Liebe*r Leser*in,

Willkommen bei unserer „Inclusionary TOOLBOX“ mit künstlerischen Methoden für Jugendbetreuer*innen, Sozialarbeiter*innen oder andere Fachkräfte, die mit Jugendlichen mit geringeren Chancen arbeiten – insbesondere mit denen aus ländlichen Gebieten, mit Migrations- oder Flüchtlingshintergrund oder mit Behinderungen. Hier öffnet sich dir eine Welt voller spannender Aktivitäten aus verschiedenen künstlerischen Bereichen wie Musik, Bewegung, bildende Kunst und Theater – speziell für Jugendbetreuer*innen, die gerne kreative Methoden in ihrer Arbeit einsetzen möchten, aber keinen künstlerischen Hintergrund haben.

Das Projekt „The Inclusionary – Art for Social Inclusion“ wurde im Rahmen des Erasmus+-Programms der Europäischen Union unter dem Aktionsbereich KA2 „Kooperationspartnerschaften im Jugendbereich“ durchgeführt. Es brachte fünf Partnerorganisationen aus Rumänien, Kroatien, Österreich, Spanien und Dänemark zusammen und verband das Fachwissen von Jugendorganisationen und Jugendbetreuern (A4ACTION, Udruga Delta, InterAktion) mit dem von Künstlern und Kulturinstitutionen (Espacio Rojo und GAIA Museum). Die Partnerschaft verfolgte ein gemeinsames Ziel: innovative künstlerische Methoden zu erforschen, zu entwickeln und umzusetzen, um die Qualität der Jugendarbeit zu verbessern, insbesondere bei der Förderung der Inklusion junger Menschen aus benachteiligten Verhältnissen. Darüber hinaus schuf das Projekt Möglichkeiten für sektorübergreifende Zusammenarbeit, kulturellen Austausch und Wissensaustausch und hob dabei die Rolle der Kunst als wirkungsvolles Instrument für Inklusion, Teilhabe und Selbstentfaltung bei Jugendlichen mit geringeren Chancen hervor. Unser gemeinsamer Ansatz konzentrierte sich darauf, innovative Wege für den Einsatz von Kunst in der Jugendarbeit zu erlernen, zu entwickeln und zu teilen – insbesondere zur Förderung der sozialen Inklusion und der Integration von Jugendlichen aus ländlichen Gebieten, mit Migrations- oder Fluchthintergrund sowie mit Behinderungen. Dazu gehörte die Entwicklung und Anpassung von Aktivitäten, die speziell auf diese Gruppen zugeschnitten waren, wobei sichergestellt wurde, dass die Methoden flexibel bleiben und für ein breites Spektrum an Teilnehmenden anwendbar sind.

Alles begann mit einer in allen Partnerländern durchgeführten Untersuchung unter Jugendbetreuer*innen, Sozialarbeiter*innenn und Lehrkräften, die das große Potenzial künstlerischer und kreativer Methoden bei der Förderung der Inklusion von Jugendlichen mit geringeren Chancen deutlich machte. Die Daten von 132 Befragten und 29 Fokusgruppenteilnehmenden zeigten, dass 72,7 % der Jugendbetreuer*innen bereits Methoden der bildenden Kunst einsetzen, während viele von ihnen über zentrale Herausforderungen berichten, wie unzureichende finanzielle Mittel (62,1 %), Schwierigkeiten beim Erreichen der Zielgruppen (41,7 %) und einen Mangel an qualifizierten Fachkräften (39,4 %). Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass kreative Ansätze Selbstvertrauen, Selbstentfaltung und Zugehörigkeitsgefühl wirksam fördern. Um deren Einsatz zu stärken, betonen die Jugendbetreuer*innen die Notwendigkeit einer besseren Finanzierung, spezieller Fortbildungen, einer stärkeren beruflichen Vernetzung mit anderen Fachkräften und Organisationen, die Erfahrung mit inklusiven künstlerischen Praktiken haben, sowie einer verbesserten Unterstützung durch die Gemeinschaft und die Politik, um die Zugänglichkeit, Nachhaltigkeit und größere Wirkung inklusiver künstlerischer Praktiken sicherzustellen. Mehr dazu erfährst du in unserem „State-of-the-Art“-Bericht.

„State-of-the-Art“-Bericht

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen und gemeinsamen Anstrengungen sowie nach dem Testen der Aktivitäten in internationalen Fortbildungen mit Jugendbetreuer*innen und anschließend auf nationaler Ebene mit Jugendlichen wurde diese TOOLBOX als praktische und benutzerfreundliche Ressource konzipiert, die Fachkräfte bei der Anwendung künstlerischer Methoden in der inklusiven Jugendarbeit unterstützt. Sie bietet Schritt-für-Schritt-Aktivitäten, die in verschiedenen Kontexten mit unterschiedlichen Zielgruppen eingesetzt werden können – unabhängig von Vorkenntnissen oder Erfahrungen im künstlerischen Bereich, sowohl für die Moderation als auch bei den Jugendlichen. Du musst weder ein Instrument spielen noch tanzen oder schauspielern können, noch wissen, wie man mit Ton oder Farbe umgeht. Die Methoden wurden so konzipiert, dass sie partizipativ, gemeinschaftsorientiert und prozessorientiert sind – und nicht ergebnisorientiert.

Was sie verbindet, ist nicht die Technik an sich, sondern die Art und Weise, wie sie eingesetzt wird – als Mittel zur Erkundung, Emanzipation, gemeinsamen Gestaltung und zum sozialen Engagement. (orig. Englisch, Boal, 2005)

Kontakt

Iuliana Adriana PAVEL (Projektmanagerin)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Kulturhaus Antim Ivireanu, Aleea Islaz, Ghermănești, Snagov, Kreis Ilfov, Rumänien, 077170


Von der Europäischen Union kofinanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor:innen und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der ANPCDEFP wider. Weder die Europäische Union noch die ANPCDEFP können dafür verantwortlich gemacht werden.


Das Projekt wird von folgenden Organisationen durchgeführt: A4ACTION (Rumänien) – Koordinator, Udruga Delta (Kroatien), InterAktion (Österreich), Asociación Espacio Rojo (Spanien) und GAIA Museum Outsider Art (Dänemark).

Privacy Preference Center