The Gold in the Wound

Das Gold in der Wunde

Mit geschlossenen Augen spüren die Teilnehmenden Bereiche körperlicher Anspannung oder Taubheit auf und weisen jedem davon eine Form, eine Farbe und einen Namen zu, während die Gruppe diese Darstellungen symbolisch „hält“. Die Teilnehmenden sprechen die Geschichten aus, die in jedem Bereich stecken, und betrachten sie dann aus einem neuen Blickwinkel – welche Stärke, welche Erkenntnis oder welche Materialien stecken in dieser Schwierigkeit? –, bevor man die Symbole loslässt.

THEMA

Resilienz, Transformation und emotionale Integration

SCHWIERIGKEIT

Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE

8–15 Teilnehmende

ALTER

16 +

DAUER

60–90 Minuten

Ziele

  • Persönliche Herausforderungen als potenzielle Quellen für Stärke und Resilienz neu betrachten
  • Körperbewusstsein in Bezug auf Emotionen und körperliche Anspannung entwickeln
  • Die Teilnehmenden dabei unterstützen, durch Geschichtenerzählen und Vorstellungskraft den Weg vom Schmerz hin zur Eigenwirksamkeit zu finden
  • Einen sicheren Raum für Verletzlichkeit und gegenseitige Unterstützung in der Gruppe schaffen


Material

  • Ein ruhiger, ungestörter Ort;
  • Bequeme Bodenmatten oder Kissen;
  • Optional: Papier und Stifte zum Aufschreiben deiner Gedanken


Überblick

Mit geschlossenen Augen identifizieren Teilnehmende Bereiche körperlicher Anspannung oder Taubheit und weisen jedem davon eine Form, eine Farbe und einen Namen zu. Die Gruppe unterstützt die Person, indem sie diese Darstellungen symbolisch „hält“. Die Teilnehmenden sprechen dann die Geschichten aus, die in diesen Bereichen stecken, bevor er sie neu interpretiert: Welche Stärke, welche Erkenntnis oder welche Materialien stecken in dieser Wunde? Zum Schluss werden die symbolischen Formen losgelassen. Die Übung stützt sich auf therapeutische Ansätze wie Internal Family Systems (IFS), somatische Wahrnehmung und narrative Therapie und verbindet so Vorstellungskraft, verkörpertes Geschichtenerzählen und Transformation.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Vorbereitung und Einwilligung (10 Min.): Schaffe einen klaren, sicheren Rahmen für die Übung. Erkläre den Ablauf Schritt für Schritt. Betone, dass die Teilnahme freiwillig ist – die Teilnehmenden können sich jederzeit entscheiden, nur zu beobachten oder aufzuhören, ohne eine Begründung angeben zu müssen. Hol dir die ausdrückliche mündliche Einwilligung von allen ein, die im Zentrum mitarbeiten werden.

2. Körperscan und Kartierung (15 Min.): Lade die Teilnehmenden ein, die Augen zu schließen und einen langsamen Scan von Kopf bis Fuß durchzuführen, wobei sie Bereiche mit Anspannung, Schweregefühl, Taubheit oder Unbehagen wahrnehmen sollen. Jeder Bereich erhält eine Form, eine Farbe, eine Textur und einen kurzen Namen. Die Teilnehmenden können mit einem oder höchstens zwei Bereichen arbeiten.

3. Die Wunde in Worte fassen (15 Min.): Die Teilnehmenden, die sich freiwillig gemeldet haben, erzählen die Geschichte ihres Bereichs – keine Erklärung, sondern das gefühlte Erleben: Woher kommt es? Was hat es mit sich getragen? Was hat es geschützt? Die Gruppe hört schweigend zu.

4. Das Gold finden (15 Min.): Der*die Moderator*in lädt die Teilnehmenden behutsam dazu ein, zu erkunden: Welche Stärke, Weisheit oder Ressource hat diese Wunde auch geschaffen? Was hat sie dir beigebracht? Was hat sie ermöglicht? Das ist kein erzwungener Optimismus – es ist eine behutsame, ehrliche Erkundung.

5. Gruppenbegleitung und Loslassen (10 Min.): Die Gruppe spricht kurz Worte der Begleitung – keine Ratschläge, sondern Anerkennung. Der Teilnehmende lässt die Form dann symbolisch los: lässt sie sich auflösen, davonschweben oder verwandeln. Ein kurzer Moment der Erdung schließt die Übung ab.

6. Integration und Abschluss (10 Min.): Biete Zeit für stille, individuelle Reflexion an. Beende die Einheit mit einer Erdungsübung (z. B. Atmen, sanfte Bewegung, eine gemeinsame Geste).

Nachbesprechung und Bewertung:

Fragen zur Reflexion:

  • Wie hat es sich angefühlt, deiner Wunde eine Form oder Farbe zu geben?
  • Gab es einen Moment der Erkenntnis, als du das Gold darin erkundet hast?
  • Wie hat es sich angefühlt, von der Gruppe begleitet zu werden?
  • Was möchtest du von dieser Erfahrung in Erinnerung behalten?
  • Beobachte zur Bewertung, wie sich die Teilnehmenden auf den Prozess einlassen, wie gut die Gruppe die Teilnehmenden begleitet und wie gut es dem*der Moderator*in gelingt, den Raum mit Achtsamkeit zu gestalten.

Moderationstipps:

  • Führe diese Aktivität nur mit Gruppen durch, in denen bereits ein solides Vertrauensverhältnis besteht – sie eignet sich nicht für erste Einheiten.
  • Gehe langsam vor und passe dich dem Tempo der Teilnehmenden an – dränge nicht auf die Umdeutungsphase.
  • Sorge dafür, dass psychologische Unterstützung verfügbar ist, entweder innerhalb des Teams oder nach der Einheit.
  • Führe diese Aktivität nicht durch, ohne eine Ausbildung in traumainformierter Moderation oder therapeutischem Theater zu haben.

Varianten:

  • Kann als individuelle schriftliche Reflexion ohne die Komponente des gemeinsamen Erlebens in der Gruppe durchgeführt werden.
  • Für weniger erfahrene Gruppen lässt sich die Übung auf eine Body-Mapping-Übung ohne die Erzählphase vereinfachen.

Disclaimer:

Diese Aktivität beinhaltet tiefgreifende psychologische und somatische Arbeit. Sie darf nur von Fachkräften geleitet werden, die in therapeutischem Theater, traumainformierter Praxis oder somatischer Arbeit ausgebildet sind. Sie ist kein Ersatz für eine Therapie. Achte auf eine informierte Einwilligung, klare Grenzen und Zugang zu psychologischer Unterstützung. Die Teilnehmenden müssen jederzeit das Recht behalten, ohne Angabe von Gründen aufzuhören. Diese Aktivität sollte niemals als erste Übung mit einer neuen Gruppe eingesetzt werden: Beginne erst, nachdem ausreichend an Sicherheit, Vertrauen und Aufwärmübungen gearbeitet wurde. Sie sollte nicht für Teilnehmende in akuten Krisen angeboten werden, und die Moderator*innen müssen in der Lage sein, bei unerwarteten Reaktionen geeignete psychologische Unterstützung anzubieten (oder dorthin zu verweisen). Im Zweifelsfall wähle eine sanftere Variante oder lass diese Methode aus.

Theatre activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).


Sensory Walk — Five minutes outside

Sinnes-Spaziergang – Fünf Minuten draußen

In Zweiergruppen werden den Teilnehmenden die Augen verbunden, während der andere sie fast ganz ohne Worte durch ein sorgfältig zusammengestelltes Sinneserlebnis (Texturen, Geräusche, Gerüche, Temperaturen) führt. Anschließend werden die Rollen getauscht. Die Übung schult Aufmerksamkeit, Vertrauen und eine nicht-visuelle Beziehung zur Umgebung.

