Glossar

Inklusion

Ein Prozess, der sicherstellt, dass alle Menschen gerecht behandelt werden und gleiche Chancen haben, uneingeschränkt teilzunehmen – egal welche Herkunft, Fähigkeiten oder Lebensumstände sie haben. Dazu gehört, Umgebungen zu schaffen, in denen Vielfalt respektiert wird und jeder sein Potenzial entfalten kann.

Jugendliche mit geringeren Chancen (YPWFO)

Jugendliche, die mit wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, geografischen, gesundheitlichen oder bildungsbezogenen Hindernissen konfrontiert sind, die ihren Zugang zu Chancen einschränken, darunter auch Jugendliche mit Behinderungen, Migrant*innen oder Geflüchtete oder solche, die in ländlichen Gebieten leben.

Künstlerische Methoden

Kreative Ansätze wie Musik, Bewegung, bildende Kunst und Theater, die in der Jugendarbeit als Hilfsmittel zum Selbstausdruck, zur Zusammenarbeit, zur Erkundung und zum sozialen Engagement eingesetzt werden.

Inklusive Praktiken

Ansätze, Methoden und Strategien in der Jugendarbeit, die aktiv dafür sorgen, dass alle jungen Menschen – insbesondere diejenigen, die mit Hindernissen konfrontiert sind – Zugang zu Aktivitäten haben, daran teilnehmen und davon profitieren können. Dazu gehört die Anpassung von Inhalten, Kommunikation, Umgebungen und Moderationsstilen, um den vielfältigen Bedürfnissen gerecht zu werden und eine gleichberechtigte Teilhabe zu fördern.

Bedarfsanalyse

Ein Prozess, bei dem die Interessen, Herausforderungen, Stärken und spezifischen Bedürfnisse einer Gruppe ermittelt werden, um relevante und effektive Aktivitäten und Lernerfahrungen zu gestalten.

Sicherer und mutiger Raum

Ein unterstützendes Umfeld, in dem sich die Teilnehmenden körperlich und emotional sicher fühlen (sicherer Raum) und gleichzeitig dazu ermutigt werden, ihre Komfortzone zu verlassen, zu experimentieren und sich auszudrücken (mutiger Raum).

Trauma-informierter Ansatz

Ein Moderationsansatz, der berücksichtigt, dass Teilnehmende möglicherweise ein Trauma erlebt haben, und daher emotionaler Sicherheit, Wahlfreiheit, Vorhersehbarkeit und Sensibilität gegenüber potenziellen Auslösern Priorität einräumt.

Prozessorientiertes Lernen

Ein Ansatz, bei dem es mehr um Erkundung, Zusammenarbeit und persönliche Entwicklung geht als um die Erstellung eines perfekten Endprodukts. Der Schwerpunkt liegt auf Beteiligung und Erfahrung statt auf Leistung.

Barrierefreiheit

Die Praxis, physische, emotionale, sprachliche und soziale Barrieren zu beseitigen, damit Aktivitäten, Materialien und Räume von allen genutzt werden können, einschließlich Menschen mit Behinderungen oder anderen besonderen Bedürfnissen.

Kulturelle Sensibilität

Das Bewusstsein für und der Respekt vor unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, Kommunikationsstilen und sozialen Normen, um sicherzustellen, dass Aktivitäten und Sprache inklusiv sind und frei von Vorurteilen oder Stereotypen.

Quellen

  • Council of Europe. (2012). Compass: Manual for Human Rights Education with Young People https://www.coe.int/en/web/compass
  • Boal, A. (2005). Games for actors and non-actors (2nd Edition ed.). Routledge.
  • CAST. (2018). Universal Design for Learning|CAST. CAST. Retrieved February 13, 2026, from https://www.cast.org/what-we-do/universal-design-for-learning/
  • EUROPEAN COMMISSION. (2021). Implementation guidelines Erasmus+ and European Solidarity Corps Inclusion and Diversity Strategy (1). Salto Youth. https://www.salto-youth.net/downloads/4-17-4177/InclusionAndDiversityStrategy.pdf
  • Saferworld, Public Foundation “DIA”, & Public Association “Peace Initiatives”. (2025). Guide to trauma-informed approach in youth work: A guide for professionals working with young people. United Nations Peacebuilding Fund.
  • https://www.saferworld-global.org/resources/publications/1470-trauma-informed-youth-work-in-kyrgyzstan-saferworld
  • UNICEF. (n.d.). How To Implement Safeguarding. safeguarding-youth-led-action-initiative. Retrieved February, 2026, from https://www.unicef.org/youthledaction/safeguarding-youth-led-action-initiative
  • Valgiusti, F. (2023, March 30). Introductory Handbook. Unicef. https://www.unicef.org/northmacedonia/media/12261/file/Trauma%20Informed%20approach.pdf

Kontakt

Iuliana Adriana PAVEL (Projektmanagerin)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Kulturhaus Antim Ivireanu, Aleea Islaz, Ghermănești, Snagov, Kreis Ilfov, Rumänien, 077170


Von der Europäischen Union kofinanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor:innen und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der ANPCDEFP wider. Weder die Europäische Union noch die ANPCDEFP können dafür verantwortlich gemacht werden.


Das Projekt wird von folgenden Organisationen durchgeführt: A4ACTION (Rumänien) – Koordinator, Udruga Delta (Kroatien), InterAktion (Österreich), Asociación Espacio Rojo (Spanien) und GAIA Museum Outsider Art (Dänemark).

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