Mirror dance

Spiegeltanz

Die Methode bietet Raum, individuelle und kollektive Bewegung zu erkunden. Die Teilnehmenden machen Bewegungs- und Tanzübungen zu zweit und zu dritt, wobei der Schwerpunkt auf Improvisation und Selbstausdruck liegt. Durch einfache, aber fesselnde Aufgaben fördern die Aktivitäten das Körperbewusstsein gegenüber sich selbst und den anderen mithilfe von nonverbaler Sprache und Körperkontakt.

THEMA

Ausdruck durch Bewegung, Inklusion, Empathie

SCHWIERIGKEIT

Anfänger

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

90

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (5 Min.): Erkläre den Zweck der Aktivität (Tanzimprovisation, Selbstdarstellung, Vielfalt feiern).

2. Eisbrecher (20 Min.): Nutze je nach Bedarf 2–3 Einführungsaktivitäten (Namensspiel, Energizer, Aufwärmübung) aus dem Zusatzkapitel am Ende der Toolbox.

3. Spiegeltanz (25 Min.): Der*die Moderator*in bittet die Gruppe, mit verschiedenen Anweisungen (langsam, schnell, als ob der Boden brennt, aus Eis usw.) durch den Raum zu laufen. Anschließend lässt er sie eine kleine, sanfte individuelle Improvisationstanzsequenz machen. Wenn alle bereit sind, werden die Teilnehmenden in Paare aufgeteilt. Es können zwei einander gegenüberstehende Reihen gebildet werden, indem eine lustige Ja-oder-Nein-Frage gestellt wird (z. B. „Ananas auf Pizza – ja oder nein?“), sodass die Person, der du gegenüberstehst, dein Partner ist. Oder die Teilnehmenden können sich alle zu einem engen Kreis zusammenfinden, die Augen schließen und die Hände nach vorne strecken, um die Hände eines anderen zu berühren – die Person, deren Hand sie berührt haben, ist ihr Partner.

Wenn die Teilnehmerzahl ungerade ist, kann der*die Moderator*in mitmachen.

Die Paare werden gebeten, sich in die Augen zu schauen, ohne zu sprechen. Es wird sanfte Musik gespielt. Sie versuchen, die Gegenwart des anderen zu spüren, und obwohl sie lachen dürfen, sollten sie sich wirklich darauf konzentrieren, nicht zu sprechen – sondern sich nur anzuschauen (2–3 Minuten). Wenn sie sich wohlfühlen, können sie einen Schritt näher kommen, müssen dabei aber auf das Wohlbefinden der anderen Person achten. Der*die Moderator*in betont, wie wichtig Einverständnis ist und dass man auf die andere Person achtet, mit der man interagiert.

Dann erhalten sie Anweisungen zum Spiegeln: Eine Person leitet den Tanz, indem sie eine Bewegung macht, und die andere muss ihr folgen, als wäre sie ein Spiegel. Nach einer festgelegten Zeit tauschen sie die Rollen und machen mit derselben Anweisung weiter (jeweils 5–7 Minuten). An diesem Punkt können sie beginnen, sich im Raum zu bewegen. Die nächste Aufgabe besteht darin, einen Spiegelkontrast zu erzeugen. Wenn die führende Person beispielsweise eine langsame Bewegung macht, muss die andere sie schnell ausführen; wenn die führende Person eine Aufwärtsbewegung macht, geht die andere Person nach unten und so weiter. Das Ziel ist es, einen Kontrast oder eine entgegengesetzte Bewegung zum Partner zu finden. Nach 5 Minuten tauschen sie die Rollen. Am Ende erhalten die Paare die Aufgabe, sich so gemeinsam zu bewegen, dass sich die Spitzen ihrer Zeigefinger ständig berühren (ohne loszulassen), sofern sie sich dabei wohlfühlen. Sie improvisieren gemeinsam für 5–7 Minuten.

4. Die Puppe (25 Min.): Der*die Moderator*in beginnt damit, die Paare aufzulösen und die Gruppe zu bitten, sich frei im Raum zu bewegen. Während sie sich bewegen, gibt der*die Moderator*in einfache Anweisungen wie: „Stopp“, „Los“, „Klatsch“ und „Spring“. Nach einer Weile wird die Bedeutung der Befehle umgekehrt – „Stopp“ bedeutet nun „Los“ und umgekehrt; dann bedeutet „Klatsch“ „Spring“ und „Spring“ bedeutet „Klatsch“. Diese spielerische Verwirrung steigert die Konzentration und fesselt die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden. Als Nächstes führt der*die Moderator*in neue Bewegungsanweisungen ein, wie zum Beispiel: „Beweg dich so, als würde dein linker Ellbogen die Führung übernehmen“, „Beweg dich aus dem rechten Knie heraus“ oder „Lass dich von deinem Scheitel leiten“. Nach ein paar Runden beendet der*die Moderator*in die Aktivität und bittet die Teilnehmenden, mit den Personen in ihrer unmittelbaren Nähe Dreiergruppen zu bilden. In jedem Trio wird eine Person zur „Puppe“, während die anderen beiden als Anleiter fungieren und nonverbale Anweisungen geben, indem sie sanft Teile des Körpers der Puppe berühren (z. B. Ellbogen, Kopf, Knie, Arm, Rücken). Die Puppe reagiert darauf, indem sie eine Bewegung auslöst, die an der berührten Stelle beginnt, und lässt die Bewegung sich aus diesem Impuls heraus natürlich entfalten. Nach 5–7 Minuten werden die Rollen getauscht, sodass jede Teilnehmende die Chance hat, die Puppe zu sein.

Eine einfache Variante besteht darin, dass eine Person im Trio die Bewegung anführt und die anderen folgen, wobei die Rollen nach Belieben in Runden gewechselt werden.

Zum Abschluss der Aktivität können sich alle Trios frei bewegen, gemeinsam improvisieren und sich durch den gesamten Raum bewegen.

5. Reflexion (15 Min.): Die Teilnehmenden sitzen gemeinsam im Kreis und nehmen sich Zeit, über die gemeinsame Erfahrung nachzudenken. Dabei besprechen sie, wie sie sich während der Aktivität gefühlt haben und was sie daraus mitnehmen.

Fragen zur Reflexion:

  • Wie hast du dich gefühlt, als ihr euch gemeinsam bewegt habt? War es schön, unangenehm, neu …?
  • Was hast du durch die Bewegung über dich selbst und andere gelernt?

Wenn genügend Zeit vorhanden ist, empfiehlt es sich, nach jeder Aktivität eine kurze Reflexion durchzuführen.

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden sowie die Art und Weise, wie sie sich bei jeder Aktivität bewegen und aufeinander reagieren. Sammle Feedback mündlich, über eine kurze Umfrage oder mithilfe von Assoziationskarten.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre. Erinnere die Teilnehmenden daran, dass jede Art von Körperausdruck und Bewegung willkommen ist.
  • Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen, und biete bei Bedarf zusätzliche Aufwärm- oder Erdungsübungen an.
  • Achte auf die Empfindlichkeiten der Teilnehmenden – zwinge niemanden dazu, mehr mitzumachen oder sich mehr zu bewegen, als ihm angenehm ist.
  • Erinnere die Teilnehmenden daran, dass es beim Tanzen nicht um perfekte Bewegungen geht, sondern um Selbstfindung und eine besondere Begegnung mit anderen durch nonverbale Körperkommunikation.
  • Biete Teilnehmenden, denen die Bewegung vielleicht schwerfällt, zusätzliche Unterstützung an.

