Gemeinsam Geschichten erzählen – Stop-Motion für Inklusion
Die Teilnehmenden entwerfen und produzieren gemeinsam einen Stop-Motion-Kurzfilm. Jede Gruppe entwickelt eine Kurzgeschichte zu einem gemeinsamen Thema, das von den Teilnehmenden ausgewählt wurde. Jeder trägt zu verschiedenen Teilen des Prozesses bei: Storyboard, Kulissenbau, Bewegung der Figuren, Dreharbeiten, Ton oder Erzählung. Der Schwerpunkt liegt auf Zusammenarbeit und Inklusion, nicht auf technischer Perfektion.


THEMA
Medien, Kreativität, interkulturelles Lernen

SCHWIERIGKEIT
Mittel – mit etwas Erfahrung in der Stop-Motion-Produktion

GRUPPENGRÖßE
5-15
Teilnehmende (die in kleinen Gruppen zu je 3–4 Personen arbeiten)

AGE
15+

DAUER
180-210
Minuten (kann auf mehrere Einheiten aufgeteilt werden)
Objectives
- Soziale Inklusion und den interkulturellen Dialog fördern
- Gemeinsames Geschichtenerzählen und kreativen Ausdruck fördern
- Teamarbeit und Gruppenzusammenhalt stärken
- Visuelle Kommunikation und Kreativität entwickeln
- Sicherstellen, dass jede Teilnehmende ihre Perspektive und ihre Stimme einbringt
Material
- LEGO, Bausteine, Figuren oder kleine Alltagsgegenstände
- Variante: Anstelle von realen Gegenständen können die Teilnehmenden Figuren und Hintergründe aus Papier zeichnen oder ausschneiden und dabei Filzstifte verwenden.
- Papier, Filzstifte, Storyboard-Vorlagen
- Smartphones/Tablets mit einer Stop-Motion-App (z. B. Stop Motion Studio)
- Stative oder Ständer für mehr Stabilität
- Computer und Projektor für die Vorführung
- Einfache Beleuchtung (Schreibtischlampen eignen sich gut)
Überblick
Die Teilnehmenden gestalten gemeinsam einen Stop-Motion-Film, entwickeln dabei eine gemeinsame Geschichte und wirken in allen Phasen mit, wodurch Teamarbeit, Kreativität und Inklusion gefördert werden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Aufwärmrunde (15 Minuten)
- Kurze Vorstellungsrunde: Jeder Teilnehmende nennt ihren Namen (falls nötig) und ein Wort, das für sie „Gemeinschaft“ oder „Zusammenleben“ bedeutet.
- Erkläre kurz, was Stop-Motion ist: z. B. „Stop-Motion ist eine Methode, ein Video zu erstellen, indem man viele Fotos von Objekten oder Zeichnungen macht und diese dann schnell nacheinander abspielt, sodass es so aussieht, als würden sie sich bewegen.“
- Zeige kurze Beispiele für Stop-Motion-Filme (z. B. LEGO- oder Papieranimationen), um die Teilnehmenden zu inspirieren. Auf YouTube findest du viele Beispiele.
- Betone, dass die Teilnehmenden LEGO, Bausteine, Figuren oder einfache Papierzeichnungen verwenden können, um ihre eigenen Animationen zu erstellen.
2. Entwicklung der Geschichte in kleinen Gruppen (60 Minuten)
- In Gruppen von 3–4 Personen entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam eine kurze Geschichte zu einem gewählten Thema, das alles sein kann, was mit „Gemeinschaft“ zu tun hat.
- Sie skizzieren die wichtigsten Szenen auf einer Storyboard-Vorlage (3–5 Schlüsselszenen reichen aus).
- Legt die benötigten Figuren (Objekte), Requisiten und Schauplätze fest.
- Die Gruppen bauen die Kulissen und Figuren mit LEGO/Objekten auf.
- Sie proben die Bewegungen der Figuren und testen die Kameraposition.
3. Stop-Motion-Dreharbeiten (40–50 Minuten)
- Die Gruppen animieren und nehmen ihre Geschichten Szene für Szene auf.
- Jede Teilnehmende übernimmt eine Rolle (Animieren, Fotografieren, Regie führen, Erzählen usw.).
- Der*die Moderator*in leistet technische Unterstützung und achtet auf die Zeit.
4. Schnitt (45–60 Minuten)
- Nach den Dreharbeiten sieht sich jede Gruppe ihre aufgenommenen Einzelbilder an und entscheidet, wie sie diese zu einem Kurzfilm zusammenfügen will.
- Die Teilnehmenden können einfache Bearbeitungs-Apps (z. B. Stop Motion Studio, iMovie, CapCut) nutzen, um das Timing anzupassen, Übergänge, Titel oder Hintergrundmusik hinzuzufügen.
- Ermutige sie, eine Erzählstimme oder Untertitel einzufügen, wenn sie die Botschaft sprachübergreifend verständlicher machen wollen.
- Der*die Moderator*in unterstützt den Prozess.
5. Vorführung & Austausch (20–30 Minuten)
- Die Gruppen präsentieren ihre fertigen Stop-Motion-Clips.
- Erste Vorführung: Die Teilnehmenden schauen schweigend zu.
- Zweite Vorführung: Die Filmemacher erklären, was sie ausdrücken wollten; die anderen teilen ihre Interpretationen mit.
- Lade das Publikum anschließend ein, zu reagieren: Es kann erzählen, was die Geschichte für sie bedeutet hat, den Filmemachern Fragen stellen oder über Ähnlichkeiten und Unterschiede zu den eigenen Erfahrungen nachdenken.
- Ermutige dazu, den Fokus eher auf Bedeutung und Gefühle als auf die technische Qualität zu legen.
6. Teilen über die Gruppe hinaus (optional)
- Wenn sich die Teilnehmenden dabei wohlfühlen, lade sie ein, ihre fertigen Stop-Motion-Filme in sozialen Medien oder auf Community-Plattformen zu teilen.
- Besprecht kurz, wie das öffentliche Teilen kreativer Arbeiten den Dialog fördern, das Bewusstsein schärfen und multikulturelle Perspektiven würdigen kann.