THEMA

Sinneswahrnehmung, Vertrauen und kreatives Entdecken

SCHWIERIGKEIT

Beginner to Intermediate

GRUPPENGRÖßE

6-24 Teilnehmende

ALTER

16 +

DAUER

30–50 Minuten

Ziele

  • Die Sinneswahrnehmung durch angeleitete körperliche Erfahrungen fördern
  • Vertrauen und nonverbale Kommunikation zwischen den Teilnehmenden aufbauen
  • Zur kreativen Interaktion mit der Umgebung anregen
  • Erkunden, wie die Einschränkung eines Sinnes die anderen verstärken kann


Material

  • Augenbinden (eine pro Paar), verschiedene Texturen, Gegenstände, Geräusche und Düfte, die die Begleitperson anbieten kann, ein offener Raum oder Bereich im Freien, in dem man sich sicher bewegen kann


Überblick

In Zweiergruppen werden den Teilnehmenden die Augenbinden angelegt, während der andere ein geführtes Sinneserlebnis mit Texturen, Geräuschen, Gerüchen und anderen Elementen der Umgebung gestaltet – ohne dabei das Sehen einzubeziehen. Die verbale Kommunikation wird auf ein Minimum reduziert, um eine körperbezogene, nonverbale Interaktion zu fördern. Anschließend werden die Rollen getauscht. Diese Übung, die sich an Methoden des immersiven Theaters orientiert, fördert eine gesteigerte Sinneswahrnehmung und eine kreative, achtsame Beziehung zur Umgebung.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (5 Min.): Erkläre den Ablauf der Übung und betone, wie wichtig die Einwilligung ist: Die Teilnehmenden mit der Augenbinde haben immer die Kontrolle und können jederzeit aufhören. Besprecht, wie man sicher führt – den Partner in einem sanften Tempo bewegen, ihm den Arm oder die Hand zur Unterstützung anbieten und Sinnesreize ohne Erklärung präsentieren.

2. Erste Runde (15 Min.): Teilnehmende*r A hat die Augen verbunden. Teilnehmende*r B führt ihn/sie auf einer langsamen Sinnesreise durch den Raum und bietet Texturen zum Anfassen, Geräusche zum Hören, Düfte zum Riechen und Oberflächen zum Spüren unter den Füßen an. Die Führenden sollten Erklärungen vermeiden – lasst die Sinne sprechen. Nach 10–12 Minuten führst du A sicher zurück zum Ausgangspunkt.

3. Rollentausch (15 Min.): Die Teilnehmenden tauschen die Rollen. Teilnehmende*r B hat nun die Augenbinde auf und Teilnehmende*r A übernimmt die Führung.

4. Austausch und Reflexion (10 Min.): Die Paare tauschen sich kurz über ihre Erfahrungen aus und kommen dann als Gruppe zu einer kurzen Reflexion zusammen.

Nachbesprechung und Bewertung:

Fragen zur Reflexion:

  • Was ist dir aufgefallen, als du nichts sehen konntest? Welche Sinne wurden stärker?
  • Wie hat es sich angefühlt, jemandem zu vertrauen, der dich führt?
  • Was hast du als Führender erlebt – was wolltest du deinem Partner bieten?
  • Was hat diese Übung darüber verraten, wie wir uns normalerweise in der Welt bewegen?
  • Achte bei der Bewertung auf die Qualität der nonverbalen Kommunikation zwischen den Paaren, auf Zeichen des Vertrauens und auf die Intensität der sensorischen Wahrnehmung.

Moderationstipps:

  • Geh die Strecke vorher selbst ab, um eventuelle Hindernisse oder Gefahren zu erkennen.
  • Erinnere die Begleitenden daran: langsamer gehen, geduldig sein und still darauf achten, ob sich ihr Partner wohlfühlt.
  • Halte ein paar interessante Texturen und Gegenstände bereit, die du den Teilnehmenden anbieten kannst (Baumrinde, Stoff, glatte Steine, Blätter).
  • Geh einfühlsam auf Teilnehmende ein, die unter Angst oder sensorischen Verarbeitungsunterschieden leiden – biete ihnen die Möglichkeit, erst einmal zu beobachten.

Varianten:

  • Für Teilnehmende, denen Augenbinden unangenehm sind – darunter auch solche, die Traumata, Freiheitsentzug oder Kontrollverlust erlebt haben – biete klare Alternativen an: die Augen geschlossen halten, die Augen mit den eigenen Händen bedecken oder einfach nach unten auf den Boden schauen. Bestehe niemals auf Augenbinden; die sinnliche Erfahrung ist durch jede dieser Alternativen gleichermaßen gültig.
  • Variante im Freien: Führe den Spaziergang in einer natürlichen Umgebung durch – in einem Garten, Park oder Waldgebiet.
  • Für Teilnehmende mit Sehbehinderungen richte den Fokus auf andere Sinnesebenen aus, darunter Klanglandschaften und Texturen.

Disclaimer:
Hol dir immer eine klare Einwilligung ein, bevor du den Teilnehmenden die Augen verbindest. Achte darauf, dass die Umgebung sicher und frei von Gefahren ist. Sei besonders aufmerksam gegenüber Teilnehmenden, die möglicherweise Traumata im Zusammenhang mit Freiheitsentzug oder Kontrollverlust haben; biete jederzeit Alternativen an. Diese Übung beinhaltet körperliche Nähe und Vertrauen – respektiere dabei stets persönliche und kulturelle Grenzen.

Theatre activities

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Diversity in the natural world

Vielfalt in der Natur

Bei dieser Aktivität sind die Teilnehmenden dazu eingeladen, die Natur aus einer anderen Perspektive zu betrachten und den Zusammenhang zwischen der Artenvielfalt der Pflanzen und der Migration sowie der des Menschen zu entdecken. Nachdem sie Naturmaterialien gesammelt und über Vielfalt diskutiert haben, werden sie dazu angeregt, mit den gesammelten Pflanzen botanische Drucke oder Gemälde zu gestalten, indem sie diese auf Papier pressen, übereinanderlegen und dabei Text oder zusätzliche Farben hinzufügen. Dieser Prozess fördert den Selbstausdruck, das interkulturelle Verständnis und die Wertschätzung von Vielfalt.

THEMA

Inklusion, Selbstentfaltung, Vielfalt

SCHWIERIGKEIT

Anfänger/Mittel

GRUPPENGRÖßE

5-15

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

90-120

MIn.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Einführung ins Thema (10–15 Min.):
  • Was kann uns die Natur über Vielfalt und Migration bzw. darüber, anders zu sein, lehren?
  • Erkläre den Ablauf des Workshops: Zuerst machen wir gemeinsam einen Spaziergang im Park oder in der Natur und sammeln Naturmaterialien, dann kehren wir zurück und malen gemeinsam Pflanzenbilder.
  • Betone den respektvollen Umgang mit der Natur – sammelt nur Dinge, die bereits heruntergefallen sind oder reichlich vorhanden sind.

2. Spaziergang in der Natur und Diskussion (30+ Min., je nachdem, wie weit entfernt der Ort ist, zu dem du die Teilnehmenden mitnimmst)

  • Bitte die Teilnehmenden, sich zu Paaren zusammenzufinden, und sag ihnen, dass sie bei jeder Reflexionsfrage das Paar wechseln sollen, um mit Leuten zu sprechen, mit denen sie zuvor noch nicht gesprochen haben
  • Während sie durch den Park/Wald spazieren und sich unterhalten, sollen sie auch nach Blättern und Blumen Ausschau halten, die sie später für ihre Bilder verwenden können
  • Gib jedem Paar eine kleine Tüte oder einen Korb, um Naturmaterialien zu sammeln.

Stelle Reflexionsfragen zur Verfügung, die während des Spaziergangs besprochen werden sollen:

  • Schaut euch die Pflanzen um euch herum an und beobachtet die Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Was fällt euch auf?
  • Wie wachsen Pflanzen zusammen, auch wenn sie unterschiedlich sind?
  • Wie könnt ihr jemandem an einem neuen Ort das Gefühl geben, willkommen zu sein?
  • Seid ihr schon mal von einem Ort zum anderen gezogen? Was hat euch geholfen, euch willkommen zu fühlen? / Wenn ihr noch nie umgezogen seid, was würdet ihr tun, damit sich jemand in eurer Heimatstadt/an eurem Heimatort willkommen fühlt?

