Spiegeltanz
Die Methode bietet Raum, individuelle und kollektive Bewegung zu erkunden. Die Teilnehmenden machen Bewegungs- und Tanzübungen zu zweit und zu dritt, wobei der Schwerpunkt auf Improvisation und Selbstausdruck liegt. Durch einfache, aber fesselnde Aufgaben fördern die Aktivitäten das Körperbewusstsein gegenüber sich selbst und den anderen mithilfe von nonverbaler Sprache und Körperkontakt.


THEMA
Ausdruck durch Bewegung, Inklusion, Empathie

SCHWIERIGKEIT
Anfänger

GRUPPENGRÖßE
15-20
Teilnehmende

ALTER
13+

DAUER
90
Min.
Ziele
- Verbindung zum Körper herstellen
- Einfühlungsvermögen entwickeln
- Vielfalt wertschätzen
- Durch nonverbale Kommunikation Inklusion und Gruppenzusammenhalt fördern
Material
- Ein Raum, der sich zum Tanzen eignet (genügend Platz, Licht, geeigneter Bodenbelag), eine Musikauswahl (angepasst an das Alter und den Musikstil, den die Teilnehmenden mögen), ein Laptop oder Handy und Lautsprecher.
Überblick
Die Teilnehmenden machen Bewegungs- und Tanzübungen zu zweit und zu dritt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Einführung (5 Min.): Erkläre den Zweck der Aktivität (Tanzimprovisation, Selbstdarstellung, Vielfalt feiern).
2. Eisbrecher (20 Min.): Nutze je nach Bedarf 2–3 Einführungsaktivitäten (Namensspiel, Energizer, Aufwärmübung) aus dem Zusatzkapitel am Ende der Toolbox.
3. Spiegeltanz (25 Min.): Der*die Moderator*in bittet die Gruppe, mit verschiedenen Anweisungen (langsam, schnell, als ob der Boden brennt, aus Eis usw.) durch den Raum zu laufen. Anschließend lässt er sie eine kleine, sanfte individuelle Improvisationstanzsequenz machen. Wenn alle bereit sind, werden die Teilnehmenden in Paare aufgeteilt. Es können zwei einander gegenüberstehende Reihen gebildet werden, indem eine lustige Ja-oder-Nein-Frage gestellt wird (z. B. „Ananas auf Pizza – ja oder nein?“), sodass die Person, der du gegenüberstehst, dein Partner ist. Oder die Teilnehmenden können sich alle zu einem engen Kreis zusammenfinden, die Augen schließen und die Hände nach vorne strecken, um die Hände eines anderen zu berühren – die Person, deren Hand sie berührt haben, ist ihr Partner.
Wenn die Teilnehmerzahl ungerade ist, kann der*die Moderator*in mitmachen.
Die Paare werden gebeten, sich in die Augen zu schauen, ohne zu sprechen. Es wird sanfte Musik gespielt. Sie versuchen, die Gegenwart des anderen zu spüren, und obwohl sie lachen dürfen, sollten sie sich wirklich darauf konzentrieren, nicht zu sprechen – sondern sich nur anzuschauen (2–3 Minuten). Wenn sie sich wohlfühlen, können sie einen Schritt näher kommen, müssen dabei aber auf das Wohlbefinden der anderen Person achten. Der*die Moderator*in betont, wie wichtig Einverständnis ist und dass man auf die andere Person achtet, mit der man interagiert.
Dann erhalten sie Anweisungen zum Spiegeln: Eine Person leitet den Tanz, indem sie eine Bewegung macht, und die andere muss ihr folgen, als wäre sie ein Spiegel. Nach einer festgelegten Zeit tauschen sie die Rollen und machen mit derselben Anweisung weiter (jeweils 5–7 Minuten). An diesem Punkt können sie beginnen, sich im Raum zu bewegen. Die nächste Aufgabe besteht darin, einen Spiegelkontrast zu erzeugen. Wenn die führende Person beispielsweise eine langsame Bewegung macht, muss die andere sie schnell ausführen; wenn die führende Person eine Aufwärtsbewegung macht, geht die andere Person nach unten und so weiter. Das Ziel ist es, einen Kontrast oder eine entgegengesetzte Bewegung zum Partner zu finden. Nach 5 Minuten tauschen sie die Rollen. Am Ende erhalten die Paare die Aufgabe, sich so gemeinsam zu bewegen, dass sich die Spitzen ihrer Zeigefinger ständig berühren (ohne loszulassen), sofern sie sich dabei wohlfühlen. Sie improvisieren gemeinsam für 5–7 Minuten.
4. Die Puppe (25 Min.): Der*die Moderator*in beginnt damit, die Paare aufzulösen und die Gruppe zu bitten, sich frei im Raum zu bewegen. Während sie sich bewegen, gibt der*die Moderator*in einfache Anweisungen wie: „Stopp“, „Los“, „Klatsch“ und „Spring“. Nach einer Weile wird die Bedeutung der Befehle umgekehrt – „Stopp“ bedeutet nun „Los“ und umgekehrt; dann bedeutet „Klatsch“ „Spring“ und „Spring“ bedeutet „Klatsch“. Diese spielerische Verwirrung steigert die Konzentration und fesselt die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden. Als Nächstes führt der*die Moderator*in neue Bewegungsanweisungen ein, wie zum Beispiel: „Beweg dich so, als würde dein linker Ellbogen die Führung übernehmen“, „Beweg dich aus dem rechten Knie heraus“ oder „Lass dich von deinem Scheitel leiten“. Nach ein paar Runden beendet der*die Moderator*in die Aktivität und bittet die Teilnehmenden, mit den Personen in ihrer unmittelbaren Nähe Dreiergruppen zu bilden. In jedem Trio wird eine Person zur „Puppe“, während die anderen beiden als Anleiter fungieren und nonverbale Anweisungen geben, indem sie sanft Teile des Körpers der Puppe berühren (z. B. Ellbogen, Kopf, Knie, Arm, Rücken). Die Puppe reagiert darauf, indem sie eine Bewegung auslöst, die an der berührten Stelle beginnt, und lässt die Bewegung sich aus diesem Impuls heraus natürlich entfalten. Nach 5–7 Minuten werden die Rollen getauscht, sodass jede Teilnehmende die Chance hat, die Puppe zu sein.
Eine einfache Variante besteht darin, dass eine Person im Trio die Bewegung anführt und die anderen folgen, wobei die Rollen nach Belieben in Runden gewechselt werden.
Zum Abschluss der Aktivität können sich alle Trios frei bewegen, gemeinsam improvisieren und sich durch den gesamten Raum bewegen.
5. Reflexion (15 Min.): Die Teilnehmenden sitzen gemeinsam im Kreis und nehmen sich Zeit, über die gemeinsame Erfahrung nachzudenken. Dabei besprechen sie, wie sie sich während der Aktivität gefühlt haben und was sie daraus mitnehmen.
Fragen zur Reflexion:
- Wie hast du dich gefühlt, als ihr euch gemeinsam bewegt habt? War es schön, unangenehm, neu …?
- Was hast du durch die Bewegung über dich selbst und andere gelernt?
Wenn genügend Zeit vorhanden ist, empfiehlt es sich, nach jeder Aktivität eine kurze Reflexion durchzuführen.
Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden sowie die Art und Weise, wie sie sich bei jeder Aktivität bewegen und aufeinander reagieren. Sammle Feedback mündlich, über eine kurze Umfrage oder mithilfe von Assoziationskarten.