Nachbesprechung und Bewertung:
Fragen zur Reflexion:
- Wie war es, gemeinsam eine Geschichte zu entwickeln?
- Wie habt ihr euch über Rollen und Aufgaben geeinigt?
- Gab es Momente, in denen unterschiedliche Perspektiven in Einklang gebracht werden mussten? Wie habt ihr das gelöst?
- Was habt ihr aus den Perspektiven der anderen gelernt?
Abschluss:
- Jeder Teilnehmende nennt ein Wort, das ihre Erfahrung beschreibt.
Moderationstipps:
- Sorge dafür, dass jede*r Teilnehmende eine Rolle hat, auch wenn sie noch so klein ist.
- Leg mehr Wert auf Inklusion und Zusammenarbeit als auf technische Perfektion.
- Wenn es Meinungsverschiedenheiten über die Richtung der Geschichte gibt, betone, dass unterschiedliche Sichtweisen den fertigen Film bereichern können.
- Ermutige die Teilnehmenden, Metaphern und Symbole mithilfe von Gegenständen einzusetzen – Stop-Motion ist eine spielerische Art, tiefere Bedeutungen auszudrücken.

Variationen und Anpassungen:
- Der thematische Schwerpunkt kann an die Bedürfnisse der Gruppe angepasst werden, z. B. Umwelt, kulturelle Feste usw.
- Der Workshop kann über mehrere Tage verteilt werden, um ein komplexeres Ergebnis zu erzielen.
- Anstelle von LEGO können günstigere Materialien verwendet werden, wie z. B. buntes Papier, Karton oder Kleidung.
- Alternativ können die Objekte durch Personen ersetzt werden, die verschiedene Rollen übernehmen.
- Verwende größere Objekte oder vorgeschnittene Formen für Teilnehmende mit eingeschränkter Feinmotorik.
- Weise den Teilnehmenden je nach ihren Stärken verschiedene Rollen zu, z. B. Regie führen, Farben auswählen, Ideen für die Geschichte vorschlagen oder Objekte bewegen, während jemand anderes die Kamera bedient.
- Anstatt Objekte zu bewegen, können die Teilnehmenden Fotos, Zeichnungen, Ausschnitte oder Collagen verwenden, um eine Sequenz im Stop-Motion-Stil zu erstellen.
- Teilnehmende, die sich zwar bewegen können, aber möglicherweise Schwierigkeiten mit kleinen Objekten haben, können Rollen als „lebende Objekte“ in der Animation selbst darstellen.
Visual arts activities

Contact
Iuliana Adriana PAVEL (project manager)
iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170
Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.
The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).