3. Führe die Teilnehmenden zurück in den Workshop-Raum und frage sie, sobald alle da sind:

  • Erzählt etwas über die Dinge, die ihr gesammelt habt, und warum.
  • Was ist euch an der Vielfalt der Pflanzen aufgefallen?
  • Könnt ihr eine Parallele zwischen Menschen und den Pflanzen ziehen, die ihr heute beobachtet habt?

4. Einführung in das botanische Drucken/Malen (20–30 Min.)

  • Zeig zuerst, wie es geht – es wäre gut, wenn du auch ein Beispiel dabei hättest; es sieht in etwa so aus:
  • Auf einem separaten Blatt Papier rollst du mit dem Nudelholz und etwas Farbe über das Blatt/die Blüte, legst es dann auf dein Hauptpapier und drückst es fest. Du kannst ein weiteres sauberes Blatt Papier zum Andrücken der Pflanze verwenden
  • Lade die Teilnehmenden ein, es auszuprobieren und ihre Pflanzen unter Berücksichtigung der Themen Migration, Vielfalt und Zugehörigkeit anzuordnen
  • Sie können auch mit den Filzstiften Wörter oder Sätze um die gedruckten Pflanzen herum hinzufügen

5. Lade die Teilnehmenden ein, ihre Kunstwerke vorzustellen und zu erklären, was sie darstellen. (20 Min.)

Frage:

  • Was sagt dein Druck über dich oder deinen Lebensweg aus?
  • Wie siehst du Vielfalt in deinem Kunstwerk?
  • Was hast du heute von der Natur gelernt?

Nachbesprechung und Bewertung:

  • Was ist dir an den Pflanzen aufgefallen, die du gesammelt hast? In welchen Eigenschaften unterschieden sie sich oder ähnelten sie sich?
  • Hat dich irgendetwas, das du während des Spaziergangs gesehen hast, an Menschen oder Gemeinschaften erinnert?
  • Wie zeigt uns die Natur deiner Meinung nach den Wert der Vielfalt?
  • Manche Pflanzen legen weite Wege zurück, um an neuen Orten zu wachsen. Inwiefern ähnelt das den Erfahrungen von Menschen?
  • Was hilft einer Pflanze, in einer neuen Umgebung zu wachsen? Was hilft einem Menschen, sich zu Hause zu fühlen?
  • Hast du dich schon mal so gefühlt, als wärst du an einem neuen Ort „verpflanzt“ worden? Was hat dir geholfen, dich anzupassen?
  • Welche Geschichte erzählt dein botanischer Druck?
  • Hast du bestimmte Pflanzen aus einem bestimmten Grund ausgewählt? Was bedeuten sie für dich?
  • Wie hat es sich angefühlt, etwas aus natürlichen Materialien zu gestalten?

Moderationstipps:

  • Biete Unterstützung beim Pressen oder im Umgang mit den Materialien an.
  • Nutze visuelle Hilfsmittel und eine einfache Sprache.
  • Ermutige zu ethischem Sammeln: Sammle nur abgefallene oder reichlich vorhandene Materialien.
  • Achte auf kulturelle oder spirituelle Verbindungen, die die Teilnehmenden möglicherweise zur Natur oder zu bestimmten Pflanzen haben.
  • Vermeide die Verwendung von Pflanzen, die allergische Reaktionen oder Hautreizungen auslösen könnten.

Variationen und Anpassungen:

  • Stell sicher, dass die Route für alle Teilnehmenden zugänglich ist. Biete Alternativen an (z. B. das vorherige Sammeln von Materialien) für diejenigen mit eingeschränkter Mobilität.
  • Biete Alternativen für Teilnehmende mit eingeschränkter Mobilität an (z. B. bereits gesammelte Gegenstände).
  • Das Thema könnte auf die Vielfalt von Menschen/Fähigkeiten/Kompetenzen geändert werden – je nachdem, was besser zu deiner Gruppe passt.

Disclaimer:

  • Gespräche über Migration können persönliche oder schmerzhafte Erinnerungen wecken. Lass die Teilnehmenden nur das erzählen, womit sie sich wohlfühlen.
  • Vermeide direkte persönliche Fragen – nutze Metaphern (wie die Wanderung von Pflanzen), um emotionale Distanz und Sicherheit zu schaffen.

Visual arts activities

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World café

World café

Diese Methode bietet ein einfaches und flexibles Format für die Durchführung von Großgruppendialogen und lässt sich an die unterschiedlichsten Anforderungen anpassen. Der jeweilige Kontext, die Teilnehmendenanzahl, der Zweck, der Veranstaltungsort und andere Rahmenbedingungen werden bei der Organisation berücksichtigt. Durch die Diskussion in kleinen Gruppen hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, seine Meinung zu äußern. Zudem leitet der Moderator die Diskussion und passt sie an die Besonderheiten der Gruppe an.

THEMA

Gespräche über Bedürfnisse in Kleingruppen

SCHWIERIGKEIT

Mittel
Fortgeschrittene

GRUPPENGRÖßE

30-50

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

95-120

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Begrüßung und Einführung: Der*die Moderator*in beginnt mit einer herzlichen Begrüßung und einer kurzen Aufwärmübung. Anschließend erläutert er*sie die Ziele und den Ablauf der Einheit:
  2. „Heute habt ihr die Gelegenheit, in kleinen Gruppen verschiedene Themen (eure Bedürfnisse) zu besprechen. Jede Gruppe hat einen*eine Moderator*in, der*die das Gespräch leitet. Bitte teilt mit, womit ihr euch wohlfühlt, und respektiert die Beiträge der anderen.“
  3. Der*die Moderator*in stellt außerdem die Moderator*innen an den einzelnen Tischen vor und erläutert deren Rolle. Anschließend werden die Teilnehmenden in kleine Gruppen aufgeteilt. Diese Gruppeneinteilung kann spielerisch gestaltet werden, um den Teilnehmenden zu helfen, sich zu entspannen, und den Gruppenzusammenhalt zu fördern.
  4. Kleingruppenrunden: Der Raum ist im Voraus mit Tischen ausgestattet, die über den Raum verteilt sind. Jeder Tisch ist einem bestimmten Thema (z. B. Bildung, Beschäftigung, Wohnen) oder einem Hauptthema gewidmet, das aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird (z. B. Gefühle, Frustrationen, Erfahrungen, neue Ideen zu einem bestimmten Thema).
  5. An jedem Tisch sitzt ein*e fest zugewiesene*r Moderator*in, der die Diskussion leitet und Leitfragen stellt. Die Moderatoren sollten sich im Voraus mit einer Reihe von Fragen vorbereiten und, falls erforderlich, Hintergrundrecherchen zum Thema durchführen.
  6. Die Gruppen wechseln zwischen den Tischen und verbringen je nach Gruppengröße etwa 15 bis 20 Minuten an jedem Tisch. Die Moderatoren stellen offene Fragen, die die Teilnehmenden dazu ermutigen, ihre Bedürfnisse und Meinungen zu äußern. Sie hören aktiv zu, geben Rückmeldungen und formulieren das Gesagte um, um das Verständnis sicherzustellen. Während der gesamten Aktivität werden Notizen gemacht, die im abschließenden Teil der Aktivität geteilt werden.
  7. An jedem Tisch steht Papier zur Verfügung, auf dem die Teilnehmenden schreiben, illustrieren oder zeichnen können – je nachdem, welche Ausdrucksform ihnen am natürlichsten erscheint.
  8. Zusammenfassung: Die Moderatoren sind eingeladen, Erkenntnisse oder andere Ergebnisse aus den Gesprächen mit dem Rest der großen Gruppe zu teilen. [1] Die Teilnehmenden werden ermutigt, mit Reflexionen, Ergänzungen oder Kommentaren zu reagieren, um die gemeinsamen Schlussfolgerungen zu bereichern.
  9. Reflexion und Auswertung: Die Auswertung erfolgt mithilfe einer digitalen Plattform (z. B. Mentimeter). Fragen werden im Voraus vorbereitet, wie zum Beispiel:
      • Wie haben Sie sich während der heutigen Aktivität gefühlt?
      • Haben Sie etwas Neues gelernt oder eine neue Perspektive gewonnen?
      • Was ist Ihnen bei dieser Aktivität am meisten aufgefallen?
      • Was hätten Sie sich anders gewünscht?