Variationen und Anpassungen:

  • Wenn du den Workshop mit Teilnehmenden durchführst, die körperliche Einschränkungen haben, sorge für zusätzliche Unterstützung – zum Beispiel zusätzliche Stühle für diejenigen, denen das Stehen schwerfällt.
  • Erlaube schüchternen oder ängstlichen Teilnehmenden, die ersten paar Runden zunächst nur zu beobachten oder mit kleineren Bewegungen einzusteigen, bei denen sie sich sicher fühlen. Die Teilnahme sollte immer freiwillig sein und das persönliche Wohlbefinden respektieren.
  • Für Gruppen, denen körperlicher Kontakt unangenehm ist, biete Alternativen an, wie zum Beispiel das Spiegeln aus der Entfernung oder das Ausführen von Bewegungen zu zweit nebeneinander statt gegenüber.

Music and movement activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).


Move the feeling

Gefühle bewegen

Die Übung regt die Teilnehmenden dazu an, sich zu bewegen, zu tanzen und auf die Bedürfnisse ihres Körpers einzustimmen. Sie fördert das Erkennen und Akzeptieren sowohl angenehmer als auch unangenehmer Emotionen und stärkt das Bewusstsein für körperliche Empfindungen durch Bewegungen allein, zu zweit und in der Gruppe. Ein zentrales Element der Übung ist die Betonung der Einwilligung – einschließlich nonverbaler Formen, diese zu geben und zu empfangen – sowie die Achtsamkeit und das Eingehen auf die Person, mit der man interagiert. Im Anschluss an den Tanzteil findet eine Gruppendiskussion statt, um den Teilnehmenden zu helfen, ihre Erfahrungen zu reflektieren und zu verarbeiten.

THEMA

Persönlichkeitsentwicklung durch Bewegung und Tanz

SCHWIERIGKEIT

Mittel

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

90

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (5 Min.): Erkläre den Zweck der Aktivität (Bewegungs- und Tanzausdruck, Körperwahrnehmung und nonverbale Kommunikation).

2. Das Eis brechen (15 Min.): Es ist wirklich wichtig, dass die Teilnehmenden ihren Körper bekommen und eine Verbindung zur Bewegung herstellen, bevor die nächste Aktivität beginnt. Nutze je nach Bedarf 1–2 Einführungsaktivitäten (Namensspiel, Energizer, Grounding) aus dem zusätzlichen Kapitel am Ende der Toolbox. Bitte die Teilnehmenden zum Beispiel, sich im Raum zu bewegen und dabei verschiedene Anweisungen zu befolgen, wie: Geh so, als müsstest du den Bus erwischen, geh so, als hättest du im Lotto gewonnen, geh so, als wärst du auf dem Mond/der Boden stünde in Flammen/wäre aus Eis.

3. Verbindung und Aufwärmen (25 Min.): Die Teilnehmenden stellen sich im Kreis auf und halten sich an den Händen (überprüfe unbedingt, ob sich alle dabei wohlfühlen). Der*die Moderator*in gibt ein Signal (ein Händedrücken), das durch den Kreis wandert. Der*die Moderator*in wechselt die Richtung und sendet das Signal irgendwann in beide Richtungen gleichzeitig.

Anschließend leitet der*die Moderator*in einen Body-Scan und einige Aufwärmübungen an. Die Teilnehmenden werden gebeten, sich auf ihre Atmung und die Empfindungen in ihrem Körper zu konzentrieren, jeden Körperteil von Kopf bis Fuß zu scannen und zu entspannen. Hier sollten sie dazu angeregt werden, sich des Kontakts zum Boden, zum Raum und zu den anderen Teilnehmenden bewusster zu werden. Das Aufwärmen kann ganz einfach und sanft sein, indem man mit den Hauptgelenken (Nacken, Schultern, Becken, Knie und Knöchel) Kreise macht. Anschließend werden die Teilnehmenden dazu eingeladen, sich weiterhin frei zu bewegen, wie es ihnen gefällt – zunächst an ihrem Platz und dann im Raum herum –, während der*die Moderator*in die Musik lauter stellt.

4. Bewegung und Emotionen (30 Min.): Diese Einheit schließt fließend an die vorherige an. Zu Musik, die die Moderator*innen im Voraus* vorbereitet haben, wird die Gruppe angeleitet, auf folgende Weise Paare zu bilden.

*Wähle Lieder und Kompositionen, die relativ neutral sind, aber verschiedene Stimmungen und Emotionen hervorrufen können – wie klassische, ethnische, instrumentale oder atmosphärische Musik.

Die Teilnehmenden laufen im Raum umher, während im Hintergrund Musik spielt. Sie werden angeleitet, sich ihres Körpers, ihrer Muskeln und ihrer Körperempfindungen bewusst zu werden. Sie werden ermutigt, zu beobachten, wie sich ihr Körper bewegen möchte, und diesem Instinkt zu folgen. Nach einer Weile werden sie dazu eingeladen, Kontakt zu anderen in der Gruppe aufzunehmen und die Energie im Raum wahrzunehmen. An einem bestimmten Punkt bleiben sie stehen und suchen die Person, die ihnen am nächsten ist, um Paare zu bilden. In diesen Paaren werden sie, angeleitet von der Stimme des*der Moderator*in, gebeten, sich zu bewegen, um verschiedene Gefühle auszudrücken, zum Beispiel: glücklich, nervös, gereizt, aufgeregt, schockiert, ängstlich, überrascht, wütend, verliebt, freundschaftlich (jedes Gefühl sollte mindestens 3 Minuten dauern). Sie versuchen, ihre Bewegungen mit denen ihres Partners abzustimmen, dabei zu spüren, wer in welchem Moment führt und wer folgt, und diese Rollen ständig zu tauschen. Dann sucht sich jedes Paar ein anderes Paar und bildet eine Vierergruppe, um mit derselben Aufgabe und anderen Emotionen (Traurigkeit, Aufregung, Glück…) fortzufahren. Am Ende schließen sich alle Gruppen zu einer großen Gruppe im Kreis zusammen und tanzen, um weitere Emotionen auszudrücken (z. B. Dankbarkeit, Ruhe). Nach dem Tanz in der großen Gruppe werden die Teilnehmenden dazu eingeladen, sich wieder auf sich selbst zu konzentrieren und darauf zu achten, wie sich ihr Körper bewegen möchte. Sie werden angeleitet, sich von den Emotionen zu lösen, die sie durch den Tanz ausgedrückt haben, und sich auf ihre Atmung zu konzentrieren. Um aus der Rolle herauszukommen und sich wieder zu zentrieren, werden sie dazu eingeladen, die Gefühle, die sie gerade erlebt haben, durch Bewegung abzuschütteln.

5. Reflexion und Auswertung (15 Min.): Nach der Übung setzen sich die Teilnehmenden in einen großen Kreis und reflektieren kurz, wie sie sich fühlen und wie die Übung für sie war. Die Gruppe bespricht Emotionen und deren Funktion.

Reflexionsfragen:

  • Wie war diese Erfahrung für dich?
  • Wie hast du dich gefühlt, als du allein, zu zweit und in einer großen Gruppe getanzt hast?
  • War es für dich leicht oder schwer, die Aufgaben zu erledigen? War es einfacher, bestimmte Emotionen auszudrücken?
  • Hast du während der Aktivitäten etwas Neues über dich selbst und andere gelernt?

