Gefühlsbarometer
Das Gefühlsbarometer ist eine Methode, die Bewegung, räumliche Positionierung und Gruppendiskussionen nutzt, um den Ausdruck von Meinungen, Einstellungen und Bedürfnissen zu fördern – und gleichzeitig den Respekt vor unterschiedlichen Sichtweisen stärkt. Sie unterstützt den Gruppendialog, der zu neuen Erkenntnissen und Blickwinkeln führen kann.


THEMA
Diskussion über Gefühle und Bedürfnisse

SCHWIERIGKEIT
Mittel
Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE
15-20
Teilnehmende

ALTER
15+

DAUER
45
Min.
Ziele
- Die eigenen Bedürfnisse erkennen
- Die eigenen Bedürfnisse äußern
- Konstruktiv mit Menschen unterschiedlicher Ansichten diskutieren und kommunizieren
Material
- Ein großer Raum, in dem sich die Teilnehmenden frei bewegen können
- Bildunterschriften: Stimme zu, Stimme nicht zu
Überblick
Der*die Moderator*in liest Aussagen vor (die sich auf bestimmte Bedürfnisse oder auf Konflikte zwischen verschiedenen Bedürfnissen beziehen), und die Teilnehmenden positionieren sich im Raum je nachdem, inwieweit sie einer bestimmten Aussage zustimmen oder nicht zustimmen. Nach der Positionierung wird eine Diskussion unter den Teilnehmenden angeregt, um tiefere Einblicke in ihre Bedürfnisse zu bekommen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Einführung (10 Min.): Die Einheit beginnt mit einer kurzen Aufwärmübung, um eine angenehme und entspannte Atmosphäre zu schaffen.
Der*die Moderator*in erklärt die Regeln der Übung: „Wenn ihr eine Aussage hört, nehmt euch einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken, inwieweit ihr ihr zustimmt oder nicht zustimmt. Stellt euch dann entsprechend eurer Meinung im Raum auf:
- Eine Seite des Raums steht für ‚Ich stimme zu‘,
- die gegenüberliegende Seite steht für ‚Ich stimme nicht zu‘,
- die Mitte steht für ‚Weder zustimmen noch ablehnen‘.“*
- Die Teilnehmenden werden daran erinnert, dass jeder das Recht hat, seine Meinung zu äußern, ohne andere zu verletzen, und dass alle Standpunkte respektiert werden sollten.
2. Bedürfnisbarometer (20 Min.): Der*die Moderator*in bereitet im Voraus eine Reihe von zum Nachdenken anregenden Aussagen vor, um Reflexion und Diskussion unter den Jugendlichen anzuregen. Beispiele hierfür sind:
- Bildung ist für alle gleichermaßen zugänglich.
- Jeder in unserer Stadt hat die gleichen Chancen auf eine gute Lebensqualität.
- Ich glaube, dass jeder beruflich vorankommen kann, wenn er nur hart genug arbeitet.
Nachdem die Teilnehmenden ihre Position im Raum eingenommen haben, werden sie dazu ermutigt, zu erklären, warum sie diesen Platz gewählt haben. Es wird eine offene Diskussion zwischen den Teilnehmenden moderiert, in der unterschiedliche Perspektiven zum Vorschein kommen und erörtert werden können.
3. Reflexion und Auswertung (15 Minuten): Die Einheit endet mit einer gemeinsamen Reflexion. Vorgeschlagene Leitfragen sind unter anderem:
- Was hat euch an dieser Aktivität gefallen?
- Gab es etwas, das euch nicht gefallen hat oder das ihr ändern würdet?
- Wie habt ihr euch während der Übung gefühlt?
- Habt ihr etwas Neues über euch selbst, andere oder eure Gemeinschaft gelernt?

Moderationstipps:
- Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Raum den Teilnehmenden erlaubt, sich frei zu bewegen.
- Stell an einer Seite des Raums ein Schild mit der Aufschrift „Ich stimme zu“ und an der anderen Seite eines mit „Ich stimme nicht zu“ auf, damit sich die Teilnehmenden leichter auf die Aktivität einlassen können.
- Zu Beginn ist es wichtig, den Gruppenzusammenhalt zu stärken, damit sich die Teilnehmenden sicher und wohl fühlen, wenn sie sich an der Diskussion beteiligen.
- Bereite Aussagen vor, die relevant und zum Nachdenken anregend sind und wahrscheinlich Diskussionen auslösen. Wähle Formulierungen, die die Teilnehmenden dazu ermutigen, verschiedene Perspektiven zu erkunden und zu verstehen.

Variationen und Anpassungen:
- Je nach Teilnehmenden kann die Übung darin bestehen, Bedürfnisse einfach durch die räumliche Positionierung auszudrücken.
- Der*die Moderator*in kann die Gruppe auch zu einer tiefergehenden Diskussion anleiten, um tiefere Einblicke und ein umfassenderes Verständnis des Themas zu gewinnen.

Disclaimer:
- Erkläre zu Beginn der Aktivität deutlich, dass dies ein sicherer und respektvoller Raum ist, in dem jeder seine Bedürfnisse und Meinungen äußern kann. Erinnere die Teilnehmenden an die Null-Toleranz-Politik gegenüber Hassreden und sorge dafür, dass während der gesamten Einheit gegenseitiger Respekt gewahrt bleibt.
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MODULE 2 MUSIC AND MOVEMENT

Contact
Iuliana Adriana PAVEL (project manager)
iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170
Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.
The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).
