World café
Diese Methode bietet ein einfaches und flexibles Format für die Durchführung von Großgruppendialogen und lässt sich an die unterschiedlichsten Anforderungen anpassen. Der jeweilige Kontext, die Teilnehmendenanzahl, der Zweck, der Veranstaltungsort und andere Rahmenbedingungen werden bei der Organisation berücksichtigt. Durch die Diskussion in kleinen Gruppen hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, seine Meinung zu äußern. Zudem leitet der Moderator die Diskussion und passt sie an die Besonderheiten der Gruppe an.


THEMA
Gespräche über Bedürfnisse in Kleingruppen

SCHWIERIGKEIT
Mittel
Fortgeschrittene

GRUPPENGRÖßE
30-50
Teilnehmende

ALTER
15+

DAUER
95-120
Min.
Ziele
- Eigene Bedürfnisse erkennen
- Eigene Bedürfnisse äußern
- Einen sinnvollen Dialog führen
Material
- Im Raum verteilte kleine Tische und Stühle, es gibt Papier und Stifte zum Notieren sowie Snacks für eine entspannte, ungezwungene Atmosphäre.
Überblick
In kleinen Gruppen wechseln die Teilnehmenden zwischen den Tischen hin und her (20–30 Minuten pro Tisch) und diskutieren an jedem Tisch ein anderes Thema (Bedürfnis). An jedem Tisch sitzt ein*e Moderator*in, der die Diskussion leitet und Notizen macht, die am Ende für eine Diskussion im Plenum oder zum Ziehen von Schlussfolgerungen verwendet werden können.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Begrüßung und Einführung: Der*die Moderator*in beginnt mit einer herzlichen Begrüßung und einer kurzen Aufwärmübung. Anschließend erläutert er*sie die Ziele und den Ablauf der Einheit:
- „Heute habt ihr die Gelegenheit, in kleinen Gruppen verschiedene Themen (eure Bedürfnisse) zu besprechen. Jede Gruppe hat einen*eine Moderator*in, der*die das Gespräch leitet. Bitte teilt mit, womit ihr euch wohlfühlt, und respektiert die Beiträge der anderen.“
- Der*die Moderator*in stellt außerdem die Moderator*innen an den einzelnen Tischen vor und erläutert deren Rolle. Anschließend werden die Teilnehmenden in kleine Gruppen aufgeteilt. Diese Gruppeneinteilung kann spielerisch gestaltet werden, um den Teilnehmenden zu helfen, sich zu entspannen, und den Gruppenzusammenhalt zu fördern.
- Kleingruppenrunden: Der Raum ist im Voraus mit Tischen ausgestattet, die über den Raum verteilt sind. Jeder Tisch ist einem bestimmten Thema (z. B. Bildung, Beschäftigung, Wohnen) oder einem Hauptthema gewidmet, das aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird (z. B. Gefühle, Frustrationen, Erfahrungen, neue Ideen zu einem bestimmten Thema).
- An jedem Tisch sitzt ein*e fest zugewiesene*r Moderator*in, der die Diskussion leitet und Leitfragen stellt. Die Moderatoren sollten sich im Voraus mit einer Reihe von Fragen vorbereiten und, falls erforderlich, Hintergrundrecherchen zum Thema durchführen.
- Die Gruppen wechseln zwischen den Tischen und verbringen je nach Gruppengröße etwa 15 bis 20 Minuten an jedem Tisch. Die Moderatoren stellen offene Fragen, die die Teilnehmenden dazu ermutigen, ihre Bedürfnisse und Meinungen zu äußern. Sie hören aktiv zu, geben Rückmeldungen und formulieren das Gesagte um, um das Verständnis sicherzustellen. Während der gesamten Aktivität werden Notizen gemacht, die im abschließenden Teil der Aktivität geteilt werden.
- An jedem Tisch steht Papier zur Verfügung, auf dem die Teilnehmenden schreiben, illustrieren oder zeichnen können – je nachdem, welche Ausdrucksform ihnen am natürlichsten erscheint.
- Zusammenfassung: Die Moderatoren sind eingeladen, Erkenntnisse oder andere Ergebnisse aus den Gesprächen mit dem Rest der großen Gruppe zu teilen. [1] Die Teilnehmenden werden ermutigt, mit Reflexionen, Ergänzungen oder Kommentaren zu reagieren, um die gemeinsamen Schlussfolgerungen zu bereichern.
- Reflexion und Auswertung: Die Auswertung erfolgt mithilfe einer digitalen Plattform (z. B. Mentimeter). Fragen werden im Voraus vorbereitet, wie zum Beispiel:
-
- Wie haben Sie sich während der heutigen Aktivität gefühlt?
- Haben Sie etwas Neues gelernt oder eine neue Perspektive gewonnen?
- Was ist Ihnen bei dieser Aktivität am meisten aufgefallen?
- Was hätten Sie sich anders gewünscht?
Die Antworten werden anonym eingereicht und zur gemeinsamen Reflexion und Diskussion projiziert.
-

Tipps für Moderatoren:
- Bei der Einrichtung des Raums sollte darauf geachtet werden, dass zwischen den Tischen genügend Abstand ist, damit ungestörte Gespräche möglich sind.
- Bei der Auswahl der Moderatoren ist es hilfreich, Personen zu wählen, die mit dem Thema vertraut sind und über ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten verfügen, insbesondere bei der Arbeit mit Jugendlichen.

Varianten und Anpassungen:
- Bei kleinen Gruppen können die Teilnehmenden an allen Tischen rotieren.
- Bei größeren Gruppen kann die Anzahl der Tische (oder Diskussionsrunden) begrenzt werden, und die Teilnehmenden können sich die Themen aussuchen, die sie am meisten interessieren.

Disclaimer:
- Stellen Sie für große Gruppen ein Mikrofon und eine zuverlässige Tonanlage bereit, damit alle Teilnehmenden alles gut hören können.
[1] The World Café Community Foundation. World Café Method. Retrived April 2025. https://theworldcafe.com/key-concepts-resources/world-cafe-method/.
Needs analysis activities
Nothing found.
MODULE 1 NEEDS ANALYSIS
Needs analysis activities
MODULE 2 MUSIC AND MOVEMENT

Contact
Iuliana Adriana PAVEL (project manager)
iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170
Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.
The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).