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden, wie sie auf die Aufgabe reagieren und wie sie in Gruppen zusammenarbeiten. Sammle Feedback mündlich, über eine kurze Umfrage oder mithilfe von Assoziationskarten.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
  • Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
  • Der Raum sollte sicher (frei von scharfen Kanten) und groß genug sein, um uneingeschränkte Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Der Boden sollte nicht rutschig sein.
  • Ein angemessenes Aufwärmprogramm ist unerlässlich, um Verletzungen vorzubeugen und den Teilnehmenden zu helfen, zueinander zu finden.

Varianten und Anpassungen:

  • Die Varianten der Aktivität hängen von der Größe und dem Alter der Gruppe ab – es können weitere Spiele hinzugefügt, mehr Emotionen erkundet oder der Fokus ausschließlich auf positive Emotionen gelegt werden und so weiter.
  • Bei Gruppen, die mit dem Ausdruck von Emotionen noch nicht vertraut sind, kannst du abstrakte Emotionen durch einfachere Anweisungen wie „Beweg dich, als ob es regnen würde“ oder „Beweg dich, als ob du gerade tolle Neuigkeiten erhalten hättest“ ersetzen, um ihnen den Einstieg zu erleichtern.
  • Wenn die Gruppe besonders schüchtern ist, solltest du in Erwägung ziehen, die Aktivität mit nonverbalen Spielen oder Spiegelungsaufgaben zu beginnen, damit sie sich wohler fühlen.

Disclaimer:

  • Es besteht die Gefahr, dass das Ausleben von Emotionen vergangene traumatische Erlebnisse auslösen kann. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die Übung mit einer Gruppe von Jugendlichen durchzuführen, zu denen bereits ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wurde.
  • Die Übung sollte von zwei Personen (vorzugsweise sollte eine davon Psycholog*in sein) als Moderator*innen geleitet werden, um bei Bedarf zusätzliche individuelle Unterstützung bieten zu können.

Music and movement activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).


Moving clay

Ton in Bewegung

Diese Methode verbindet musikalische Improvisation mit bildender Kunst und nutzt dabei für beide Bereiche ungewöhnliche Materialien. Die Teilnehmenden gestalten gemeinsam, indem sie mit Alltagsgegenständen Klänge erzeugen und mit ihren Händen auf taktilen Materialien wie Ton, Schleim, Holzkohle und Samen malen. Die Aktivitäten betonen die Verspieltheit und Offenheit des künstlerischen Schaffens und legen den Schwerpunkt eher auf den Prozess und den Gruppenzusammenhalt als auf das Ergebnis.

THEMA

Künstlerischer Ausdruck, gemeinsames Schaffen, musikalisches Experimentieren, taktiles Lernen

SCHWIERIGKEIT

Mittel

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

60

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (10 Min.): Der*die Moderator*in begrüßt die Teilnehmenden und erklärt die Workshop-Aktivitäten (Musik, Bewegung und Gestalten mit unkonventionellen Materialien).

2. Musik machen (10 Min.): Die Teilnehmenden werden gebeten, im Raum einen Gegenstand zu suchen, mit dem sie Geräusche erzeugen können. Sie probieren gemeinsam verschiedene Möglichkeiten aus, mit ihrem Gegenstand Töne zu erzeugen, und experimentieren dabei mit Rhythmen, Lautstärke usw.

3. Musik und taktiles Zeichnen (30 Min.): Nun werden die Teilnehmenden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe macht weiter mit dem Musizieren, während die andere sich um ein leeres Blatt Papier versammelt, einige „unkonventionelle“ Materialien (Ton, Schleim, Erde, Samen) erhält und dazu eingeladen wird, mit den Händen zu zeichnen, indem sie die Materialien im Rhythmus und Fluss der Musik auf das Papier spritzt. Nach 10–15 Minuten tauschen die Gruppen die Rollen. Die Gruppe, die gezeichnet hat, nimmt sich ein paar Minuten Zeit, um sich die Hände zu waschen, während die andere Gruppe ein neues, leeres Blatt Papier erhält. Die Aktivität wird wie zuvor wiederholt.

4. Reflexion und Auswertung (10 Min.): Der*die Moderator*in fasst die Übung zusammen und lädt die Gruppe ein, ihre beiden Kreationen zu betrachten. Die Teilnehmenden erzählen, wie sie die Aktivität empfunden haben, was ihnen gefallen hat/nicht gefallen hat und wie sie sich fühlen. Das Kunstwerk kann in kleinere Stücke geschnitten und an der Wand ausgestellt werden, oder es kann irgendwo im Freien in die Erde gesät werden, da alle Materialien natürlich sind und die Samen keimen und zu einer Pflanze wachsen könnten (sofern ein Garten zur Verfügung steht und es die richtige Jahreszeit ist).

Fragen zur Reflexion:

  • Wie hat dir der Workshop gefallen?
  • War es schwierig, Musik zu machen und dazu mit den Händen zu zeichnen?
  • Welcher Teil hat dir am besten gefallen?

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden, wie sie auf die Aufgabe reagieren und wie sie in Gruppen zusammenarbeiten. Sammle mündliches Feedback.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
  • Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
  • Biete Teilnehmenden, die mit der Aufgabe Schwierigkeiten haben, zusätzliche Unterstützung an.
  • Bereite die Materialien im Voraus vor. Mische den Schleim oder den Naturkleber mit verschiedenen Lebensmittelfarben, um eine vielfältigere Farbpalette zu bekommen.
  • Lege eine Schutzfolie auf den Boden und stelle den Teilnehmenden Schürzen zur Verfügung, um ihre Kleidung zu schützen.

Varianten und Anpassungen:

  • Diese Aktivität kann auch mit herkömmlichen Malutensilien durchgeführt werden, falls Ton, Erde, Naturleim und Lebensmittelfarben nicht zur Verfügung stehen.
  • Wenn möglich, können einfache Percussion-Instrumente wie Triangel und Shaker eingesetzt werden.
  • Die Aktivität eignet sich für einen Außenbereich wie einen Garten oder Hof.
  • Bei einer großen Gruppe teile die Teilnehmenden in mehr als zwei Gruppen auf, damit jeder Platz hat und sich einbezogen fühlt.
  • Die Aktivität ist besonders ansprechend für Teilnehmende mit Entwicklungs- oder Lernbeeinträchtigungen, da sie nicht nur die Entwicklung kreativer Fähigkeiten fördert, sondern auch die soziale Interaktion und das Selbstvertrauen stärkt – Ergebnisse, die für Menschen mit Entwicklungsherausforderungen besonders wertvoll sind. Taktile Stimulation und freies Experimentieren mit Klang- und Bildkunst können sehr bereichernd sein, vorausgesetzt, sie sind auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Teilnehmenden abgestimmt.
  • Die Aktivität kann für junge Menschen mit Sehbehinderung ansprechend sein, da sie auf taktiler Wahrnehmung und Klang basiert.
  • Die Unterrichtsstrategien sollten taktile und visuelle Lernformen in den Vordergrund stellen, indem sie praktische Aktivitäten mit klaren, einfachen Schritten und einheitlichen Abläufen beinhalten. Die Moderator*innen werden ermutigt, inklusive pädagogische Techniken wie Vorzeigen, Wiederholung und visuelle Unterstützung einzusetzen, um das Lernen zu fördern und eine sinnvolle Teilnahme für alle zu gewährleisten.

Music and movement activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).


