Tanzende Worte
Die Teilnehmenden werden zu einer Visualisierungsübung angeleitet, die auf einem bestimmten Thema oder einer Frage im Zusammenhang mit einem gesellschaftlichen Thema (wie Gleichberechtigung, Inklusion, Nachhaltigkeit) basiert. Darauf aufbauend üben sie sich im „Flow Writing“ und entwickeln anschließend eine Tanzimprovisation, die sich auf den Text aus der vorherigen Aufgabe bezieht. Diese Methode verbindet Bewegung und Schreiben, was dazu führt, dass Ideen und Emotionen verkörpert werden und eine Diskussion über gesellschaftliche Themen angeregt wird.


THEMA
Selbstverwirklichung, persönliche Entwicklung, gesellschaftliche Themen, Inklusion

SCHWIERIGKEIT
Mittel

GRUPPENGRÖßE
15-20
Teilnehmende

ALTER
13+

DAUER
110
Min.
Ziele
- Die Fantasie anregen
- Gefühle und gesellschaftliche Themen verkörpern
- Ein bestimmtes Thema besprechen
Material
- Ein Raum, der sich zum Tanzen eignet (genügend Platz und Beleuchtung, geeigneter Bodenbelag), eine Musik-Playlist und ein Abspielgerät (Laptop oder Handy und Lautsprecher), Papier und Stifte.
Überblick
Die Teilnehmenden werden zu einer Visualisierungsübung angeleitet, die auf einem bestimmten Thema oder einer Frage im Zusammenhang mit einem gesellschaftlichen Thema (wie Gleichberechtigung, Inklusion, Nachhaltigkeit) basiert. Darauf aufbauend üben sie sich im „Flow Writing“ und entwickeln anschließend eine Tanzimprovisation, die sich auf den Text aus der vorherigen Aufgabe bezieht.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Einführung (5 Min.): Erläutere den Zweck der Aktivität (Tanzimprovisation, Selbstausdruck, Menschenrechte, Beziehung zwischen dem Selbst und der Gesellschaft).
2. Das Eis brechen (25 Min.): Wenn sich die Gruppe zum ersten Mal trifft oder aus unterschiedlichen Teilnehmenden besteht, beginne mit einer vorbereitenden Aktivität wie einem Namensspiel. Es ist auch wichtig, einen Body Scan, eine Grounding-Übung oder ein Aufwärmprogramm einzubauen, damit sich die Teilnehmenden entspannen und mit ihrem Körper und dem Boden verbinden können, um zu atmen und alle Sorgen loszulassen. Du kannst je nach Bedarf auch 1–2 Einführungsaktivitäten aus dem zusätzlichen Kapitel am Ende der Toolbox verwenden.
3. Visualisierung und Flow-Writing (30 Min.): Die Teilnehmenden werden gebeten, sich einen Platz im Raum zu suchen und eine bequeme Position einzunehmen (sie können sitzen, sich auf den Boden legen, sollten aber eine entspannte Körperhaltung einnehmen). Der*die Moderator*in leitet dann eine Visualisierungsübung an, bei der man sich beispielsweise einen glücklichen Ort in der Natur oder eine ideale Stadt/Gemeinschaft/Welt vorstellt, je nach Thema oder Frage (z. B. „Wie würde eine Welt mit vollständiger Gleichberechtigung/Inklusion/Nachhaltigkeit aussehen?“). Die Teilnehmenden visualisieren dies mit allen Sinnen in ihrer Vorstellung und verbinden sich dabei mit ihren Gefühlen („Wie fühlst du dich an diesem Ort/in dieser Welt? Welche Texturen/Farben/Formen siehst du? Was sind die Geräusche, die Gerüche?“). Anschließend werden sie eingeladen, in die Gegenwart zurückzukehren, aber die Visualisierung im Hinterkopf zu behalten. Der*die Moderator*in verteilt Papier und Stifte und lädt die Teilnehmenden ein, sich auf „Flow-Writing“ einzulassen, das sich auf ihre Visualisierung bezieht. Das heißt, sie können ihren Gedankenfluss frei niederschreiben, ohne sich allzu viele Gedanken darüber zu machen, ob der Text zusammenhängend oder strukturiert ist. Wichtig ist, dass sie versuchen, sich zu entspannen und ihre Gedanken und Gefühle so frei wie möglich aufzuschreiben, ohne zu urteilen, und sich einfach vom Fluss leiten zu lassen. Sie können alles aufschreiben, was ihnen in den Sinn kommt – wie sie sich gerade fühlen, worüber sie in der Visualisierung nachgedacht haben, wie die Welt aussah, die sie sich vorgestellt haben, welche Probleme sie im Vergleich zur imaginären Welt in der realen Welt im Zusammenhang mit dem Thema/der Frage sehen, oder einfach alles, was ihnen gerade durch den Kopf geht. Das sollte 10 bis 15 Minuten dauern. Am Ende werden sie gebeten, drei Schlüsselwörter aus dem Geschriebenen zu markieren: ein Substantiv, ein Verb und ein Adjektiv (wenn möglich). Gib eine Erklärung mit Beispielen, falls einige Teilnehmende diese Begriffe nicht verstehen.
4. Tanzimprovisation (35 Min.): Nun erhalten die Teilnehmenden die Aufgabe, eine kleine Tanzimprovisation auf der Grundlage ihrer drei Schlüsselwörter zu kreieren. Der*die Moderator*in beginnt mit einem kurzen Aufwärmen im Kreis und lässt die Teilnehmenden nach und nach in ihre eigenen Bewegungen finden. Ihre drei Schlüsselwörter dienen ihnen als Leitfaden und Inspiration für die Bewegung, während Musik gespielt wird. Die Teilnehmenden werden ermutigt, die Bewegung zu erkunden und ihre Improvisation zu üben, bis sie eine feste kleine Choreografie haben. Dieser Teil sollte etwa 10–15 Minuten dauern. Wenn noch Zeit übrig ist, kann die Hälfte der Gruppe ihre Choreografien der anderen Hälfte als Publikum vorführen und umgekehrt. Danach versammelt sich die Gruppe im Kreis, um auszutauschen, wie es sich angefühlt hat, was die Schlüsselwörter waren und wie sie diese in Bewegung/Tanz umgesetzt haben.
5. Reflexion und Auswertung (15 Min.): Die Teilnehmenden sitzen im Kreis und reflektieren, wie die Aktivität für sie war, tauschen Gedanken aus und diskutieren.
Reflexionsfragen:
- Wie war die Übung für dich?
- Welche Gefühle sind bei der Visualisierung aufgetaucht?
- War es schwierig, die Wörter in Bewegung umzusetzen?
- Glaubst du, dass ein solcher Ort/eine solche Gemeinschaft/eine solche Welt möglich ist? Wenn nicht, warum? Wenn ja, was müsste passieren, um uns in diese Richtung zu führen?
Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden, wie sie sich bewegen und was sie in der Reflexion/Diskussion mitteilen. Sammle Feedback mündlich, über eine kurze Umfrage oder durch Assoziationen

