Klang der Strukturen
Diese Methode verbindet Basteln und Musik und beschäftigt sich dabei mit dem Thema der Oberflächenstrukturen. Die Teilnehmenden erkunden die Klänge verschiedener Oberflächenstrukturen und drücken ihre Gefühle durch Trommeln aus. Gemeinsam basteln sie einfache Percussion-Instrumente aus recycelten Materialien und entdecken ihren gemeinsamen Rhythmus, indem sie die selbstgebauten Instrumente spielen. Das fördert Kreativität, den Gruppenzusammenhalt und eine nachhaltige Denkweise (durch die Verwendung von recycelten Materialien).


THEMA
Oberflächenstrukturen durch Recycling und Musik entdecken

SCHWIERIGKEIT
Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE
15-20
Teilnehmende

ALTER
13+

DAUER
150
Min.
Ziele
- Eine andere Herangehensweise bieten, um Texturen kennenzulernen
- Gefühle durch Musik ausdrücken und selbstgemachte Instrumente basteln
- Die Gruppendynamik und die Beziehungen untereinander verbessern
Material
- Ein Raum, der sich zum Basteln von Instrumenten eignet (genügend Platz, ausreichende Beleuchtung), verschiedene Recyclingmaterialien (Dosen, Flaschen, Röhren, Kieselsteine, Reis, Pappe, Nägel, Ringpulls, Stoffreste, Einwegbecher, -teller und -besteck…), Stifte, Papier, starker Kleber, Scheren, Hämmer, Zangen, Schrauben, ein Aufnahmegerät.
Überblick
Die Teilnehmenden erkunden die Klänge verschiedener Materialien und drücken ihre Gefühle durch Trommeln aus. Gemeinsam basteln sie einfache Percussion-Instrumente aus recycelten Materialien und finden ihren gemeinsamen Rhythmus, indem sie auf den selbstgebauten Instrumenten spielen.
Step-by-Step Instructions:
1. Einführung (5 Min.): Erkläre den Zweck der Aktivität (Erkundung von Materialien und Texturen durch Klänge, Basteln mit Recyclingmaterialien, gemeinsames Musizieren).
2. Der Klang von Texturen (15 Min.): Zu Beginn der Aktivität werden den Teilnehmenden das Konzept, die Bedeutung und verschiedene Arten von Texturen vorgestellt. Texturen beziehen sich auf die wahrgenommene Beschaffenheit eines Objekts, die durch Sehen oder Berühren erlebt wird. Der*die Moderator*in erklärt den Unterschied zwischen visuellen Texturen (wie Farbanordnungen, Intensitäten und Pinselstrichqualitäten) und taktilen oder Oberflächentexturen (wie sich etwas anfühlt) und bespricht ihre Rolle in Kunst, Design und im Alltag. Anschließend beobachten und erkunden die Teilnehmenden verschiedene Materialien durch Berühren und beschreiben deren Texturen mit Adjektiven wie glatt, weich, rau, grob oder glasartig. Anschließend werden sie dazu eingeladen, zu erkunden, wie unterschiedliche Texturen verschiedene Klänge erzeugen können und wie diese Klänge genutzt werden können, um unterschiedliche Stimmungen auszudrücken. Jeder Teilnehmende demonstriert einen texturbezogenen Klang, und die Gruppe diskutiert die verwendeten Materialien, wie die Texturen auf uns wirken und wie wir sie kreativ nutzen können.
3. Basteln von Instrumenten aus Recyclingmaterial (60 Min.): Die Teilnehmenden werden in kleine Dreiergruppen aufgeteilt und haben die Aufgabe, einfache Percussion-Instrumente aus verschiedenen Texturen und Recyclingmaterialien zu basteln. Während jede*r Teilnehmende sein eigenes Instrument baut, arbeiten sie innerhalb ihrer Gruppe zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Der*die Moderator*in begleitet sie durch den gesamten Prozess – vom Brainstorming über den Entwurf bis hin zum Bau und der Dekoration – und fördert dabei stets Kreativität und Teamwork.
4. Präsentation und Jam-Session (60 Min.): In diesem Teil der Aktivität stellen die Teilnehmenden ihre Instrumente vor und demonstrieren die Klänge, die sie erzeugen. Sie werden ermutigt, ihren kreativen Prozess zu teilen, einschließlich der Frage, welche Materialien sie gewählt haben und warum. Sie reflektieren über die verwendeten Materialien und nehmen dabei die klanglichen Unterschiede wahr, die sich aus der Textur und der Spielweise des Instruments ergeben. Im Anschluss an die Präsentationen erkundet die gesamte Gruppe ihren gemeinsamen Klang und veranstaltet eine Jam-Session, bei der sie mit Rhythmen experimentiert und versucht, einen gemeinsamen Groove zu finden. Der*die Moderator*in nimmt die Einheit auf, um den einzigartigen musikalischen Ausdruck der Gruppe festzuhalten.
5. Reflexion und Auswertung (10 Min.): Am Ende der Aktivität versammelt sich die Gruppe im Kreis, um ihre Gedanken und Eindrücke auszutauschen. Der*die Moderator*in stellt Leitfragen, und die Teilnehmenden werden gebeten, die Hand zu heben, wenn sie etwas sagen möchten. Zum Abschluss leitet der*die Moderator*in eine letzte Runde, in der jeder Teilnehmende seine Erfahrung mit einem Wort zusammenfasst und/oder mitteilt, was er aus der Aktivität mitnimmt – was er gelernt hat oder als besonders bedeutsam empfand. Die Teilnehmenden können ihre Instrumente mit nach Hause nehmen oder für zukünftige Aktivitäten aufbewahren.
Reflexionsfragen:
- War das eine interessante Art, etwas über Klangfarben zu lernen?
- Was war der interessanteste Teil?
Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden, wie sie auf die Aufgabe reagieren und wie sie in Gruppen zusammenarbeiten. Sammle Feedback mündlich, über eine kurze Online-Umfrage oder mithilfe von Assoziationskarten.