Sound = movement = drawing

Klang = Bewegung = Bild

Die Teilnehmenden erstellen gemeinsam eine abstrakte Zeichnung, die von Musik und Bewegung inspiriert ist, und nutzen dabei spontan entwickelte „Zeichnungsmechanismen“. Die Linien in der Zeichnung dienen als visuelle Dokumentation der Bewegung – wie eine Verlängerung des Körpers –, die vom Rhythmus der Musik und der Klänge geprägt wird.

THEMA

Gemeinsames Gestalten, Teambildung, Inklusion, Synästhesie

SCHWIERIGKEIT

Kann je nach Teilnehmenden angepasst werden

GRUPPENGRÖßE

10-15

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

Mindestens 60 Minuten (kann je nach Kontext auf 90 Minuten verlängert werden)

Ziele

  • Fördere Kreativität, Spontaneität und Experimentierfreude
  • Entwickle durch gemeinsames Schaffen ein Gefühl der Zusammenarbeit
  • Schaffe ein Gefühl der Eigenverantwortung
  • Feiere Vielfalt und Inklusion
  • Verbinde verschiedene Kunstformen, um verschiedene Sinne miteinander zu verknüpfen (Synästhesie)


Material

  • Ein großes Blatt Papier (mindestens 1 Meter breit und 3–4 Meter lang) aus festerem Material, alternativ ein weißer Stoff.
  • Eine Musik-Playlist und ein Abspielgerät (zum Beispiel ein Handy und tragbare Bluetooth-Lautsprecher).
  • Zeichengeräte (Stifte und Bleistifte, Filzstifte, Kohle, Tinte, Pinsel und Farbe…).
  • Verschiedene Hilfsmittel und Gegenstände, um „Zeichnungsmechanismen“ zu basteln (Stöcke, Regenschirme, Küchenutensilien, Klebeband, Stoffschnur).


Überblick

Die Teilnehmenden erstellen gemeinsam eine abstrakte Zeichnung, die von Musik und Bewegung inspiriert ist, und nutzen dabei spontan entwickelte „Zeichnungsmechanismen“. Die Linien in der Zeichnung dienen als visuelle Dokumentation der Bewegung – wie eine Verlängerung des Körpers –, die vom Rhythmus der Musik und der Klänge geprägt wird.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (10 Min.): Richte den Raum ein und bereite die Materialien vor. Erkläre den Zweck der Aktivität (Ausdruck, Zusammenarbeit, Inklusion, synästhetische Erfahrung und Erkundung). Mach ein Namensspiel als Eisbrecher oder eine „Kennenlern“-Aktivität, falls die Teilnehmenden sich noch nicht kennen. Teile die Teilnehmenden in kleinere Gruppen ein.

Erläutere die Regeln:

  • Arbeitet in kleineren Gruppen.
  • Bewegt euch und zeichnet zu der Musik. Verzichtet auf figurative Darstellungen, sondern betrachtet die Linien als „Bewegung auf Papier“.
  • Verwendet zum Zeichnen nur die nicht-dominante Hand oder andere Körperteile.
  • Vermeidet es, auf dem Papier zu laufen. Ihr dürft nur barfuß auf dem Papier laufen und nur, wenn ihr mit den Füßen zeichnet.

Im zweiten Teil:

  • Verwendet die bereitgestellten Hilfsmittel und Gegenstände, um einen „Zeichnungsmechanismus“ zusammenzubauen.

2. Materialvorbereitung und Demonstration (5 Min.): Verteile die Materialien. Zeige, wie man verschiedene Körperteile (außer der dominanten Hand) einsetzt, indem ihr in den kleinen Gruppen gemeinsam Zeichenutensilien an Füßen, Ellbogen, Fingern usw. befestigt.

3. Zeichnung erstellen (mindestens 30 Min.): Die Teilnehmenden erstellen gemeinsam eine abstrakte Zeichnung und halten sich dabei an die festgelegten Regeln. Der*die Moderator*in führt nach und nach neue Aufgaben und Variationen ein. Der Musikrhythmus wird regelmäßig geändert, um die Bewegung und die Zeichendynamik zu beeinflussen. In der zweiten Hälfte wird die Aufgabe, „Zeichnungsmechanismen“ zu erstellen, vorgestellt und vorgeführt.

4. Reflexion und Auswertung (15 Min.): Die Teilnehmenden treten einen Schritt zurück, um die Zeichnung zu betrachten, die ihr gemeinsames Kunstwerk darstellt. Sie tauschen ihre Gedanken und Eindrücke zum Prozess und zum Ergebnis aus. 

Das fertige experimentelle Gemeinschaftswerk kann in einem gemeinsamen Raum, in dem die Gruppe Zeit miteinander verbringt, oder an einem öffentlichen Ort ausgestellt werden. Alternativ kann es in kleinere Stücke zerschnitten werden, um in dieser Form ausgestellt zu werden, oder den Teilnehmenden als Andenken und Erinnerung an das Erlebnis mitgegeben werden.

Reflexionsfragen:

  • Wie hast du dich beim Erstellen der Zeichnung gefühlt?
  • Was war der schwierigste Teil und wie hast du ihn gemeistert?
  • Was hast du durch diesen Prozess über dich selbst und andere gelernt?

Beobachte zur Auswertung das Engagement der Teilnehmenden und ihre Bereitschaft zum Austausch, wie sie auf die Aufgabe reagieren und wie sie in Gruppen zusammenarbeiten. Sammle Feedback mündlich oder über eine kurze Umfrage.

Moderationstipps:

  • Gib klare Anweisungen, stelle einige Regeln auf und zeige es zuerst vor.
  • Beobachte die Stimmung in der Gruppe. Füge bei Bedarf Aufgaben hinzu.
  • Passe die Aktivität an die spezifischen Bedürfnisse der Gruppe an.
  • Biete Teilnehmenden, denen der Selbstausdruck schwerfällt, zusätzliche Unterstützung an.
  • Es ist wichtig, einen sicheren und mutigen Raum zu schaffen, indem du gegenseitigen Respekt, Offenheit und Inklusivität förderst. Ermutige die Teilnehmenden, auf das Wohlbefinden der anderen zu achten und bei allen Interaktionen auf Sicherheit und Einverständnis zu achten. Schaffe eine Atmosphäre, in der sich jeder wohlfühlt, sich auszudrücken, und in der gleichzeitig persönliche Grenzen respektiert werden.
  • Ermutige die Teilnehmenden, sich auf das Erkunden und Experimentieren im künstlerischen Ausdruck einzulassen, und betone, dass es kein Richtig oder Falsch gibt. Lade sie ein, Selbstkritik loszulassen, offen für den Prozess zu bleiben und die Erfahrung zu genießen. Und vor allem: Erinnere sie daran, Spaß zu haben!