Moderationstipps:
- Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre. Erinnere die Teilnehmenden daran, dass jede Art von Körperausdruck und Bewegung willkommen ist.
- Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen, und biete bei Bedarf zusätzliche Aufwärm- oder Erdungsübungen an.
- Achte auf die Empfindlichkeiten der Teilnehmenden – zwinge niemanden dazu, mehr mitzumachen oder sich mehr zu bewegen, als ihm angenehm ist.
- Erinnere die Teilnehmenden daran, dass es beim Tanzen nicht um perfekte Bewegungen geht, sondern um Selbstfindung und eine besondere Begegnung mit anderen durch nonverbale Körperkommunikation.
- Biete Teilnehmenden, denen die Bewegung vielleicht schwerfällt, zusätzliche Unterstützung an.

Variationen und Anpassungen:
- Wenn du den Workshop mit Teilnehmenden durchführst, die körperliche Einschränkungen haben, sorge für zusätzliche Unterstützung – zum Beispiel zusätzliche Stühle für diejenigen, denen das Stehen schwerfällt.
- Erlaube schüchternen oder ängstlichen Teilnehmenden, die ersten paar Runden zunächst nur zu beobachten oder mit kleineren Bewegungen einzusteigen, bei denen sie sich sicher fühlen. Die Teilnahme sollte immer freiwillig sein und das persönliche Wohlbefinden respektieren.
- Für Gruppen, denen körperlicher Kontakt unangenehm ist, biete Alternativen an, wie zum Beispiel das Spiegeln aus der Entfernung oder das Ausführen von Bewegungen zu zweit nebeneinander statt gegenüber.
Music and movement activities
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MODULE 1 NEEDS ANALYSIS
Needs analysis activities
MODULE 2 MUSIC AND MOVEMENT

Contact
Iuliana Adriana PAVEL (project manager)
iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170
Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.
The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).
