktivitäten aus dieser TOOLBOX für junge Menschen mit geringeren Chancen zu entwickeln – insbesondere für diejenigen mit Behinderungen, aus ländlichen Gebieten und mit Migrant*innen- oder Geflüchteten-Hintergrund. Die Aktivitäten lassen sich jedoch mit jedem durchführen und können an die Bedürfnisse verschiedener anderer Gruppen angepasst werden.
Aber was bedeutet „benachteiligte junge Menschen“ eigentlich? Gemäß der Definition der Europäischen Kommission in ihrer Strategie für Inklusion und Vielfalt sind „sind benachteiligte junge Menschen jene (jungen) Menschen, die aus wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, geografischen oder gesundheitlichen Gründen, aufgrund ihres Migrationshintergrunds oder aus Gründen wie einer Behinderung oder Lernschwierigkeiten oder aus jedem anderen Grund – einschließlich eines Grundes, der gemäß Artikel 21 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union zu Diskriminierung führen könnte – mit Hindernissen konfrontiert sind, die ihnen den effektiven Zugang zu Chancen im Rahmen des Erasmus+-Programms und des Europäischen Solidaritätskorps“ (EUROPEAN COMMISSION, 2021).

Um diese Gruppen besser zu verstehen und zu identifizieren, müssen wir uns außerdem mit den Hindernissen befassen, die ihnen einer stärkeren Teilnahme an europäischen Programmen im Weg stehen. Die Europäische Kommission hat diese in folgende Kategorien unterteilt:
- Behinderungen,
- Gesundheitsprobleme,
- Hindernisse im Zusammenhang mit Bildungs- und Ausbildungssystemen,
- kulturelle Unterschiede,
- soziale Hindernisse,
- wirtschaftliche Hindernisse,
- Hindernisse im Zusammenhang mit Diskriminierung und geografische Hindernisse.
In unserem Projekt haben wir uns auf drei zentrale Hindernisse konzentriert, mit denen die jungen Menschen konfrontiert sind, mit denen unsere Organisationen und Einrichtungen arbeiten – insbesondere Behinderungen, kulturelle Unterschiede und geografische Hindernisse.

Behinderungen
Dazu gehören langfristige körperliche, psychische, geistige oder sensorische Beeinträchtigungen, die die uneingeschränkte Teilhabe der betroffenen Person am gesellschaftlichen Leben auf die gleiche Weise wie andere Menschen behindern können.

Hürden durch kulturelle Unterschiede
Bezieht sich auf Menschen mit Migrations- oder Geflüchteten-Hintergrund, insbesondere neu angekommene Migrant*innen, Angehörige nationaler oder ethnischer Minderheiten, Gebärdensprachbenutzer, Menschen mit Schwierigkeiten bei der sprachlichen Anpassung und kulturellen Integration usw.

Geografische Hindernisse
Das Leben in abgelegenen oder ländlichen Gebieten, auf kleinen Inseln oder in Rand- bzw. äußersten Regionen, in städtischen Vororten, in Gebieten mit schlechterer Infrastruktur (begrenzte öffentliche Verkehrsmittel, mangelhafte Einrichtungen) oder in weniger entwickelten Gebieten in Drittländern usw. (EUROPEAN COMMISSION, 2021)
MODUL 2
Musik und Bewegung
Einführung in musikbasierte Methoden
Einführung in bewegungsbasierte Methoden
Warum Musik- und Bewegungsmethoden für junge Menschen mit geringeren Chancen geeignet sind
Musik und Bewegung zur Förderung von Inklusion
Leitlinien und Beispiele für Aktivitäten mit Musik- und Bewegungsmethoden
Aktivitäten
MODUL 3
Bildende Kunst

Kontakt
Iuliana Adriana PAVEL (Projektmanagerin)
iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Kulturhaus Antim Ivireanu, Aleea Islaz, Ghermănești, Snagov, Kreis Ilfov, Rumänien, 077170
Von der Europäischen Union kofinanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor:innen und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der ANPCDEFP wider. Weder die Europäische Union noch die ANPCDEFP können dafür verantwortlich gemacht werden.
Das Projekt wird von folgenden Organisationen durchgeführt: A4ACTION (Rumänien) – Koordinator, Udruga Delta (Kroatien), InterAktion (Österreich), Asociación Espacio Rojo (Spanien) und GAIA Museum Outsider Art (Dänemark).