Varianten und Anpassungen:

  • Die Dauer der Aktivität kann je nach Zeitrahmen und Anzahl der Teilnehmenden verlängert werden. Die Papiergröße sollte an die Raumgröße sowie an die Anzahl und Art der Teilnehmenden angepasst werden. Die Aktivität kann als öffentliche oder geschlossene Veranstaltung durchgeführt werden.
  • Die Aktivität kann sich um ein Thema drehen, das für den aktuellen Kontext der Gruppe relevant ist. In einer Klasse, die kurz vor dem Schulabschluss steht, kann die Aktivität beispielsweise als kreative Reflexion über ihre gemeinsamen Erfahrungen dienen. Sie lässt sich so anpassen, dass eine von den Teilnehmenden erstellte Musik-Playlist, die ihre Schulzeit widerspiegelt, als Grundlage für den Zeichen-Teil dient, sowie ein Einführungsteil, in dem die Teilnehmenden Geschichten, Erinnerungen und Anekdoten aus ihrer gemeinsamen Schulzeit austauschen.
  • Es ist wichtig, die Gruppendynamik genau zu beobachten und flexibel zu bleiben, besonders bei der Arbeit mit besonders schutzbedürftigen Gruppen. Der*die Moderator*in sollte die Aktivität an die spezifischen Bedürfnisse, Fähigkeiten und das Engagement der Teilnehmenden anpassen und den Schwierigkeitsgrad nach Bedarf anpassen. Bestimmte Elemente – wie das Zeichnen mit der nicht-dominanten Hand, die Nutzung anderer Körperteile und Hilfsmittel oder das Erstellen einer Gruppenzeichnung – können beispielsweise weggelassen werden, wenn sie der Gruppe zu schwierig oder unangenehm erscheinen.
  • Wenn es den Teilnehmenden schwerfällt, auf Papier auf dem Boden zu zeichnen, stelle einen großen Tisch bereit (oder schiebe mehrere Tische zusammen), damit sie im Sitzen zeichnen können.

  • Für fortgeschrittene Gruppen oder wenn es die Zeit erlaubt, kann die Hintergrundmusik durch die Dirigentenübung ersetzt werden. Dazu müssen die Teilnehmenden in zwei Gruppen aufgeteilt werden – eine fungiert als Chor, die andere zeichnet. Der Chor erzeugt Töne (jeder Teilnehmende wählt seinen eigenen) nach den Anweisungen des Dirigenten. Nach einer Weile tauschen die Gruppen die Rollen. Für diese Variante sind zwei Moderator*innen erforderlich.
  • Bei der Arbeit mit Teilnehmenden mit Entwicklungsstörungen ist es wichtig, die Workshop-Struktur zu vereinfachen, um Barrierefreiheit und Inklusion zu gewährleisten. Das Einbauen kleinerer vorbereitender Aufgaben vor der Zeichenaktivität – wie Aufwärmübungen, Bewegungsübungen in der Gruppe, Klatschrhythmen, Musik hören oder sich Farben vorstellen – kann den Teilnehmenden helfen, sich wohler zu fühlen und sich allmählich in den kreativen Prozess einzufinden.

Disclaimer:

  • Wenn du diese Aktivität mit einer Gruppe von Jugendlichen durchführst, mit denen du nicht regelmäßig arbeitest und die besondere Bedürfnisse haben, bekommst du vorab Informationen von den Jugendarbeiter*innen/Sozialarbeiter*innen, die regelmäßig mit ihnen arbeiten, über ihre spezifischen Bedürfnisse, um die Aktivität entsprechend anzupassen

Music and movement activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

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A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).


Dancing words

Tanzende Worte

Die Teilnehmenden werden zu einer Visualisierungsübung angeleitet, die auf einem bestimmten Thema oder einer Frage im Zusammenhang mit einem gesellschaftlichen Thema (wie Gleichberechtigung, Inklusion, Nachhaltigkeit) basiert. Darauf aufbauend üben sie sich im „Flow Writing“ und entwickeln anschließend eine Tanzimprovisation, die sich auf den Text aus der vorherigen Aufgabe bezieht. Diese Methode verbindet Bewegung und Schreiben, was dazu führt, dass Ideen und Emotionen verkörpert werden und eine Diskussion über gesellschaftliche Themen angeregt wird.

THEMA

Selbstverwirklichung, persönliche Entwicklung, gesellschaftliche Themen, Inklusion

SCHWIERIGKEIT

Mittel

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

110

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (5 Min.): Erläutere den Zweck der Aktivität (Tanzimprovisation, Selbstausdruck, Menschenrechte, Beziehung zwischen dem Selbst und der Gesellschaft).

2. Das Eis brechen (25 Min.): Wenn sich die Gruppe zum ersten Mal trifft oder aus unterschiedlichen Teilnehmenden besteht, beginne mit einer vorbereitenden Aktivität wie einem Namensspiel. Es ist auch wichtig, einen Body Scan, eine Grounding-Übung oder ein Aufwärmprogramm einzubauen, damit sich die Teilnehmenden entspannen und mit ihrem Körper und dem Boden verbinden können, um zu atmen und alle Sorgen loszulassen. Du kannst je nach Bedarf auch 1–2 Einführungsaktivitäten aus dem zusätzlichen Kapitel am Ende der Toolbox verwenden.

3. Visualisierung und Flow-Writing (30 Min.): Die Teilnehmenden werden gebeten, sich einen Platz im Raum zu suchen und eine bequeme Position einzunehmen (sie können sitzen, sich auf den Boden legen, sollten aber eine entspannte Körperhaltung einnehmen). Der*die Moderator*in leitet dann eine Visualisierungsübung an, bei der man sich beispielsweise einen glücklichen Ort in der Natur oder eine ideale Stadt/Gemeinschaft/Welt vorstellt, je nach Thema oder Frage (z. B. „Wie würde eine Welt mit vollständiger Gleichberechtigung/Inklusion/Nachhaltigkeit aussehen?“). Die Teilnehmenden visualisieren dies mit allen Sinnen in ihrer Vorstellung und verbinden sich dabei mit ihren Gefühlen („Wie fühlst du dich an diesem Ort/in dieser Welt? Welche Texturen/Farben/Formen siehst du? Was sind die Geräusche, die Gerüche?“). Anschließend werden sie eingeladen, in die Gegenwart zurückzukehren, aber die Visualisierung im Hinterkopf zu behalten. Der*die Moderator*in verteilt Papier und Stifte und lädt die Teilnehmenden ein, sich auf „Flow-Writing“ einzulassen, das sich auf ihre Visualisierung bezieht. Das heißt, sie können ihren Gedankenfluss frei niederschreiben, ohne sich allzu viele Gedanken darüber zu machen, ob der Text zusammenhängend oder strukturiert ist. Wichtig ist, dass sie versuchen, sich zu entspannen und ihre Gedanken und Gefühle so frei wie möglich aufzuschreiben, ohne zu urteilen, und sich einfach vom Fluss leiten zu lassen. Sie können alles aufschreiben, was ihnen in den Sinn kommt – wie sie sich gerade fühlen, worüber sie in der Visualisierung nachgedacht haben, wie die Welt aussah, die sie sich vorgestellt haben, welche Probleme sie im Vergleich zur imaginären Welt in der realen Welt im Zusammenhang mit dem Thema/der Frage sehen, oder einfach alles, was ihnen gerade durch den Kopf geht. Das sollte 10 bis 15 Minuten dauern. Am Ende werden sie gebeten, drei Schlüsselwörter aus dem Geschriebenen zu markieren: ein Substantiv, ein Verb und ein Adjektiv (wenn möglich). Gib eine Erklärung mit Beispielen, falls einige Teilnehmende diese Begriffe nicht verstehen.

4. Tanzimprovisation (35 Min.): Nun erhalten die Teilnehmenden die Aufgabe, eine kleine Tanzimprovisation auf der Grundlage ihrer drei Schlüsselwörter zu kreieren. Der*die Moderator*in beginnt mit einem kurzen Aufwärmen im Kreis und lässt die Teilnehmenden nach und nach in ihre eigenen Bewegungen finden. Ihre drei Schlüsselwörter dienen ihnen als Leitfaden und Inspiration für die Bewegung, während Musik gespielt wird. Die Teilnehmenden werden ermutigt, die Bewegung zu erkunden und ihre Improvisation zu üben, bis sie eine feste kleine Choreografie haben. Dieser Teil sollte etwa 10–15 Minuten dauern. Wenn noch Zeit übrig ist, kann die Hälfte der Gruppe ihre Choreografien der anderen Hälfte als Publikum vorführen und umgekehrt. Danach versammelt sich die Gruppe im Kreis, um auszutauschen, wie es sich angefühlt hat, was die Schlüsselwörter waren und wie sie diese in Bewegung/Tanz umgesetzt haben.