    Die Antworten werden anonym eingereicht und zur gemeinsamen Reflexion und Diskussion projiziert.

Tipps für Moderatoren:

  • Bei der Einrichtung des Raums sollte darauf geachtet werden, dass zwischen den Tischen genügend Abstand ist, damit ungestörte Gespräche möglich sind.
  • Bei der Auswahl der Moderatoren ist es hilfreich, Personen zu wählen, die mit dem Thema vertraut sind und über ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten verfügen, insbesondere bei der Arbeit mit Jugendlichen.

Varianten und Anpassungen:

  • Bei kleinen Gruppen können die Teilnehmenden an allen Tischen rotieren.
  • Bei größeren Gruppen kann die Anzahl der Tische (oder Diskussionsrunden) begrenzt werden, und die Teilnehmenden können sich die Themen aussuchen, die sie am meisten interessieren.

Disclaimer:

  • Stellen Sie für große Gruppen ein Mikrofon und eine zuverlässige Tonanlage bereit, damit alle Teilnehmenden alles gut hören können.

[1] The World Café Community Foundation. World Café Method. Retrived April 2025. https://theworldcafe.com/key-concepts-resources/world-cafe-method/.

Needs analysis activities

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Photovoice

Photovoice

Diese Methode bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Fotos als visuelle Darstellungen persönlicher oder gemeinschaftlicher Anliegen und Bedürfnisse zu erstellen. Die Präsentation der Fotos und ihrer Bedeutung in Gruppendiskussionen befähigt sie, über persönliche und gemeinschaftliche Stärken nachzudenken, einen kritischen Dialog zu führen und Wissen über persönliche und gemeinschaftliche Themen auszutauschen.

Den Teilnehmenden werden Kameras zur Verfügung gestellt (oder sie können ihre Handys oder Smartphones nutzen), um Fotos zu machen, wodurch sie ihre Bedürfnisse und Anliegen durch fotografische Bilder festhalten und reflektieren können. Die Fotodiskussion ermöglicht es den Teilnehmenden, die Fotos, die sie für jede Fotoaufgabe gemacht haben, zu teilen und zu besprechen und einen kritischen Dialog über persönliche oder gemeinschaftliche Stärken, Anliegen und Bedürfnisse zu fördern. Die Teilnehmenden präsentieren ihre Fotos im Rahmen einer moderierten Diskussion.[1]

THEMA

Persönliche und gesellschaftliche Bedürfnisse

SCHWIERIGKEIT

Mittel
Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE

15

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

120

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (15 Min.): Führe die Teilnehmenden zunächst durch eine kurze Visualisierungsübung, die sich auf die zu ermittelnden Bedürfnisse bezieht.

Zum Beispiel: „Setzt euch bequem hin. Wenn ihr euch wohlfühlt, schließt die Augen. Konzentriert euch auf eure Atmung. Nehmt wahr, wie die Luft in euren Körper ein- und ausströmt – beobachtet einfach den Atem.

Nun lade ich euch ein, euch eine Wohngegend vorzustellen, in der ihr gerne leben würdet – eure ideale Wohngegend. Stellt euch vor, ihr spaziert durch sie hindurch. Beobachtet, was um euch herum geschieht. Welche Geräusche hört ihr? Welche Gerüche nehmt ihr wahr? Was seht ihr?

Wie sind die Menschen in dieser Wohngegend? Was tun sie? Wie fühlen sie sich?

Haltet nun einen Moment inne und achtet darauf, wie ihr euch in dieser Wohngegend fühlt.

Ich lade euch ein, euch sanft von eurer idealen Nachbarschaft zu verabschieden und eure Aufmerksamkeit wieder auf euren Atem zu richten. Wenn ihr bereit seid, öffnet eure Augen.”

  • Nach der Visualisierung bitte die Teilnehmenden, individuell darüber nachzudenken: 
    • Wie unterscheidet sich Ihr ideales Viertel von dem, in dem Sie derzeit leben?
    • Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede?
    • Was müsste sich ändern, damit Ihr derzeitiges Viertel ein besserer Ort zum Leben wird?
    • Welche Probleme oder unerfüllten Bedürfnisse in der Gemeinschaft sollten angegangen werden?
  • Jede*r Teilnehmende wählt ein bis drei Fotos aus (je nach der für die Diskussion vorgesehenen Zeit und/oder der Teilnehmerzahl), die er der Gruppe präsentieren möchte, und schickt sie an den*die Moderator*in.

2. Fotografieren in der lokalen Gemeinschaft (45 Min.): Die Teilnehmenden begeben sich in die Gemeinschaft, um Fotos zum vorgegebenen Thema zu machen, und senden ihre ausgewählten Fotos an den*die Moderator*in. Der*die Moderator*in lädt die Fotos auf eine Online-Plattform (z. B. Padlet) hoch und versieht jedes Foto mit dem Namen des Autors. Von jeder Teilnehmenden wird erwartet, dass sie ein bis drei Fotos an den*die Moderator*in schickt oder sie direkt auf der Plattform veröffentlicht.

3. Reflexion und Kommentieren der Fotos (45 Min.): Teilnehmende, deren Fotos gezeigt werden, teilen ihre Assoziationen und Interpretationen des Bildes mit. Andere werden dazu ermutigt, über das Gesagte nachzudenken und darauf zu reagieren, um die Diskussion und ein tieferes Verständnis zu fördern.

  • Wenn es die Zeit erlaubt und Interesse besteht, kann die Gruppe mögliche nächste Schritte erörtern, um bestimmte Probleme anzugehen, die in den Fotos identifiziert wurden.

4. Reflexion und Bewertung (15 Min.): Die folgenden Fragen können gestellt werden:

  • Was hat dir an dieser Aktivität gefallen?
  • Gab es etwas, das dir nicht gefallen hat oder das du gerne anders gemacht hättest?
  • Wie hast du dich während der Übungen gefühlt?
  • Hast du etwas Neues über dich selbst, andere und deine Gemeinschaft gelernt?

Moderationstipps:

  • Wenn du Fotos für die Gruppe präsentierst, zeige am besten jeweils nur ein Foto, damit alle wissen, welches Bild gerade besprochen wird.
  • Erinnere die Teilnehmenden daran, dass sie eine fotografierte Szene wörtlich oder als Metapher verwenden können.
  • Achte darauf, dass die Umgebung eine offene Diskussion ermöglicht und die Teilnehmenden sich sicher fühlen, ihre Gedanken zu äußern.

Varianten und Anpassungen:

  • Diese Aktivität kann auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden, sodass die Jugendlichen über mehrere Tage hinweg Fotos sammeln können – zum Beispiel von Gegenständen aus ihrem Alltag oder von ihrem Schulweg.
  • Bei entsprechendem Interesse können die gesammelten Fotos in einer Ausstellung in der Gemeinde präsentiert werden, um das Bewusstsein für ein bestimmtes Thema zu schärfen.

Disclaimer:

  • Man sollte unbedingt beachten, dass eine Einwilligung erforderlich ist, wenn Personen aus der örtlichen Gemeinde in Nahaufnahme fotografiert werden.
  • Achte darauf, dass sich die Teilnehmenden sicher durch die Nachbarschaft bewegen, und erinnern sie daran, auf den Verkehr zu achten und an gefährlichen Stellen vorsichtig zu sein.

[1] (14) Hergenrather, K., Rhodes, S. and Pula, S. (2009). Photovoice as Community-Based Participatory Research: A  Qualitative Review. American Journal of Health Behaviour.

Needs analysis activities

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Needs Barometer

Gefühlsbarometer

Das Gefühlsbarometer ist eine Methode, die Bewegung, räumliche Positionierung und Gruppendiskussionen nutzt, um den Ausdruck von Meinungen, Einstellungen und Bedürfnissen zu fördern – und gleichzeitig den Respekt vor unterschiedlichen Sichtweisen stärkt. Sie unterstützt den Gruppendialog, der zu neuen Erkenntnissen und Blickwinkeln führen kann.

