Mixed-Media-Collage
Dieser Mixed-Media-Collagen-Workshop lädt die Teilnehmenden dazu ein, die Bedeutung von Inklusion durch kreativen Ausdruck mit Fotos, Zeichnungen, Zeitungen, Garn und recycelten Materialien zu erkunden. Durch Brainstorming, das Erstellen von Collagen und optionales Nähen setzen sich die Teilnehmenden mit Identität, Zugehörigkeit und Verbundenheit auseinander, während sie persönliche oder gemeinsame Kunstwerke schaffen. Die Aktivität fördert Selbstentfaltung, Dialog und Zusammenarbeit in einem inklusiven und barrierefreien Umfeld, in dem alle Formen der Teilnahme und Kreativität gleichermaßen geschätzt werden.


THEMA
Inklusion, Selbstentfaltung, kulturelle Identität

SCHWIERIGKEIT
Anfänger

GRUPPENGRÖßE
5-15
Teilnehmende

ALTER
15+

DAUER
90-120
Min.
Ziele
- Selbstentfaltung fördern
- Vielfalt wertschätzen
- Inklusion fördern
Material
- Ein Blatt Papier für die Collage, am besten ein dickeres A3-Blatt
- verschiedene ausgedruckte Fotos, in Farbe oder Schwarz-Weiß, eher abstrakt,
- Zeitungen, alte Zeitschriften, Flyer, Broschüren
- Schere,
- Kleber,
- Filzstifte und andere Malutensilien (Farben, Stifte, Pastellkreiden),
- Nadeln,
- Nähzeug,
- bunte Fäden
- ein paar Aufkleber
Überblick
Die Teilnehmenden erstellen eine Collage zum Thema Inklusion, indem sie die ihnen zur Verfügung stehenden Fotos mit Fäden und Filzstiften bearbeiten, Teile davon ausschneiden oder etwas hinzufügen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Einführung (10–15 Min.)
Stell das Thema kurz vor: Beginne mit einer kurzen Brainstorming-Einheit. Frag:
- Wisst ihr, was „Inklusion“ bedeutet?
- Welche Wörter oder Gedanken kommen euch in den Sinn, wenn ihr diesen Begriff hört?
Schreibe die Antworten auf ein Flipchart oder eine Tafel. Fasse nach ein paar Minuten zusammen und erkläre den Begriff: z. B.: „Inklusion bedeutet, dass jeder dazugehört und sich wertgeschätzt fühlt. Es geht darum, sicherzustellen, dass alle Menschen – unabhängig von ihrem Hintergrund, ihren Fähigkeiten oder ihren Unterschieden – gleiche Chancen haben, teilzunehmen und respektiert zu werden.“
2. Demonstration und Brainstorming (10–15 Min.)
- Zeige Beispiele für Collagenkunst, bei denen Mischtechniken und Faden zum Einsatz kommen.
- Ermutige die Teilnehmenden, ihre Identität, Erfahrungen und Hoffnungen auszudrücken.
Lass die Teilnehmenden die Materialien erkunden.
- Zeige, wie man sicher mit Schere, Nadel und Kleber umgeht.
- Zeige, wie man durch Papier näht oder sticht (optional für Interessierte).
Bitte die Teilnehmenden, ihre Collagenidee zu skizzieren oder zu brainstormen.
Anregende Fragen:
- Was gibt dir das Gefühl, dazuzugehören?
- Was sollst du anderen über dich vermitteln?
- Womit könnten deine Fäden verbunden sein? Mit Menschen, Ideen, Gefühlen?
3. Collage erstellen (30 Min.)
Lade die Teilnehmenden ein, mit der Gestaltung ihrer Collage zu beginnen. Die folgenden Hinweise können erwähnt werden, sind aber nicht zwingend erforderlich – vor allem, wenn du das Gefühl hast, dass die Teilnehmenden unsicher sind, wie sie anfangen sollen.
- Wähle Fotos, Zeitungsausschnitte oder Formen aus und schneide sie aus.
- Verwende Filzstifte, um auf die Fotos zu zeichnen oder zu schreiben.
- Nähe oder klebe Fäden an, um Elemente zu verbinden oder Bereiche hervorzuheben.
- Kombiniere Materialien, um Tiefe und Bedeutung zu schaffen.
- Biete bei Bedarf Hilfe beim Nähen oder Ausschneiden an.
4. Abschluss (20 Min.)
- Lade die Teilnehmenden ein, ihre Collage und die Geschichte dahinter vorzustellen.
- Ermutige zu respektvollem Zuhören und bestätigendem Feedback.
- Option: Gestalte eine gemeinsame Wand oder Galerie mit allen Collagen.