5. Reflexion und Auswertung (15 Min.): Die Teilnehmenden sitzen im Kreis und reflektieren, wie die Aktivität für sie war, tauschen Gedanken aus und diskutieren.

Reflexionsfragen:

  • Wie war die Übung für dich?
  • Welche Gefühle sind bei der Visualisierung aufgetaucht?
  • War es schwierig, die Wörter in Bewegung umzusetzen?
  • Glaubst du, dass ein solcher Ort/eine solche Gemeinschaft/eine solche Welt möglich ist? Wenn nicht, warum? Wenn ja, was müsste passieren, um uns in diese Richtung zu führen?

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden, wie sie sich bewegen und was sie in der Reflexion/Diskussion mitteilen. Sammle Feedback mündlich, über eine kurze Umfrage oder durch Assoziationen

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
  • Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
  • Nimm Rücksicht auf die Empfindlichkeiten der Teilnehmenden – zwinge niemanden dazu, mehr mitzumachen oder sich mehr zu bewegen, als ihm angenehm ist. Erinnere die Teilnehmenden daran, dass es beim Tanzen nicht um perfekte Bewegungen geht, sondern um Selbstfindung und eine besondere Begegnung mit anderen durch nonverbale Körperkommunikation.

Varianten und Anpassungen:

  • Diese Aktivität lässt sich für die Diskussion verschiedener Themen und gesellschaftlicher Fragestellungen anpassen. Dazu kannst du die Visualisierungsübung entsprechend abwandeln.
  • Für jüngere Teilnehmende oder Anfänger: Vereinfache die Visualisierungs- und Schreibanregungen. Verwende statt komplexer gesellschaftlicher Themen eher Themen, mit denen man sich leicht identifizieren kann, wie „ein Ort, an dem du dich sicher fühlst“ oder „deine schönste Erinnerung“. Verkürze den Schreibteil und konzentriere dich mehr auf einfachen Bewegungsausdruck (z. B. mithilfe von Formen, Richtungen oder Emotionen wie glücklich/traurig/wütend).
  • Um die Erfahrung zu vertiefen: Lade die Teilnehmenden ein, bei der abschließenden Improvisation zu zweit oder in kleinen Gruppen zu arbeiten. Sie können gemeinsam eine kurze Choreografie erstellen, die auf ihren gemeinsamen Schlüsselwörtern basiert. Das fördert die Zusammenarbeit und fügt dem kreativen Prozess eine soziale Ebene hinzu.
  • Biete Teilnehmenden, die möglicherweise Schwierigkeiten mit dem Schreiben oder der Bewegung haben, zusätzliche Unterstützung an. Dazu kann gehören, sie mit aufmunternden Worten zu unterstützen, die Aufgabe anhand eines Beispiels zu demonstrieren oder einen Stuhl für diejenigen bereitzustellen, denen das Stehen schwerfällt.
  • Für mehrsprachige oder gemischtsprachige Gruppen: Erlaube den Teilnehmenden, in ihrer Muttersprache zu schreiben und, falls sie dazu bereit sind, Schlüsselwörter später zu übersetzen oder zu erklären. Alternativ kannst du sie ermutigen, die Bedeutung durch Bewegung auszudrücken, ohne sie verbal erklären zu müssen.
  • Für Gruppen mit Traumasensibilität oder emotionaler Verletzlichkeit: Konzentriere die Aktivität auf neutralere oder aufbauende Themen (z. B. Hoffnung, Natur, Träume). Biete den Teilnehmenden die Möglichkeit, bestimmte Teile (z. B. die Darbietung) auszulassen, und lege während des gesamten Prozesses Wert auf emotionale Sicherheit.

Music and movement activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).


Remixing tradition

Traditionsremix

Die Teilnehmenden beschäftigen sich gemeinsam mit traditioneller Musik und Tanz aus ihren Regionen und entwickeln gemeinsam neue Ausdrucksformen, die von diesen Traditionen inspiriert sind. Diese Methode nutzt Tanz, Musik und Songwriting, um den interkulturellen Dialog, Kreativität und Toleranz zu fördern. Indem sie verschiedene traditionelle Lieder und Tänze sowohl würdigt als auch hinterfragt, zielt sie darauf ab, eine Verbindung zum kulturellen Erbe herzustellen und einen Dialog zwischen Tradition und zeitgenössischen Themen sowie gesellschaftlichen Fragen zu eröffnen.

THEMA

Interkultureller Dialog, Tradition, Inklusion und Vielfalt

SCHWIERIGKEIT

Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

110

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (5 Min.): Erkläre den Zweck der Aktivität (kultureller Austausch, Selbstdarstellung, Schaffung „neuer Traditionen“ durch das Neuarrangieren traditioneller Tänze und Lieder).

2. Eisbrecher (15 Min.): Zu Beginn stellen sich die Teilnehmenden in einem Kreis auf und werfen sich gegenseitig einen Ball zu. In der ersten Runde muss derjenige, der den Ball bekommt, ein Wort sagen, das die Frage „Was bedeutet Tradition für dich?“ beantwortet. Wenn du mit einer Gruppe arbeitest, deren Mitglieder sich nicht kennen, baue vorher ein Namensspiel ein.

3. Traditionelle Musik und Tänze (35 Min.): Die Teilnehmenden werden gebeten, über die traditionelle Musik und/oder Tänze ihres Landes oder ihrer Region nachzudenken. Wenn einige Teilnehmende ein Lied oder ein paar Schritte kennen, können sie den anderen einfache Schritte oder Melodien beibringen. Wenn nicht, können sie online recherchieren und ein Video finden, das ihre Tradition repräsentiert, um es mit den anderen zu teilen. Die Gruppe schaut sich dann gemeinsam ein paar Videos an und reflektiert über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Volksmusik und -tänze, die sie gesehen hat. Sie soll die Merkmale traditioneller und volkstümlicher Ausdrucksformen benennen, welche Themen sie darstellen, wie das Leben der Menschen zur Entstehungszeit im Vergleich zu heute aussah und wie sie dazu steht. Die Gruppe wird dann in zwei Gruppen aufgeteilt – eine Gruppe wählt ein Lied aus einem beliebigen kulturellen Hintergrund, den sie sich angesehen hat, und die andere Gruppe wählt einen Tanz. Sie haben 15–20 Minuten Zeit, um ein paar Strophen/Schritte einzustudieren.

4. Neue Tradition (40 Min.): Nun erhalten die Teilnehmenden die Aufgabe, die Strophen und Schritte, die sie gelernt und einstudiert haben, zu nutzen, um ein abgewandeltes Lied oder einen Tanz zu kreieren, der den traditionellen Tänzen und Liedern ähnelt, aber durch jede Art von kreativem Ausdruck verändert werden kann. Zum Beispiel können sie Materialien aus verschiedenen Regionen mischen, neue Motive, Worte oder Schritte hinzufügen, die aus zeitgenössischen Tänzen oder Themen stammen könnten. Sie können das Thema des Liedes auf neue Weise ausdrücken, indem sie den Text und die Tanzbewegungen zeitgemäß abwandeln. Jede Gruppe sollte ihr neu geschaffenes Material ein paar Mal üben und dabei darauf achten, eine einheitliche Choreografie und ein gemeinsames Tempo zu finden. Sie können die Sequenz ein paar Mal in einer „Schleife“ wiederholen und ein Ende hinzufügen. Die Gruppen zeigen sich dann gegenseitig ihr kurzes Lied und ihre Choreografie. Am Ende kann die ganze Gruppe versuchen, es gemeinsam zu machen und das Lied und den Tanz zu einer einzigen Darbietung zu verschmelzen.