THEMA

Diskussion über Gefühle und Bedürfnisse

SCHWIERIGKEIT

Mittel
Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

45

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (10 Min.): Die Einheit beginnt mit einer kurzen Aufwärmübung, um eine angenehme und entspannte Atmosphäre zu schaffen.

Der*die Moderator*in erklärt die Regeln der Übung: „Wenn ihr eine Aussage hört, nehmt euch einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken, inwieweit ihr ihr zustimmt oder nicht zustimmt. Stellt euch dann entsprechend eurer Meinung im Raum auf:

  • Eine Seite des Raums steht für ‚Ich stimme zu‘,
  • die gegenüberliegende Seite steht für ‚Ich stimme nicht zu‘,
  • die Mitte steht für ‚Weder zustimmen noch ablehnen‘.“*
  • Die Teilnehmenden werden daran erinnert, dass jeder das Recht hat, seine Meinung zu äußern, ohne andere zu verletzen, und dass alle Standpunkte respektiert werden sollten.

2. Bedürfnisbarometer (20 Min.): Der*die Moderator*in bereitet im Voraus eine Reihe von zum Nachdenken anregenden Aussagen vor, um Reflexion und Diskussion unter den Jugendlichen anzuregen. Beispiele hierfür sind:

  • Bildung ist für alle gleichermaßen zugänglich.
  • Jeder in unserer Stadt hat die gleichen Chancen auf eine gute Lebensqualität.
  • Ich glaube, dass jeder beruflich vorankommen kann, wenn er nur hart genug arbeitet.

Nachdem die Teilnehmenden ihre Position im Raum eingenommen haben, werden sie dazu ermutigt, zu erklären, warum sie diesen Platz gewählt haben. Es wird eine offene Diskussion zwischen den Teilnehmenden moderiert, in der unterschiedliche Perspektiven zum Vorschein kommen und erörtert werden können.

3. Reflexion und Auswertung (15 Minuten): Die Einheit endet mit einer gemeinsamen Reflexion. Vorgeschlagene Leitfragen sind unter anderem:

  • Was hat euch an dieser Aktivität gefallen?
  • Gab es etwas, das euch nicht gefallen hat oder das ihr ändern würdet?
  • Wie habt ihr euch während der Übung gefühlt?
  • Habt ihr etwas Neues über euch selbst, andere oder eure Gemeinschaft gelernt?

Moderationstipps:

  • Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Raum den Teilnehmenden erlaubt, sich frei zu bewegen.
  • Stell an einer Seite des Raums ein Schild mit der Aufschrift „Ich stimme zu“ und an der anderen Seite eines mit „Ich stimme nicht zu“ auf, damit sich die Teilnehmenden leichter auf die Aktivität einlassen können.
  • Zu Beginn ist es wichtig, den Gruppenzusammenhalt zu stärken, damit sich die Teilnehmenden sicher und wohl fühlen, wenn sie sich an der Diskussion beteiligen.
  • Bereite Aussagen vor, die relevant und zum Nachdenken anregend sind und wahrscheinlich Diskussionen auslösen. Wähle Formulierungen, die die Teilnehmenden dazu ermutigen, verschiedene Perspektiven zu erkunden und zu verstehen.

Variationen und Anpassungen:

  • Je nach Teilnehmenden kann die Übung darin bestehen, Bedürfnisse einfach durch die räumliche Positionierung auszudrücken.
  • Der*die Moderator*in kann die Gruppe auch zu einer tiefergehenden Diskussion anleiten, um tiefere Einblicke und ein umfassenderes Verständnis des Themas zu gewinnen.

Disclaimer:

  • Erkläre zu Beginn der Aktivität deutlich, dass dies ein sicherer und respektvoller Raum ist, in dem jeder seine Bedürfnisse und Meinungen äußern kann. Erinnere die Teilnehmenden an die Null-Toleranz-Politik gegenüber Hassreden und sorge dafür, dass während der gesamten Einheit gegenseitiger Respekt gewahrt bleibt.

Needs analysis activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).


Walkshop

Walkshop

Ein Walkshop ist eine Kombination aus Spaziergang und Workshop, die als pädagogische und kollaborative Methode im Freien, in städtischer oder natürlicher Umgebung, eingesetzt werden kann. Er verbindet körperliche Aktivität mit gezielter geistiger Auseinandersetzung, um neue Perspektiven zu eröffnen und ein tieferes Verständnis für ein Thema zu fördern. Die Teilnehmenden diskutieren das Thema, während sie sich auf einer vorgegebenen Route fortbewegen.
Die Teilnehmenden erhalten eine Karte der Gegend und eine Aufgabe, die mit dem Thema zusammenhängt. Sie haben genügend Zeit, um zum und durch das vorgesehene Gebiet zu laufen, während sie in kleineren Gruppen gemeinsam über die Aufgabe nachdenken. Nach dem Spaziergang erstellen sie gemeinsam eine „Fantasiekarte“ der Gegend, die sie im Rahmen der Aufgabe erkundet haben, und präsentieren sie den anderen Teilnehmenden. Nach jeder Kartenpräsentation findet eine moderierte Diskussion statt.

THEMA

Bedürfnisse von Einzelnen, Gruppen oder Gemeinschaften

SCHWIERIGKEIT

Mittel
Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

180

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (15 Min.): Erkläre den Teilnehmenden die Aktivität, verteile die Karten und Aufgaben und teile die Teilnehmenden in kleinere Gruppen von 4–5 Personen auf.

Jede Gruppe bekommt ein anderes Thema/eine andere Aufgabe und ein anderes Gebiet, das sie erkunden sollen und das auf der Karte markiert ist. Die Themen und Aufgaben können alles sein, was für euren Kontext wichtig und relevant ist. Zum Beispiel ist das Ziel einer Gruppe das Viertel, in dem ihr euch befindet, und das Thema ist Inklusion. Während sie durch das Gebiet laufen, sollen sie die Umgebung im Hinblick auf die Aufgabe und das Thema beobachten, die auf einem Handout erklärt oder über eine digitale Plattform verschickt werden. Stelle sicher, dass das Thema und die Aufgabe klar erklärt sind, und stelle einige Fragen bereit, die der Gruppe helfen, sich in das Thema zu vertiefen:

  • Inklusion in unserer Nachbarschaft erkunden
    Heute erkundet ihr eure Nachbarschaft durch die Brille der Inklusion.
    Inklusion bedeutet, am besten definiert, dass sich die Mitglieder eines Umfelds oder einer Gesellschaft wertgeschätzt, respektiert und einbezogen fühlen, egal welcher Hintergrund oder welche Identität sie haben. Sie haben die gleichen Chancen wie andere und werden nicht übersehen oder ausgeschlossen. Überlegt euch, was Inklusion für euch bedeutet. Beobachtet eure Umgebung auf eurem Weg und denkt dabei über folgende Fragen nach:

    • Inwiefern fördert diese Nachbarschaft die Inklusion verschiedener Menschen?
    • Fühlst du dich in dieser Umgebung einbezogen?
    • Stell dir vor, du bist eine Person, die sich im Rollstuhl fortbewegt oder die Landessprache nicht spricht. Welche Elemente kannst du beobachten, die dein Gefühl der Inklusion unterstützen oder nicht unterstützen?
    • Was müsste sich in dieser Nachbarschaft ändern, um eine inklusivere und angenehmere Umgebung zu schaffen, die Vielfalt wertschätzt?
    • Wie können wir die Idee der Inklusion in unserem Alltag unterstützen?
  • Erstellung einer Fantasiekarte
    Wenn ihr zum Arbeitsraum zurückkehrt, erstellt ihr eine Inklusions-Fantasiekarte (eine Karte eurer Nachbarschaft), die eure Beobachtungen und Antworten auf die Fragen veranschaulicht. Gestaltet eure Karte so, dass sie zeigt, wie diese Umgebung verbessert werden könnte, um die Inklusion verschiedener Menschen zu unterstützen. Stellt dar, was ihr in der Gegend bereits vorgefunden habt und wie ihr euch die Situation mit den vorgeschlagenen Verbesserungen vorstellt.

