Walkshop

Ein Walkshop ist eine Kombination aus Spaziergang und Workshop, die als pädagogische und kollaborative Methode im Freien, in städtischer oder natürlicher Umgebung, eingesetzt werden kann. Er verbindet körperliche Aktivität mit gezielter geistiger Auseinandersetzung, um neue Perspektiven zu eröffnen und ein tieferes Verständnis für ein Thema zu fördern. Die Teilnehmenden diskutieren das Thema, während sie sich auf einer vorgegebenen Route fortbewegen.
Die Teilnehmenden erhalten eine Karte der Gegend und eine Aufgabe, die mit dem Thema zusammenhängt. Sie haben genügend Zeit, um zum und durch das vorgesehene Gebiet zu laufen, während sie in kleineren Gruppen gemeinsam über die Aufgabe nachdenken. Nach dem Spaziergang erstellen sie gemeinsam eine „Fantasiekarte“ der Gegend, die sie im Rahmen der Aufgabe erkundet haben, und präsentieren sie den anderen Teilnehmenden. Nach jeder Kartenpräsentation findet eine moderierte Diskussion statt.

THEMA

Bedürfnisse von Einzelnen, Gruppen oder Gemeinschaften

SCHWIERIGKEIT

Mittel
Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

180

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (15 Min.): Erkläre den Teilnehmenden die Aktivität, verteile die Karten und Aufgaben und teile die Teilnehmenden in kleinere Gruppen von 4–5 Personen auf.

Jede Gruppe bekommt ein anderes Thema/eine andere Aufgabe und ein anderes Gebiet, das sie erkunden sollen und das auf der Karte markiert ist. Die Themen und Aufgaben können alles sein, was für euren Kontext wichtig und relevant ist. Zum Beispiel ist das Ziel einer Gruppe das Viertel, in dem ihr euch befindet, und das Thema ist Inklusion. Während sie durch das Gebiet laufen, sollen sie die Umgebung im Hinblick auf die Aufgabe und das Thema beobachten, die auf einem Handout erklärt oder über eine digitale Plattform verschickt werden. Stelle sicher, dass das Thema und die Aufgabe klar erklärt sind, und stelle einige Fragen bereit, die der Gruppe helfen, sich in das Thema zu vertiefen:

  • Inklusion in unserer Nachbarschaft erkunden
    Heute erkundet ihr eure Nachbarschaft durch die Brille der Inklusion.
    Inklusion bedeutet, am besten definiert, dass sich die Mitglieder eines Umfelds oder einer Gesellschaft wertgeschätzt, respektiert und einbezogen fühlen, egal welcher Hintergrund oder welche Identität sie haben. Sie haben die gleichen Chancen wie andere und werden nicht übersehen oder ausgeschlossen. Überlegt euch, was Inklusion für euch bedeutet. Beobachtet eure Umgebung auf eurem Weg und denkt dabei über folgende Fragen nach:

    • Inwiefern fördert diese Nachbarschaft die Inklusion verschiedener Menschen?
    • Fühlst du dich in dieser Umgebung einbezogen?
    • Stell dir vor, du bist eine Person, die sich im Rollstuhl fortbewegt oder die Landessprache nicht spricht. Welche Elemente kannst du beobachten, die dein Gefühl der Inklusion unterstützen oder nicht unterstützen?
    • Was müsste sich in dieser Nachbarschaft ändern, um eine inklusivere und angenehmere Umgebung zu schaffen, die Vielfalt wertschätzt?
    • Wie können wir die Idee der Inklusion in unserem Alltag unterstützen?
  • Erstellung einer Fantasiekarte
    Wenn ihr zum Arbeitsraum zurückkehrt, erstellt ihr eine Inklusions-Fantasiekarte (eine Karte eurer Nachbarschaft), die eure Beobachtungen und Antworten auf die Fragen veranschaulicht. Gestaltet eure Karte so, dass sie zeigt, wie diese Umgebung verbessert werden könnte, um die Inklusion verschiedener Menschen zu unterstützen. Stellt dar, was ihr in der Gegend bereits vorgefunden habt und wie ihr euch die Situation mit den vorgeschlagenen Verbesserungen vorstellt.

2. Erkundung der lokalen Gemeinschaft (60 Min.): Die Teilnehmenden machen einen Spaziergang durch das festgelegte Gebiet und die Route und erkunden gemeinsam das vorgegebene Thema und die Aufgabe. Sie können Notizen machen, Fotos schießen oder die Fragen einfach mündlich beantworten und über ihre Beobachtungen und Ideen sprechen.

3. Erstellung der Fantasiekarten (60 Min.): Die Teilnehmenden kehren in den Arbeitsraum zurück und erhalten genügend Zeit, das erkundete Gebiet als Fantasiekarte zu gestalten. Sie verwenden ein größeres Blatt Papier (Format A1, A2 oder A3) und nutzen verschiedene Malutensilien (Stifte, Farben, Collagen, sogar Dinge, die sie während des Spaziergangs gesammelt haben), um ihre Beobachtungen darzustellen.

4. Präsentation und Reflexion (45 Min.): Jede Gruppe präsentiert ihre Fantasiekarte und erläutert ihre Beobachtungen. Die anderen werden dazu ermutigt, über das Gesagte nachzudenken und darauf zu reagieren, was die Diskussion und ein tieferes Verständnis fördert.

Nachdem alle Gruppen ihre Karten vorgestellt haben, kann eine allgemeine Reflexion mit den folgenden Fragen durchgeführt werden:

  • Was hat dir an dieser Aktivität gefallen?
  • Wie war der Spaziergang – war er angenehm, anstrengend, aufschlussreich…?
  • Wie hat euch die Aufgabe geholfen, die Gegend aus einer neuen Perspektive zu sehen?
  • Habt ihr etwas Neues über euch selbst, andere und eure Gemeinschaft gelernt?

Wenn es die Zeit erlaubt und Interesse besteht, kann die Gruppe mögliche nächste Schritte erörtern, um bestimmte Probleme und Bedürfnisse anzugehen, die durch die Karten identifiziert wurden.

Moderationstipps:

  • Passe die Themen und Aufgaben an deinen Kontext und deine Zielgruppe an.
  • Wenn es die Zeit erlaubt, kannst du vor dem Spaziergang mit einer kurzen Diskussion über das Thema beginnen.
  • Du kannst die Teilnehmenden daran erinnern, während des Spaziergangs verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, wie zum Beispiel den Zustand des Weges, die Barrierefreiheit, die Ästhetik, die Sicherheit, das Mikroklima, die menschliche Maßstäbe, das Vorhandensein öffentlicher Einrichtungen sowie Orte für soziale Interaktion und Erholung.
  • Achte darauf, dass der Rahmen eine offene Diskussion zulässt und sich die Teilnehmenden sicher fühlen, ihre Gedanken zu äußern.

Variationen und Anpassungen:

  • Wenn du die Aktivität in einer Kleinstadt oder einem Dorf durchführst, können die Gruppen denselben festgelegten Bereich mit einem anderen Thema bzw. einer anderen Aufgabe bearbeiten.
  • Bei Interesse können die erstellten Karten in eine Ausstellung für die örtliche Gemeinde umgewandelt werden, um das Bewusstsein für ein bestimmtes Thema zu schärfen.

Disclaimer:

  • Berücksichtige die Wetterbedingungen. Achte darauf, dass sich die Teilnehmenden sicher durch die Nachbarschaft bewegen, und erinnere sie daran, auf den Verkehr zu achten und an gefährlichen Stellen vorsichtig zu sein.

Needs analysis activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).

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