5. Reflexion und Auswertung (15 Min.): Die Teilnehmenden setzen sich im Kreis zusammen und tauschen Gedanken über die gemeinsame Erfahrung aus.

Fragen zur Reflexion:

  • Wie hat euch die Übung gefallen?
  • War es schwierig, ein traditionelles Lied/einen traditionellen Tanz zu lernen und abzuwandeln?
  • Was war der interessanteste Teil?
  • Hat sich eure Sicht auf „Tradition“ in irgendeiner Weise verändert?

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden, wie sie auf die Aufgabe reagieren und wie sie in den Gruppen zusammenarbeiten. Sammle Feedback mündlich, über eine kurze Umfrage oder mithilfe von Assoziationskarten.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
  • Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
  • Biete Teilnehmenden, die mit der Aufgabe Schwierigkeiten haben, zusätzliche Unterstützung an.

Varianten und Anpassungen:

  • Diese Aktivität lässt sich für die Diskussion verschiedener Themen und gesellschaftlicher Fragen anpassen. Das geht, indem man das Thema des traditionellen Liedes, das verändert wird, oder die Tanzbewegungen, die unterschiedliche Botschaften vermitteln, ändert. Zum Beispiel kann der*die Moderator*in im Voraus einige Begriffe vorbereiten wie: Demokratie, Klimawandel, (Un-)Gleichheit der Geschlechter, Solidarität, Frieden und so weiter, und die Gruppe wählt einen davon als Thema für ihren Remix des traditionellen Tanzes/Liedes aus.
  • Wenn die Zeit nicht ausreicht oder die Gruppe kleiner ist, kann sich die Methode auf nur ein Lied oder einen Tanz konzentrieren.
  • Wenn mehr Zeit zur Verfügung steht und die Gruppendiskussion fruchtbar verläuft, können tiefgreifendere Fragen zu Tradition, Identität und Kultur aufgeworfen werden.
  • Wenn die Gruppe über einen längeren Zeitraum kontinuierlich zusammenarbeiten kann, kann das neu arrangierte Lied/der Tanz weiterentwickelt und einstudiert und sogar vor Publikum aufgeführt werden.

Disclaimer:

  • Die Aktivität ist besonders interessant für Teilnehmende, die aus verschiedenen Kulturen stammen und in einer gemischten Gruppe zusammenkommen. Achte auf ihre Beziehung zur Tradition und erkläre, dass es bei der Aktivität darum geht, mit der Tradition zu arbeiten und eine Verbindung zu ihr herzustellen sowie den interkulturellen Austausch zu fördern, ohne dabei die Absicht zu haben, die Tradition zu entwerten. Dies lässt sich gut von Anfang an kommunizieren, sogar schon in der Einladung und der Beschreibung der Aktivität.

Music and movement activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).


Rhythm playfield

Rhythmus-Spielfeld

Die Aktivität regt die Teilnehmenden dazu an, mithilfe ihres Körpers und ihrer Umgebung Rhythmen zu erzeugen und sich darauf einzulassen. Sie fördert rhythmisches Spielen und gipfelt in einem gemeinsamen Trommel-Erlebnis. Durch einfache Rhythmusspiele und -übungen entwickeln die Teilnehmenden auf spielerische und mitreißende Weise ein Körperbewusstsein und stärken den Gruppenzusammenhalt.

THEMA

Durch Rhythmus den Einklang mit sich selbst und anderen finden

SCHWIERIGKEIT

Mittel

GRUPPENGRÖßE

10-15

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

80

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (5 Min.): Erkläre den Zweck der Übung.

2. Einfaches Rhythmusspiel (15 Min.): Der*die Moderator*in regt die Gruppe dazu an, sich an Rhythmusspiele zu erinnern, die sie als Kinder miteinander gespielt haben, bei denen man zu zweit oder in Gruppen mit den Händen klatscht. Der*die Moderator*in macht den Anfang und zeigt das Spiel gemeinsam mit der Gruppe, wobei er es mit einer oder mehreren Personen aus der Gruppe vorführt. Der Rest der Gruppe wird dazu ermutigt, eigene Paare oder kleinere Gruppen zu bilden und der Gruppe des*der Moderator*in zu folgen. Dann werden Freiwillige gebeten, der Gruppe etwas vorzuführen. Sie demonstrieren es und der Rest der Gruppe macht mit. Optional: Die Moderator*innen zeigen ein Rhythmusspiel, das zu zweit gespielt wird, und ermutigen dann Freiwillige, Spiele in immer größeren Gruppen vorzuführen, bis zum Schluss in einem großen Kreis.

3. Rhythmische Bewegung (15 Min.): Der*die Moderator*in erklärt den Sinn der Übung – die Bewegungen eines anderen rhythmisch nachzuahmen. Die Teilnehmenden werden in Paare aufgeteilt. Jede Person hat 5 Minuten Zeit für rhythmische Bewegungen, und die Aufgabe ihres Paares besteht darin, diese Bewegungen mit einem selbst gewählten Rhythmus nachzuahmen – mit den Händen, auf Gegenständen oder mit einfachen Percussion-Instrumenten (falls vorhanden). Der Rhythmus sollte so gut wie möglich zur Bewegung der anderen Person passen. Dann werden die Rollen getauscht. Wenn sehbehinderte Menschen dabei sind, kann die andere Person statt Bewegung die Stimme oder ihren eigenen Rhythmus einsetzen.

4. Zum Takt tanzen (35 Min.): Die Gruppe wird in zwei Teile geteilt. Die erste Gruppe sitzt im Kreis und entwickelt ihr eigenes rhythmisches Konzert, wobei sie ihren Körper, Gegenstände, den Boden oder Instrumente einsetzt. Der*die Moderator*in erklärt, dass sie improvisieren, aber auch einander zuhören und gemeinsam experimentieren sollen. Die zweite Gruppe ist das Publikum, und nach einer Weile ermutigt der*die Moderator*in sie, aufzustehen und zur Musik zu tanzen. Dann tauschen die Gruppen die Rollen.

5. Reflexion und Auswertung (10 Min.): Die Teilnehmenden sitzen im Kreis und tauschen Gedanken darüber aus, wie die Aktivität für sie war.

Reflexionsfragen:

  • Wie war diese Erfahrung für dich?
  • Wie hast du dich beim Rhythmus gefühlt? War es für dich leicht oder schwer, die Aufgaben zu erfüllen?
  • Gab es etwas, das dich überrascht hat? Welcher Teil der Erfahrung hat dich am meisten beeindruckt?
  • Hast du während der Aktivitäten etwas Neues über dich selbst und andere gelernt?

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden, wie sie auf die Aufgabe reagieren und wie sie in Gruppen zusammenarbeiten. Sammle Feedback mündlich, über eine kurze Umfrage oder mithilfe von Assoziationskarten.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
  • Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
  • Der Raum sollte sicher (frei von scharfen Kanten) und groß genug sein, um uneingeschränkte Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Der Boden sollte nicht rutschig sein.
  • Die bereitgestellten Instrumente sollten relativ einfach zu bedienen sein und keine Kleinteile enthalten, die verloren gehen oder unter die Füße geraten könnten.
  • Es ist wichtig zu bedenken, dass manche Teilnehmenden während der Aktivität möglicherweise zusätzliche körperliche Unterstützung benötigen.

