Assoziationskarten
Assoziationskarten lassen sich auf vielfältige Weise einsetzen, sowohl mit Einzelpersonen als auch mit Gruppen. Der kreativen Nutzung der Karten sind keine Grenzen gesetzt – außer den Grenzen der Fantasie des*der Moderator*in und dem Ziel der jeweiligen Aktivität. Sie können dazu dienen, ein sicheres Umfeld zu schaffen, in dem Kommunikationsfähigkeiten sowie der Austausch von Gedanken, Ideen und Emotionen mit anderen geübt werden können. Sie fördern Kommunikation, Kreativität und Fantasie. Durch ihren Einsatz können wir den intuitiven Teil einer Person ansprechen, was einen authentischeren Ausdruck fördert. Ebenso fällt es manchen Menschen, denen es schwerfällt, sich verbal auszudrücken, leichter, sich durch Assoziationen mitzuteilen.
Diese Methode hilft dabei, Kontakt herzustellen und ein Gespräch zu beginnen. Moderator*innen können durch den Einsatz von Assoziationen und Projektionen Einblicke in die Bedürfnisse junger Menschen gewinnen. Es ist wichtig, dass Moderator*innen es vermeiden, die Karten für die Teilnehmenden zu interpretieren, da dies deren eigene Assoziationen aufzwingen könnte, anstatt die Perspektive der Teilnehmenden zum Vorschein kommen zu lassen. Es geht immer und ausschließlich um Bedürfnisse, Assoziationen, Geschichten, Metaphern, Wörter und Sätze, die die Nutzer selbst eingebracht haben.[1]


THEMA
Bedürfnisse durch Assoziationskarten ausdrücken

SCHWIERIGKEIT
Mittel
Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE
10
Teilnehmende

ALTER
15+

DAUER
60
Min.
Ziele
- Sich der eigenen Bedürfnisse bewusst werden
- Die eigenen Bedürfnisse in Worte fassen
- Vorstellungskraft und Kreativität entwickeln
Material
- Ein privates und ruhiges Zimmer, Assoziationskarten
Zielgruppe
- Junge Menschen
Überblick
Die Jugendlichen werden dazu eingeladen, durch eine Visualisierungsübung ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen, die dann mithilfe von Assoziationskarten mit der Gruppe geteilt werden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Einführung (10 Min.): Den jungen Teilnehmenden wird erklärt, dass sie heute mithilfe von Assoziationskarten ihre Bedürfnisse erkunden werden:
„Assoziationskarten sind ein Werkzeug, das für viele Zwecke genutzt werden kann – zum Beispiel, um Ideen, Meinungen oder Gefühle auszudrücken. Heute werden wir sie nutzen, um euch dabei zu helfen, über einige eurer persönlichen Bedürfnisse nachzudenken und sie mit anderen zu teilen.“
2. Visualisierung und Assoziationskarten (10 Min.): Führe die Teilnehmenden vor der Hauptaktivität durch eine kurze Visualisierung, um ihnen zu helfen, sich mit ihren Bedürfnissen zu verbinden:
„Setzt euch bequem hin. Spürt den Boden unter euren Füßen. Nehmt die Berührungspunkte zwischen eurem Körper und dem Stuhl oder dem Boden wahr. Spürt euren Körper. Scannt euren Körper langsam von den Füßen bis zum Scheitel.
Wenn du irgendwo Verspannungen spürst, versuche, diese sanft zu lösen, oder atme tiefer in diesen Bereich hinein.
Denke nun darüber nach, was du dir von diesem Workshop erhoffst. Was möchtest du lernen? Welche neuen Fähigkeiten möchtest du erwerben? Welche Art von Atmosphäre möchtest du in der Gruppe erleben?
Richte deine Aufmerksamkeit wieder auf deinen Atem und atme ein paar Mal langsam und tief ein und aus.“
Anleitung für die Übung:
Bitte die Teilnehmenden, eine Karte auszuwählen, die ein Bedürfnis von ihnen repräsentiert oder die sie an etwas aus der Visualisierung erinnert. Ermutige sie, sich Zeit beim Durchsehen der Karten zu nehmen, aber die Karte zu wählen, die sie anspricht, anstatt zu viel darüber nachzudenken.
3. Reflexion über die Karten (30 Min.): Die Teilnehmenden sitzen im Kreis und reflektieren über die Karte, die sie ausgewählt haben. Jeder ist eingeladen, seine Gedanken zu teilen, aber die Privatsphäre wird respektiert – Wenn jemand seine Reflexion nicht mit der Gruppe teilen möchte, kann er sie aufschreiben und dem*der Moderator*in geben. Es ist wichtig, die Kreativität und Interpretation jedes Einzelnen zu respektieren. Es ist nicht erlaubt, die Assoziation eines anderen zu korrigieren oder anzudeuten, dass seine Interpretation „falsch“ ist. Die Erfahrung jedes Einzelnen ist gültig.
4. Reflexion und Auswertung (10 Min.): Die folgenden Fragen können gestellt werden:
- Was hat dir an dieser Aktivität gefallen?
- Gibt es etwas, das dir nicht gefallen hat und das du gerne ändern würdest?
- Wie hast du dich während der Übungen gefühlt?
- Wie fühlst du dich jetzt nach den Übungen?
- Hast du etwas Neues über dich selbst gelernt?

Moderationstipps:
- Jede Interpretation einer Karte ist gültig und bedeutungsvoll für die Person, die sie ausgewählt hat.
- Schaffe einen sicheren und inklusiven Raum, in dem sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
- Gib jedem Teilnehmenden genügend Zeit, über seine Bedürfnisse nachzudenken, bevor er sie mitteilt.
- Teile der Gruppe im Voraus mit, dass jeder ein paar Minuten Zeit zum Sprechen hat, damit wirklich jeder zu Wort kommt.

Varianten und Anpassungen:
- Wenn die Teilnehmenden verschiedene Sprachen sprechen, ziehe den Einsatz von Übersetzungshilfsmitteln, visuellen Anleitungen oder gegenseitiger Unterstützung in Betracht.
- Manchen Teilnehmenden fällt es vielleicht schwer, Bedürfnisse oder Gefühle offen auszudrücken; aufgrund kultureller Normen kann dies ungewohnt oder unangenehm sein. Biete Alternativen zum lauten Vortragen an: schriftlich oder durch Zeichnen.
- Wenn ihr remote arbeitet, nutze digitale Assoziationskarten (verfügbar in Apps oder auf Online-Plattformen) und ein Videokonferenz-Werkzeug.
- Die Teilnehmenden können die von ihnen gewählte Karte behalten und später einen persönlichen Brief oder einen Tagebucheintrag dazu schreiben, um den Reflexionsprozess zu vertiefen.

Disclaimer:
- Diese Aktivität sollte von Jugendarbeiter*innen oder Moderator*innen durchgeführt werden, die wissen, wie man einen sicheren und freundlichen Raum für alle schafft.
[1] (15) Kusturin, S. and Rosandić, A. (2005) Kako kontaktirati. Udruga Igra.
Needs analysis activities
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MODULE 1 NEEDS ANALYSIS
Needs analysis activities
MODULE 2 MUSIC AND MOVEMENT

Contact
Iuliana Adriana PAVEL (project manager)
iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170
Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.
The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).