Moderationstipps:
- Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
- Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
- Biete Teilnehmenden, die mit der Aufgabe Schwierigkeiten haben, zusätzliche Unterstützung an.
- Um sicherzustellen, dass alle Aspekte der Aktivität sicher und effektiv durchgeführt werden, wird empfohlen, dass mehr als ein Moderator die Einheit leitet.

Varianten und Anpassungen:
- Wenn es die Umstände zulassen, kannst du die Teilnehmenden auch bitten, eigene Recyclingmaterialien von zu Hause mitzubringen, um zur Aktivität beizutragen und ihr Verantwortungsbewusstsein sowie ihre Gedanken zum Thema Recycling zu vertiefen.
- Die Aktivität kann auf mehrere Tage (2–3) verteilt werden, um Ermüdung und Konzentrationsverlust zu vermeiden.
- Die Aktivität kann dazu beitragen, die Beziehungen zwischen den Teilnehmenden zu stärken – besonders wenn sie sich bereits kennen – und ihren Gruppenzusammenhalt zu fördern. Indem sie gemeinsam Musik machen und ihren gemeinsamen Rhythmus entdecken, entwickeln die Teilnehmenden eine stärkere Gruppenidentität und Verbundenheit.
- Die Aktivität kann besonders für Teilnehmende aus Kulturen ansprechend sein, in denen Musik – vor allem Trommeln und Klatschen – eine wichtige Rolle im Alltag spielt. Die Möglichkeit, auf strukturierte und kreative Weise „Lärm“ oder Musik zu machen, kann ihr Interesse besser wecken als traditionelle oder formale Unterrichtsmethoden und sie während der gesamten Aktivität aktiv einbinden.

Disclaimer:
- Es ist besondere Vorsicht geboten, um die Sicherheit zu gewährleisten, da die Teilnehmenden potenziell gefährliche Werkzeuge wie Hämmer und Nägel verwenden können.
Music and movement activities
Nothing found.

Contact
Iuliana Adriana PAVEL (project manager)
iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170
Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.
The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).