Varianten und Anpassungen:

  • Die Varianten hängen vom verfügbaren Platz ab. Wenn zwei separate Räume zur Verfügung stehen, kann die letzte Übung anders durchgeführt werden: Zwei kleinere Gruppen können in ihrem eigenen Raum proben, und der*die Moderator*in kann jeweils eine Gruppe nach der anderen in den Raum der anderen führen, um dort zu tanzen, und sie anschließend wieder hinausbegleiten.

Music and movement activities

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Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

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The sound of textures

Klang der Strukturen

Diese Methode verbindet Basteln und Musik und beschäftigt sich dabei mit dem Thema der Oberflächenstrukturen. Die Teilnehmenden erkunden die Klänge verschiedener Oberflächenstrukturen und drücken ihre Gefühle durch Trommeln aus. Gemeinsam basteln sie einfache Percussion-Instrumente aus recycelten Materialien und entdecken ihren gemeinsamen Rhythmus, indem sie die selbstgebauten Instrumente spielen. Das fördert Kreativität, den Gruppenzusammenhalt und eine nachhaltige Denkweise (durch die Verwendung von recycelten Materialien).

THEMA

Oberflächenstrukturen durch Recycling und Musik entdecken

SCHWIERIGKEIT

Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

150

Min.

Step-by-Step Instructions:

1. Einführung (5 Min.): Erkläre den Zweck der Aktivität (Erkundung von Materialien und Texturen durch Klänge, Basteln mit Recyclingmaterialien, gemeinsames Musizieren).

2. Der Klang von Texturen (15 Min.): Zu Beginn der Aktivität werden den Teilnehmenden das Konzept, die Bedeutung und verschiedene Arten von Texturen vorgestellt. Texturen beziehen sich auf die wahrgenommene Beschaffenheit eines Objekts, die durch Sehen oder Berühren erlebt wird. Der*die Moderator*in erklärt den Unterschied zwischen visuellen Texturen (wie Farbanordnungen, Intensitäten und Pinselstrichqualitäten) und taktilen oder Oberflächentexturen (wie sich etwas anfühlt) und bespricht ihre Rolle in Kunst, Design und im Alltag. Anschließend beobachten und erkunden die Teilnehmenden verschiedene Materialien durch Berühren und beschreiben deren Texturen mit Adjektiven wie glatt, weich, rau, grob oder glasartig. Anschließend werden sie dazu eingeladen, zu erkunden, wie unterschiedliche Texturen verschiedene Klänge erzeugen können und wie diese Klänge genutzt werden können, um unterschiedliche Stimmungen auszudrücken. Jeder Teilnehmende demonstriert einen texturbezogenen Klang, und die Gruppe diskutiert die verwendeten Materialien, wie die Texturen auf uns wirken und wie wir sie kreativ nutzen können.

3. Basteln von Instrumenten aus Recyclingmaterial (60 Min.): Die Teilnehmenden werden in kleine Dreiergruppen aufgeteilt und haben die Aufgabe, einfache Percussion-Instrumente aus verschiedenen Texturen und Recyclingmaterialien zu basteln. Während jede*r Teilnehmende sein eigenes Instrument baut, arbeiten sie innerhalb ihrer Gruppe zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Der*die Moderator*in begleitet sie durch den gesamten Prozess – vom Brainstorming über den Entwurf bis hin zum Bau und der Dekoration – und fördert dabei stets Kreativität und Teamwork.

4. Präsentation und Jam-Session (60 Min.): In diesem Teil der Aktivität stellen die Teilnehmenden ihre Instrumente vor und demonstrieren die Klänge, die sie erzeugen. Sie werden ermutigt, ihren kreativen Prozess zu teilen, einschließlich der Frage, welche Materialien sie gewählt haben und warum. Sie reflektieren über die verwendeten Materialien und nehmen dabei die klanglichen Unterschiede wahr, die sich aus der Textur und der Spielweise des Instruments ergeben. Im Anschluss an die Präsentationen erkundet die gesamte Gruppe ihren gemeinsamen Klang und veranstaltet eine Jam-Session, bei der sie mit Rhythmen experimentiert und versucht, einen gemeinsamen Groove zu finden. Der*die Moderator*in nimmt die Einheit auf, um den einzigartigen musikalischen Ausdruck der Gruppe festzuhalten.

5. Reflexion und Auswertung (10 Min.): Am Ende der Aktivität versammelt sich die Gruppe im Kreis, um ihre Gedanken und Eindrücke auszutauschen. Der*die Moderator*in stellt Leitfragen, und die Teilnehmenden werden gebeten, die Hand zu heben, wenn sie etwas sagen möchten. Zum Abschluss leitet der*die Moderator*in eine letzte Runde, in der jeder Teilnehmende seine Erfahrung mit einem Wort zusammenfasst und/oder mitteilt, was er aus der Aktivität mitnimmt – was er gelernt hat oder als besonders bedeutsam empfand. Die Teilnehmenden können ihre Instrumente mit nach Hause nehmen oder für zukünftige Aktivitäten aufbewahren.

Reflexionsfragen:

  • War das eine interessante Art, etwas über Klangfarben zu lernen?
  • Was war der interessanteste Teil?

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden, wie sie auf die Aufgabe reagieren und wie sie in Gruppen zusammenarbeiten. Sammle Feedback mündlich, über eine kurze Online-Umfrage oder mithilfe von Assoziationskarten.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
  • Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
  • Biete Teilnehmenden, die mit der Aufgabe Schwierigkeiten haben, zusätzliche Unterstützung an.
  • Um sicherzustellen, dass alle Aspekte der Aktivität sicher und effektiv durchgeführt werden, wird empfohlen, dass mehr als ein Moderator die Einheit leitet.

Varianten und Anpassungen:

  • Wenn es die Umstände zulassen, kannst du die Teilnehmenden auch bitten, eigene Recyclingmaterialien von zu Hause mitzubringen, um zur Aktivität beizutragen und ihr Verantwortungsbewusstsein sowie ihre Gedanken zum Thema Recycling zu vertiefen.
  • Die Aktivität kann auf mehrere Tage (2–3) verteilt werden, um Ermüdung und Konzentrationsverlust zu vermeiden.
  • Die Aktivität kann dazu beitragen, die Beziehungen zwischen den Teilnehmenden zu stärken – besonders wenn sie sich bereits kennen – und ihren Gruppenzusammenhalt zu fördern. Indem sie gemeinsam Musik machen und ihren gemeinsamen Rhythmus entdecken, entwickeln die Teilnehmenden eine stärkere Gruppenidentität und Verbundenheit.
  • Die Aktivität kann besonders für Teilnehmende aus Kulturen ansprechend sein, in denen Musik – vor allem Trommeln und Klatschen – eine wichtige Rolle im Alltag spielt. Die Möglichkeit, auf strukturierte und kreative Weise „Lärm“ oder Musik zu machen, kann ihr Interesse besser wecken als traditionelle oder formale Unterrichtsmethoden und sie während der gesamten Aktivität aktiv einbinden.

Disclaimer:

  • Es ist besondere Vorsicht geboten, um die Sicherheit zu gewährleisten, da die Teilnehmenden potenziell gefährliche Werkzeuge wie Hämmer und Nägel verwenden können.

Music and movement activities

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Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
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