2. Erkundung der lokalen Gemeinschaft (60 Min.): Die Teilnehmenden machen einen Spaziergang durch das festgelegte Gebiet und die Route und erkunden gemeinsam das vorgegebene Thema und die Aufgabe. Sie können Notizen machen, Fotos schießen oder die Fragen einfach mündlich beantworten und über ihre Beobachtungen und Ideen sprechen.

3. Erstellung der Fantasiekarten (60 Min.): Die Teilnehmenden kehren in den Arbeitsraum zurück und erhalten genügend Zeit, das erkundete Gebiet als Fantasiekarte zu gestalten. Sie verwenden ein größeres Blatt Papier (Format A1, A2 oder A3) und nutzen verschiedene Malutensilien (Stifte, Farben, Collagen, sogar Dinge, die sie während des Spaziergangs gesammelt haben), um ihre Beobachtungen darzustellen.

4. Präsentation und Reflexion (45 Min.): Jede Gruppe präsentiert ihre Fantasiekarte und erläutert ihre Beobachtungen. Die anderen werden dazu ermutigt, über das Gesagte nachzudenken und darauf zu reagieren, was die Diskussion und ein tieferes Verständnis fördert.

Nachdem alle Gruppen ihre Karten vorgestellt haben, kann eine allgemeine Reflexion mit den folgenden Fragen durchgeführt werden:

  • Was hat dir an dieser Aktivität gefallen?
  • Wie war der Spaziergang – war er angenehm, anstrengend, aufschlussreich…?
  • Wie hat euch die Aufgabe geholfen, die Gegend aus einer neuen Perspektive zu sehen?
  • Habt ihr etwas Neues über euch selbst, andere und eure Gemeinschaft gelernt?

Wenn es die Zeit erlaubt und Interesse besteht, kann die Gruppe mögliche nächste Schritte erörtern, um bestimmte Probleme und Bedürfnisse anzugehen, die durch die Karten identifiziert wurden.

Moderationstipps:

  • Passe die Themen und Aufgaben an deinen Kontext und deine Zielgruppe an.
  • Wenn es die Zeit erlaubt, kannst du vor dem Spaziergang mit einer kurzen Diskussion über das Thema beginnen.
  • Du kannst die Teilnehmenden daran erinnern, während des Spaziergangs verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, wie zum Beispiel den Zustand des Weges, die Barrierefreiheit, die Ästhetik, die Sicherheit, das Mikroklima, die menschliche Maßstäbe, das Vorhandensein öffentlicher Einrichtungen sowie Orte für soziale Interaktion und Erholung.
  • Achte darauf, dass der Rahmen eine offene Diskussion zulässt und sich die Teilnehmenden sicher fühlen, ihre Gedanken zu äußern.

Variationen und Anpassungen:

  • Wenn du die Aktivität in einer Kleinstadt oder einem Dorf durchführst, können die Gruppen denselben festgelegten Bereich mit einem anderen Thema bzw. einer anderen Aufgabe bearbeiten.
  • Bei Interesse können die erstellten Karten in eine Ausstellung für die örtliche Gemeinde umgewandelt werden, um das Bewusstsein für ein bestimmtes Thema zu schärfen.

Disclaimer:

  • Berücksichtige die Wetterbedingungen. Achte darauf, dass sich die Teilnehmenden sicher durch die Nachbarschaft bewegen, und erinnere sie daran, auf den Verkehr zu achten und an gefährlichen Stellen vorsichtig zu sein.

Needs analysis activities

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Associative cards

Assoziationskarten

Assoziationskarten lassen sich auf vielfältige Weise einsetzen, sowohl mit Einzelpersonen als auch mit Gruppen. Der kreativen Nutzung der Karten sind keine Grenzen gesetzt – außer den Grenzen der Fantasie des*der Moderator*in und dem Ziel der jeweiligen Aktivität. Sie können dazu dienen, ein sicheres Umfeld zu schaffen, in dem Kommunikationsfähigkeiten sowie der Austausch von Gedanken, Ideen und Emotionen mit anderen geübt werden können. Sie fördern Kommunikation, Kreativität und Fantasie. Durch ihren Einsatz können wir den intuitiven Teil einer Person ansprechen, was einen authentischeren Ausdruck fördert. Ebenso fällt es manchen Menschen, denen es schwerfällt, sich verbal auszudrücken, leichter, sich durch Assoziationen mitzuteilen.

Diese Methode hilft dabei, Kontakt herzustellen und ein Gespräch zu beginnen. Moderator*innen können durch den Einsatz von Assoziationen und Projektionen Einblicke in die Bedürfnisse junger Menschen gewinnen. Es ist wichtig, dass Moderator*innen es vermeiden, die Karten für die Teilnehmenden zu interpretieren, da dies deren eigene Assoziationen aufzwingen könnte, anstatt die Perspektive der Teilnehmenden zum Vorschein kommen zu lassen. Es geht immer und ausschließlich um Bedürfnisse, Assoziationen, Geschichten, Metaphern, Wörter und Sätze, die die Nutzer selbst eingebracht haben.[1]

THEMA

Bedürfnisse durch Assoziationskarten ausdrücken

SCHWIERIGKEIT

Mittel
Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE

10

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

60

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (10 Min.): Den jungen Teilnehmenden wird erklärt, dass sie heute mithilfe von Assoziationskarten ihre Bedürfnisse erkunden werden:

„Assoziationskarten sind ein Werkzeug, das für viele Zwecke genutzt werden kann – zum Beispiel, um Ideen, Meinungen oder Gefühle auszudrücken. Heute werden wir sie nutzen, um euch dabei zu helfen, über einige eurer persönlichen Bedürfnisse nachzudenken und sie mit anderen zu teilen.“

2. Visualisierung und Assoziationskarten (10 Min.): Führe die Teilnehmenden vor der Hauptaktivität durch eine kurze Visualisierung, um ihnen zu helfen, sich mit ihren Bedürfnissen zu verbinden:

„Setzt euch bequem hin. Spürt den Boden unter euren Füßen. Nehmt die Berührungspunkte zwischen eurem Körper und dem Stuhl oder dem Boden wahr. Spürt euren Körper. Scannt euren Körper langsam von den Füßen bis zum Scheitel.

Wenn du irgendwo Verspannungen spürst, versuche, diese sanft zu lösen, oder atme tiefer in diesen Bereich hinein.

Denke nun darüber nach, was du dir von diesem Workshop erhoffst. Was möchtest du lernen? Welche neuen Fähigkeiten möchtest du erwerben? Welche Art von Atmosphäre möchtest du in der Gruppe erleben?

Richte deine Aufmerksamkeit wieder auf deinen Atem und atme ein paar Mal langsam und tief ein und aus.“

Anleitung für die Übung:

Bitte die Teilnehmenden, eine Karte auszuwählen, die ein Bedürfnis von ihnen repräsentiert oder die sie an etwas aus der Visualisierung erinnert. Ermutige sie, sich Zeit beim Durchsehen der Karten zu nehmen, aber die Karte zu wählen, die sie anspricht, anstatt zu viel darüber nachzudenken.

3. Reflexion über die Karten (30 Min.): Die Teilnehmenden sitzen im Kreis und reflektieren über die Karte, die sie ausgewählt haben. Jeder ist eingeladen, seine Gedanken zu teilen, aber die Privatsphäre wird respektiert – Wenn jemand seine Reflexion nicht mit der Gruppe teilen möchte, kann er sie aufschreiben und dem*der Moderator*in geben. Es ist wichtig, die Kreativität und Interpretation jedes Einzelnen zu respektieren. Es ist nicht erlaubt, die Assoziation eines anderen zu korrigieren oder anzudeuten, dass seine Interpretation „falsch“ ist. Die Erfahrung jedes Einzelnen ist gültig.

4. Reflexion und Auswertung (10 Min.): Die folgenden Fragen können gestellt werden:

  • Was hat dir an dieser Aktivität gefallen?
  • Gibt es etwas, das dir nicht gefallen hat und das du gerne ändern würdest?
  • Wie hast du dich während der Übungen gefühlt?
  • Wie fühlst du dich jetzt nach den Übungen?
  • Hast du etwas Neues über dich selbst gelernt?