Nachbesprechung und Bewertung:
- Was hat dir beim Erstellen deiner Collage am besten gefallen?
- Gab es etwas, das dich beim Erstellen deines Kunstwerks überrascht hat?
- Hast du heute etwas Neues ausprobiert? Wie hat sich das angefühlt?
- Was sagt deine Collage über Inklusion aus?
- Gibt es einen Teil deiner Collage, der dir besonders wichtig ist? Warum?
- Inwiefern hat dir die Verwendung von Faden, Fotos oder Zeitungen dabei geholfen, deine Geschichte zu erzählen?
- Für die Variante, bei der ihr als Gruppe eine große Collage erstellt habt: Wie war es, die Collage im Team zu gestalten? War es einfach? War es schwierig?
- Wie habt ihr euch in eurer Gruppe darauf geeinigt, was ihr in eure Collage aufnehmen wolltet und was nicht?
Moderationstipps:
- Verwende inklusive Sprache und achte auf unterschiedliche Fähigkeiten.
- Biete Alternativen an (z. B. Kleber statt Nähen).
- Gib visuelle und mündliche Anweisungen.
- Teile die Teilnehmenden gegebenenfalls in Paare ein, damit sie sich gegenseitig unterstützen können.
- Feiere alle Ausdrucksformen – es gibt keine „falsche“ Art, eine Collage zu gestalten.
- Ermutige zur Selbstentfaltung und Eigenständigkeit – die Teilnehmenden sollten sich frei fühlen, das Thema Inklusion auf ihre eigene Weise zu interpretieren.
- Würdige alle Beiträge gleichermaßen.
- Übe keinen Druck aus, persönliche Geschichten zu erzählen oder das eigene Kunstwerk zu erklären, es sei denn, jemand bietet dies freiwillig an.
- Stelle sicher, dass alle Materialien und Werkzeuge für Teilnehmende mit körperlichen, sensorischen oder kognitiven Einschränkungen zugänglich sind.
- Schau regelmäßig nach, ob jemand Hilfe oder Anpassungen benötigt.
- Verwende klare, einfache Sprache und, wenn möglich, visuelle Hilfsmittel.

Variationen und Anpassungen:
- Die Teilnehmenden können in kleinen Gruppen, zu zweit oder einzeln arbeiten
- Die Themen können unterschiedlich sein, zum Beispiel: Zu zweit erzählen sich die Teilnehmenden etwas über sich selbst und jeder erstellt eine Collage für den anderen
- Es ist auch möglich, gemeinsam eine größere Collage zu erstellen, die zeigt, was Inklusion für die ganze Gruppe bedeutet. Das würde jedoch ein paar zusätzliche Schritte erfordern, wie zum Beispiel eine einleitende Diskussion zu moderieren, gemeinsame und weniger verbreitete Antworten zu sammeln und die Gruppe anschließend zu bitten, auszuwählen, auf welche sie sich konzentrieren möchte
- Biete für Menschen mit verschiedenen Behinderungen die Möglichkeit an, Papier zu zerreißen, anstatt es zu schneiden
- Biete Alternativen an (z. B. vorgeschnittene Formen, Kleber statt Nähen, mündliche Anweisungen neben visuellen Hilfen).
- Wenn die Teilnehmenden verschiedene Sprachen sprechen, ziehe den Einsatz von Übersetzungshilfsmitteln, visuellen Anleitungen oder gegenseitiger Unterstützung in Betracht.

Disclaimer:
Manche Bilder oder Themen können unbeabsichtigt schwierige Erinnerungen oder Emotionen auslösen. Sei darauf vorbereitet, Unterstützung anzubieten oder den Teilnehmenden zu ermöglichen, sich bei Bedarf zurückzuziehen.
Visual arts activities

Contact
Iuliana Adriana PAVEL (project manager)
iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170
Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.
The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).