Moderationstipps:
- Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
- Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
- Nimm Rücksicht auf die Empfindlichkeiten der Teilnehmenden – zwinge niemanden dazu, mehr mitzumachen oder sich mehr zu bewegen, als ihm angenehm ist. Erinnere die Teilnehmenden daran, dass es beim Tanzen nicht um perfekte Bewegungen geht, sondern um Selbstfindung und eine besondere Begegnung mit anderen durch nonverbale Körperkommunikation.

Varianten und Anpassungen:
- Diese Aktivität lässt sich für die Diskussion verschiedener Themen und gesellschaftlicher Fragestellungen anpassen. Dazu kannst du die Visualisierungsübung entsprechend abwandeln.
- Für jüngere Teilnehmende oder Anfänger: Vereinfache die Visualisierungs- und Schreibanregungen. Verwende statt komplexer gesellschaftlicher Themen eher Themen, mit denen man sich leicht identifizieren kann, wie „ein Ort, an dem du dich sicher fühlst“ oder „deine schönste Erinnerung“. Verkürze den Schreibteil und konzentriere dich mehr auf einfachen Bewegungsausdruck (z. B. mithilfe von Formen, Richtungen oder Emotionen wie glücklich/traurig/wütend).
- Um die Erfahrung zu vertiefen: Lade die Teilnehmenden ein, bei der abschließenden Improvisation zu zweit oder in kleinen Gruppen zu arbeiten. Sie können gemeinsam eine kurze Choreografie erstellen, die auf ihren gemeinsamen Schlüsselwörtern basiert. Das fördert die Zusammenarbeit und fügt dem kreativen Prozess eine soziale Ebene hinzu.
- Biete Teilnehmenden, die möglicherweise Schwierigkeiten mit dem Schreiben oder der Bewegung haben, zusätzliche Unterstützung an. Dazu kann gehören, sie mit aufmunternden Worten zu unterstützen, die Aufgabe anhand eines Beispiels zu demonstrieren oder einen Stuhl für diejenigen bereitzustellen, denen das Stehen schwerfällt.
- Für mehrsprachige oder gemischtsprachige Gruppen: Erlaube den Teilnehmenden, in ihrer Muttersprache zu schreiben und, falls sie dazu bereit sind, Schlüsselwörter später zu übersetzen oder zu erklären. Alternativ kannst du sie ermutigen, die Bedeutung durch Bewegung auszudrücken, ohne sie verbal erklären zu müssen.
- Für Gruppen mit Traumasensibilität oder emotionaler Verletzlichkeit: Konzentriere die Aktivität auf neutralere oder aufbauende Themen (z. B. Hoffnung, Natur, Träume). Biete den Teilnehmenden die Möglichkeit, bestimmte Teile (z. B. die Darbietung) auszulassen, und lege während des gesamten Prozesses Wert auf emotionale Sicherheit.
Music and movement activities
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MODULE 1 NEEDS ANALYSIS
Needs analysis activities
MODULE 2 MUSIC AND MOVEMENT

Contact
Iuliana Adriana PAVEL (project manager)
iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170
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The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).