Moderationstipps:

  • Jede Interpretation einer Karte ist gültig und bedeutungsvoll für die Person, die sie ausgewählt hat.
  • Schaffe einen sicheren und inklusiven Raum, in dem sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
  • Gib jedem Teilnehmenden genügend Zeit, über seine Bedürfnisse nachzudenken, bevor er sie mitteilt.
  • Teile der Gruppe im Voraus mit, dass jeder ein paar Minuten Zeit zum Sprechen hat, damit wirklich jeder zu Wort kommt.

Varianten und Anpassungen:

  • Wenn die Teilnehmenden verschiedene Sprachen sprechen, ziehe den Einsatz von Übersetzungshilfsmitteln, visuellen Anleitungen oder gegenseitiger Unterstützung in Betracht.
  • Manchen Teilnehmenden fällt es vielleicht schwer, Bedürfnisse oder Gefühle offen auszudrücken; aufgrund kultureller Normen kann dies ungewohnt oder unangenehm sein. Biete Alternativen zum lauten Vortragen an: schriftlich oder durch Zeichnen.
  • Wenn ihr remote arbeitet, nutze digitale Assoziationskarten (verfügbar in Apps oder auf Online-Plattformen) und ein Videokonferenz-Werkzeug.
  • Die Teilnehmenden können die von ihnen gewählte Karte behalten und später einen persönlichen Brief oder einen Tagebucheintrag dazu schreiben, um den Reflexionsprozess zu vertiefen.

Disclaimer:

  • Diese Aktivität sollte von Jugendarbeiter*innen oder Moderator*innen durchgeführt werden, die wissen, wie man einen sicheren und freundlichen Raum für alle schafft.

[1] (15) Kusturin, S. and Rosandić, A. (2005) Kako kontaktirati. Udruga Igra.

Needs analysis activities

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Listening worlds

Die Welt des Zuhörens

Bei dieser Methode geht es darum, das Hörvermögen sowohl als Fähigkeit als auch als Konzept zu entwickeln. Die Teilnehmenden bekommen Musik zu hören und kommen durch verschiedene Hörübungen miteinander in Kontakt. Sie stellen sich mit einem Lied ihrer Wahl vor und nehmen dann an Gruppenaktivitäten teil, bei denen sie ihr Gehör schärfen und mit ihrer Stimme verschiedene Klänge erzeugen.

THEMA

Inklusion, Gruppenzusammenhalt, Zuhören

SCHWIERIGKEIT

Anfänger

GRUPPENGRÖßE

10-15

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

110-125

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (10 Min.): Erkläre den Zweck der Übung (das Zuhören als Mittel zur Förderung von Empathie erkunden). Frage die Teilnehmenden, was „Zuhören“ für sie bedeutet.

2. Was ist dein Soundtrack? (30–45 Min.): Jede*r Teilnehmende stellt sich vor, indem er einen Ausschnitt aus einem Lied abspielt, der ihn repräsentiert. Sie haben bis zu 2–3 Minuten Zeit, um zu erklären, warum sie diesen Song gewählt haben, inwiefern er für sie wichtig ist und so weiter. Es ist wichtig, den Song zunächst eine Weile laufen zu lassen und ihn dann, wenn die Person zu sprechen beginnt, als Hintergrundmusik leiserzustellen. Der*die Moderator*in macht den Anfang, um das Tempo vorzugeben.

3. Stop ’n’ go (20 Min.): Die Teilnehmenden laufen frei im Raum herum, während der*die Moderator*in Musik abspielt. Immer wenn die Musik pausiert, müssen sie stillstehen; wenn sie wieder einsetzt, bewegen sie sich weiter. Nach ein paar Runden ermutige die Teilnehmenden, vom Gehen zu freieren Bewegungen oder zum Tanzen überzugehen. An diesem Punkt können sie selbst entscheiden, ob sie sich bewegen oder stillstehen, wenn die Musik spielt oder pausiert – was die Konzentration und das Zuhören fördert.

VARIANTE: Wenn sich die Gruppe wohlfühlt, kannst du eine Aufgabe hinzufügen, bei der die Teilnehmenden, wenn die Musik stoppt, mit den Personen in ihrer unmittelbaren Nähe Dreiergruppen bilden und sich gegenseitig die Hände auf die Schultern legen. Bei jedem Stopp gibt der*die Moderator*in eine Frage vor, über die sie in ihrem Trio diskutieren sollen. Diese können von leicht und einfach („Das Erste, was mir heute Morgen beim Aufwachen in den Sinn kam, war…“ oder „Was war das letzte Konzert, das du besucht hast?“) bis hin zu persönlicheren Reflexionen („Eine Sache, die ich an mir mag, ist…“ oder „Mein bester Freund inspiriert mich, weil…“) reichen. Wenn die Runde vorbei ist, müssen sich die Leute im Trio zueinander den Rücken zuwenden, und wenn alle Trios fertig sind, wird die Musik wieder gespielt, bis es beim nächsten Stopp neue Gruppenkombinationen gibt.

4. Der Klang der Stille (15 Min.): Die Teilnehmenden bilden eine Gruppe und stehen so nah beieinander, wie es ihnen angenehm ist. Wenn es jemandem unangenehm ist, so nah bei den anderen zu stehen, oder er bekommt Angst, kann er den Kreis verlassen und etwas abseits stehen. Wenn sie möchten, können sie wieder in den Kreis zurückkehren, sobald sie sich dazu bereit fühlen. Sie schließen die Augen, und der*die Moderator*in führt sie durch eine Übung des Zuhörens. Es wird darauf hingewiesen, dass Zuhören über das bloße Hören hinausgeht; es ist eine Wahrnehmungsmethode, die sowohl aufmerksam als auch empfänglich ist, nach dem sucht, was nicht sofort offensichtlich ist, und Einzigartigkeit und Vielfalt wertschätzt. Die Teilnehmenden werden eingeladen, ihre Ohren und Sinne durch körperliche und sensorische Ansätze zu schärfen und die Geräusche und Empfindungen zu erkunden, die kommen und gehen. Sie lauschen ihrem eigenen Atem und dem der anderen, dem Gefühl der Kleidung auf ihrer Haut, den Gerüchen und Geräuschen, die von nah oder fern, von innen und sogar von außerhalb des Raums oder Gebäudes kommen könnten. Gegen Ende ermutigt der*die Moderator*in sie, nach und nach Geräusche wie Summen zu erzeugen und diese zunehmend lauter zu machen; sie öffnen die Augen und bewegen sich im Raum, wobei sie den gemeinsamen Klang weiter erzeugen, bis sie gemeinsam ein Ende finden.

5. Musikalische Dusche (20 Min.) – Der*die Moderator*in weist darauf hin, dass musikalische Duschen sehr beliebt sind, und fragt die Gruppe, ob sie bereit wäre, eine eigene Dusche zu gestalten. Jeder wählt ein Geräusch, das er als beruhigend empfindet, und probiert es gemeinsam mit der Gruppe aus, wobei bei Bedarf Änderungen vorgenommen werden. Dann bittet der*die Moderator*in die Teilnehmer, einen engen Kreis zu bilden (sie können sich umarmen, wenn es ihnen angenehm ist) und sucht Freiwillige, die sich in den Kreis stellen. Sie können die Augen schließen. Wenn sie wollen, können sie gehen und jemanden bitten, ihren Platz einzunehmen. Das sollt ihr 5 bis 10 Minuten lang so machen.

6. Reflexion und Auswertung (15 Min.): Am Ende sitzen die Teilnehmenden im Kreis und reflektieren kurz, wie sie sich fühlen und wie die Übung für sie war. Die Gruppe bespricht das Zuhören und was es für sie bedeutet.

Fragen zur Reflexion:

  • Wie hast du dich bei den Aktivitäten gefühlt?
  • Was hast du über das Zuhören gelernt? Hat sich dein Verständnis oder deine Wahrnehmung vom Zuhören durch diese Aktivitäten verändert? Wie?
  • Wie hat es sich angefühlt, angehört zu werden – oder auf eine andere, bewusstere Art zuzuhören?

