Ton in Bewegung

Diese Methode verbindet musikalische Improvisation mit bildender Kunst und nutzt dabei für beide Bereiche ungewöhnliche Materialien. Die Teilnehmenden gestalten gemeinsam, indem sie mit Alltagsgegenständen Klänge erzeugen und mit ihren Händen auf taktilen Materialien wie Ton, Schleim, Holzkohle und Samen malen. Die Aktivitäten betonen die Verspieltheit und Offenheit des künstlerischen Schaffens und legen den Schwerpunkt eher auf den Prozess und den Gruppenzusammenhalt als auf das Ergebnis.

THEMA

Künstlerischer Ausdruck, gemeinsames Schaffen, musikalisches Experimentieren, taktiles Lernen

SCHWIERIGKEIT

Mittel

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

60

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (10 Min.): Der*die Moderator*in begrüßt die Teilnehmenden und erklärt die Workshop-Aktivitäten (Musik, Bewegung und Gestalten mit unkonventionellen Materialien).

2. Musik machen (10 Min.): Die Teilnehmenden werden gebeten, im Raum einen Gegenstand zu suchen, mit dem sie Geräusche erzeugen können. Sie probieren gemeinsam verschiedene Möglichkeiten aus, mit ihrem Gegenstand Töne zu erzeugen, und experimentieren dabei mit Rhythmen, Lautstärke usw.

3. Musik und taktiles Zeichnen (30 Min.): Nun werden die Teilnehmenden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe macht weiter mit dem Musizieren, während die andere sich um ein leeres Blatt Papier versammelt, einige „unkonventionelle“ Materialien (Ton, Schleim, Erde, Samen) erhält und dazu eingeladen wird, mit den Händen zu zeichnen, indem sie die Materialien im Rhythmus und Fluss der Musik auf das Papier spritzt. Nach 10–15 Minuten tauschen die Gruppen die Rollen. Die Gruppe, die gezeichnet hat, nimmt sich ein paar Minuten Zeit, um sich die Hände zu waschen, während die andere Gruppe ein neues, leeres Blatt Papier erhält. Die Aktivität wird wie zuvor wiederholt.

4. Reflexion und Auswertung (10 Min.): Der*die Moderator*in fasst die Übung zusammen und lädt die Gruppe ein, ihre beiden Kreationen zu betrachten. Die Teilnehmenden erzählen, wie sie die Aktivität empfunden haben, was ihnen gefallen hat/nicht gefallen hat und wie sie sich fühlen. Das Kunstwerk kann in kleinere Stücke geschnitten und an der Wand ausgestellt werden, oder es kann irgendwo im Freien in die Erde gesät werden, da alle Materialien natürlich sind und die Samen keimen und zu einer Pflanze wachsen könnten (sofern ein Garten zur Verfügung steht und es die richtige Jahreszeit ist).

Fragen zur Reflexion:

  • Wie hat dir der Workshop gefallen?
  • War es schwierig, Musik zu machen und dazu mit den Händen zu zeichnen?
  • Welcher Teil hat dir am besten gefallen?

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden, wie sie auf die Aufgabe reagieren und wie sie in Gruppen zusammenarbeiten. Sammle mündliches Feedback.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
  • Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
  • Biete Teilnehmenden, die mit der Aufgabe Schwierigkeiten haben, zusätzliche Unterstützung an.
  • Bereite die Materialien im Voraus vor. Mische den Schleim oder den Naturkleber mit verschiedenen Lebensmittelfarben, um eine vielfältigere Farbpalette zu bekommen.
  • Lege eine Schutzfolie auf den Boden und stelle den Teilnehmenden Schürzen zur Verfügung, um ihre Kleidung zu schützen.

Varianten und Anpassungen:

  • Diese Aktivität kann auch mit herkömmlichen Malutensilien durchgeführt werden, falls Ton, Erde, Naturleim und Lebensmittelfarben nicht zur Verfügung stehen.
  • Wenn möglich, können einfache Percussion-Instrumente wie Triangel und Shaker eingesetzt werden.
  • Die Aktivität eignet sich für einen Außenbereich wie einen Garten oder Hof.
  • Bei einer großen Gruppe teile die Teilnehmenden in mehr als zwei Gruppen auf, damit jeder Platz hat und sich einbezogen fühlt.
  • Die Aktivität ist besonders ansprechend für Teilnehmende mit Entwicklungs- oder Lernbeeinträchtigungen, da sie nicht nur die Entwicklung kreativer Fähigkeiten fördert, sondern auch die soziale Interaktion und das Selbstvertrauen stärkt – Ergebnisse, die für Menschen mit Entwicklungsherausforderungen besonders wertvoll sind. Taktile Stimulation und freies Experimentieren mit Klang- und Bildkunst können sehr bereichernd sein, vorausgesetzt, sie sind auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Teilnehmenden abgestimmt.
  • Die Aktivität kann für junge Menschen mit Sehbehinderung ansprechend sein, da sie auf taktiler Wahrnehmung und Klang basiert.
  • Die Unterrichtsstrategien sollten taktile und visuelle Lernformen in den Vordergrund stellen, indem sie praktische Aktivitäten mit klaren, einfachen Schritten und einheitlichen Abläufen beinhalten. Die Moderator*innen werden ermutigt, inklusive pädagogische Techniken wie Vorzeigen, Wiederholung und visuelle Unterstützung einzusetzen, um das Lernen zu fördern und eine sinnvolle Teilnahme für alle zu gewährleisten.

Music and movement activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).

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