Beobachte zur Auswertung das Engagement der Teilnehmenden und ihre Bereitschaft, sich mitzuteilen. Sammle Feedback mündlich oder über eine kurze Umfrage.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
  • Nimm Rücksicht auf die Empfindlichkeiten der Teilnehmenden und passe einige Aktivitäten bei Bedarf an.
  • Biete Teilnehmenden, die Unterstützung benötigen, zusätzliche Hilfe an.

Varianten und Anpassungen:

  • Wenn es den Teilnehmenden unangenehm ist, einen engen Kreis zu bilden, kann dieselbe Aktivität auch so durchgeführt werden, dass die Teilnehmenden im Raum stehen, wo immer sie sich wohlfühlen.
  • Wenn die Gruppe schüchtern ist oder sich noch nicht gut kennt, kannst du den Teil mit den Geräuschen weglassen und dich mehr auf das Zuhören und die Reflexionsübungen konzentrieren.
  • Wenn du den Workshop mit Teilnehmenden durchführst, die körperliche Einschränkungen haben, sorge für zusätzliche Unterstützung – zum Beispiel zusätzliche Stühle für diejenigen, denen das Stehen schwerfällt.
  • Erinnere die Teilnehmenden daran, dass jede Art von Bewegung und Stimme willkommen ist.
  • Wenn es der Gruppe schwerfällt, vor anderen zu sprechen, gib ihnen die Möglichkeit, ihre Gedanken schriftlich oder in kleinen Gruppen statt im großen Kreis zu teilen.
  • Wenn es Sprachbarrieren gibt, erlaube den Teilnehmenden, Lieder aus ihrer eigenen Kultur oder in ihrer eigenen Sprache vorzustellen, und bitte sie, deren Bedeutung bei Bedarf mit Hilfe eines*einer Moderator*in zu erklären.
  • Wähle für kürzere Einheiten 2 oder 3 Teile der gesamten Aktivität aus, auf die du dich konzentrieren möchtest, anstatt alle Schritte durchzuführen.
  • Verwende Kopfhörer und eine gemeinsame Playlist, wenn der Raum es nicht zulässt, Musik laut abzuspielen.

Music and movement activities

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The sound and us

Der Klang und wir

Bei dieser Methode werden Klänge und Stimmen erkundet, die spontan als Gruppe erzeugt werden. Die Dirigierübung bringt die Gruppe als Chor zusammen, in dem jeder seinen eigenen bevorzugten Klang findet und diesen gemeinsam erzeugt, während die Musikimprovisation eine spielerische Möglichkeit bietet, mit Alltagsgegenständen kreativ zu sein und die Klänge zu erkunden, die diese erzeugen können. Das „Emotionen-Radio“ verbindet diese vorangegangenen Übungen und konzentriert sich dabei auf die Verbindung zwischen Klängen und bestimmten Emotionen.

THEMA

Gemeinsam Musik machen, Klänge und Stimmen entdecken, Gefühle ausdrücken

SCHWIERIGKEIT

Anfänger

GRUPPENGRÖßE

10-15

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

90

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (5 Min.): Erkläre den Zweck der Übung (Selbstdarstellung durch die Stimme, Erkundung von Klängen und gemeinsames Zuhören).

2. Klangkreis (15 Min.): Die Gruppe sitzt oder steht im Kreis, und jede Person sagt ihren Namen und macht einen Klang. Die nächste Person wiederholt dies und macht ihren eigenen Klang, und so weiter, bis der Kreis durch ist. Die Namen können weggelassen werden, wenn sich die Teilnehmenden bereits kennen. Der Name kann vor dem Erzeugen des Klangs in normaler Tonlage gesagt werden, oder die Aufgabe kann darin bestehen, den eigenen Namen zu „singen“. Wenn man keinen Ton von sich geben kann, ist es in Ordnung, den Namen aufzuschreiben und einen Klang mit dem Körper oder mit Gegenständen/Instrumenten im Raum zu erzeugen.

3. Die Dirigentenübung (15 Min.): Die Teilnehmenden sollten ihren eigenen Klang wählen, indem sie ihre Stimme oder Körperteile einsetzen, anders als in der vorherigen Übung (z. B. summen, pfeifen, singen, brabbeln, schnippen, mit der Zunge schnalzen, klatschen). Sie können es ausprobieren, während sie im Raum herumlaufen, dann mit geschlossenen Augen stehen oder sich hinsetzen. Der*die Moderator*in stellt die Gruppe dann in Form eines Chors auf und erklärt die Regeln der Übung. Der*die Moderator*in zeigt Handbewegungen zum Starten und Stoppen des Klangs sowie zum Lauter- (Hand heben) oder Leiserwerden (Hand senken). Der*die Moderator*in „dirigiert“ zuerst und fordert dann eine andere Person auf, es zu versuchen. Das wird etwa 5 bis 10 Minuten lang gemacht, wobei jeweils 3 bis 4 Personen dirigieren.

4. Ungewöhnliches Jammen (20 Min.): Der*die Moderator*in fordert die Teilnehmenden nun auf, Alltagsgegenstände im Raum zu suchen, wie Bleistifte, Tassen, Papier usw., die einen Klang erzeugen können. Sie werden in zwei Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe organisiert ihre Klänge gemeinsam wie eine Band. Sie können Rhythmus und Lautstärke wählen und diese wie bei einer Jam-Session ausprobieren. Falls nötig, erklärt der*die Moderator*in das Konzept des Jammens – das freie Experimentieren mit Rhythmus, Lautstärke und Timing, um gemeinsam etwas zu erschaffen, ohne feste Regeln. Die Gruppen sollen einander zuhören, Muster erkunden und ihre Klänge zu einer kurzen Darbietung zusammenstellen. Nach ein wenig „Proben“ spielt eine Gruppe ihre Klänge der anderen Gruppe vor und umgekehrt.

5. Emotionen-Radio (20 Min.): Die Gruppe bildet wieder einen Kreis. Jetzt ist das Ziel, musikalische Motive zu produzieren, die eine Emotion darstellen könnten. Zunächst können die Teilnehmenden kurz darüber nachdenken, wie Emotionen klingen. Der*die Moderator*in nennt verschiedene Emotionen (z. B. Angst, Wut, Traurigkeit, Freude) und lässt die Gruppe eine Weile harmonisieren. Sie können summen, singen oder mit den Gegenständen im Raum/Instrumenten Klänge erzeugen.

6. Reflexion und Auswertung (15 Min.): Nach der Übung setzen sich die Teilnehmenden in einen Kreis und reflektieren kurz, wie sie sich fühlen und wie sie die Übung erlebt haben.

Reflexionsfragen:

  • Wie haben dir die Aktivitäten gefallen?
  • Wie hast du durch Klänge eine Verbindung zu anderen hergestellt?
  • Was hast du über deine Emotionen gelernt, indem du ihnen einen Klang gegeben hast?

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Reaktionen der Teilnehmenden. Sammle Feedback mündlich oder über eine kurze Umfrage.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine entspannte Atmosphäre und erinnere die Teilnehmenden daran, loszulassen und Spaß zu haben.
  • Gehe mit gutem Beispiel voran.

Variationen und Anpassungen:

  • Wenn einige Teilnehmende Probleme mit der Stimmbildung haben, können sie anstelle ihrer Stimme Gegenstände oder Instrumente verwenden.
  • Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen kann der*die Moderator*in sie dazu anleiten, die Schwingungen und Körperbewegungen wahrzunehmen, um sich auf den Rhythmus und die Energie der Musik einzustimmen.
  • Der*die Moderator*in kann einige einfache Percussion-Instrumente wie Triangel, Becken und Shaker mitbringen.
  • Wenn genügend Zeit und Materialien vorhanden sind, können einige Instrumente aus verschiedenen recycelten Materialien gebastelt werden, zum Beispiel: Eine mit Sand oder Kieselsteinen gefüllte und an beiden Enden verschlossene Papierrolle kann zu einem selbstgemachten Shaker werden.

Music and movement activities

Contact

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