World café

World café

Diese Methode bietet ein einfaches und flexibles Format für die Durchführung von Großgruppendialogen und lässt sich an die unterschiedlichsten Anforderungen anpassen. Der jeweilige Kontext, die Teilnehmendenanzahl, der Zweck, der Veranstaltungsort und andere Rahmenbedingungen werden bei der Organisation berücksichtigt. Durch die Diskussion in kleinen Gruppen hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, seine Meinung zu äußern. Zudem leitet der Moderator die Diskussion und passt sie an die Besonderheiten der Gruppe an.

THEMA

Gespräche über Bedürfnisse in Kleingruppen

SCHWIERIGKEIT

Mittel
Fortgeschrittene

GRUPPENGRÖßE

30-50

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

95-120

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Begrüßung und Einführung: Der*die Moderator*in beginnt mit einer herzlichen Begrüßung und einer kurzen Aufwärmübung. Anschließend erläutert er*sie die Ziele und den Ablauf der Einheit:
  2. „Heute habt ihr die Gelegenheit, in kleinen Gruppen verschiedene Themen (eure Bedürfnisse) zu besprechen. Jede Gruppe hat einen*eine Moderator*in, der*die das Gespräch leitet. Bitte teilt mit, womit ihr euch wohlfühlt, und respektiert die Beiträge der anderen.“
  3. Der*die Moderator*in stellt außerdem die Moderator*innen an den einzelnen Tischen vor und erläutert deren Rolle. Anschließend werden die Teilnehmenden in kleine Gruppen aufgeteilt. Diese Gruppeneinteilung kann spielerisch gestaltet werden, um den Teilnehmenden zu helfen, sich zu entspannen, und den Gruppenzusammenhalt zu fördern.
  4. Kleingruppenrunden: Der Raum ist im Voraus mit Tischen ausgestattet, die über den Raum verteilt sind. Jeder Tisch ist einem bestimmten Thema (z. B. Bildung, Beschäftigung, Wohnen) oder einem Hauptthema gewidmet, das aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird (z. B. Gefühle, Frustrationen, Erfahrungen, neue Ideen zu einem bestimmten Thema).
  5. An jedem Tisch sitzt ein*e fest zugewiesene*r Moderator*in, der die Diskussion leitet und Leitfragen stellt. Die Moderatoren sollten sich im Voraus mit einer Reihe von Fragen vorbereiten und, falls erforderlich, Hintergrundrecherchen zum Thema durchführen.
  6. Die Gruppen wechseln zwischen den Tischen und verbringen je nach Gruppengröße etwa 15 bis 20 Minuten an jedem Tisch. Die Moderatoren stellen offene Fragen, die die Teilnehmenden dazu ermutigen, ihre Bedürfnisse und Meinungen zu äußern. Sie hören aktiv zu, geben Rückmeldungen und formulieren das Gesagte um, um das Verständnis sicherzustellen. Während der gesamten Aktivität werden Notizen gemacht, die im abschließenden Teil der Aktivität geteilt werden.
  7. An jedem Tisch steht Papier zur Verfügung, auf dem die Teilnehmenden schreiben, illustrieren oder zeichnen können – je nachdem, welche Ausdrucksform ihnen am natürlichsten erscheint.
  8. Zusammenfassung: Die Moderatoren sind eingeladen, Erkenntnisse oder andere Ergebnisse aus den Gesprächen mit dem Rest der großen Gruppe zu teilen. [1] Die Teilnehmenden werden ermutigt, mit Reflexionen, Ergänzungen oder Kommentaren zu reagieren, um die gemeinsamen Schlussfolgerungen zu bereichern.
  9. Reflexion und Auswertung: Die Auswertung erfolgt mithilfe einer digitalen Plattform (z. B. Mentimeter). Fragen werden im Voraus vorbereitet, wie zum Beispiel:
      • Wie haben Sie sich während der heutigen Aktivität gefühlt?
      • Haben Sie etwas Neues gelernt oder eine neue Perspektive gewonnen?
      • Was ist Ihnen bei dieser Aktivität am meisten aufgefallen?
      • Was hätten Sie sich anders gewünscht?

    Die Antworten werden anonym eingereicht und zur gemeinsamen Reflexion und Diskussion projiziert.

Tipps für Moderatoren:

  • Bei der Einrichtung des Raums sollte darauf geachtet werden, dass zwischen den Tischen genügend Abstand ist, damit ungestörte Gespräche möglich sind.
  • Bei der Auswahl der Moderatoren ist es hilfreich, Personen zu wählen, die mit dem Thema vertraut sind und über ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten verfügen, insbesondere bei der Arbeit mit Jugendlichen.

Varianten und Anpassungen:

  • Bei kleinen Gruppen können die Teilnehmenden an allen Tischen rotieren.
  • Bei größeren Gruppen kann die Anzahl der Tische (oder Diskussionsrunden) begrenzt werden, und die Teilnehmenden können sich die Themen aussuchen, die sie am meisten interessieren.

Disclaimer:

  • Stellen Sie für große Gruppen ein Mikrofon und eine zuverlässige Tonanlage bereit, damit alle Teilnehmenden alles gut hören können.

[1] The World Café Community Foundation. World Café Method. Retrived April 2025. https://theworldcafe.com/key-concepts-resources/world-cafe-method/.

Needs analysis activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).


Photovoice

Photovoice

Diese Methode bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Fotos als visuelle Darstellungen persönlicher oder gemeinschaftlicher Anliegen und Bedürfnisse zu erstellen. Die Präsentation der Fotos und ihrer Bedeutung in Gruppendiskussionen befähigt sie, über persönliche und gemeinschaftliche Stärken nachzudenken, einen kritischen Dialog zu führen und Wissen über persönliche und gemeinschaftliche Themen auszutauschen.

Den Teilnehmenden werden Kameras zur Verfügung gestellt (oder sie können ihre Handys oder Smartphones nutzen), um Fotos zu machen, wodurch sie ihre Bedürfnisse und Anliegen durch fotografische Bilder festhalten und reflektieren können. Die Fotodiskussion ermöglicht es den Teilnehmenden, die Fotos, die sie für jede Fotoaufgabe gemacht haben, zu teilen und zu besprechen und einen kritischen Dialog über persönliche oder gemeinschaftliche Stärken, Anliegen und Bedürfnisse zu fördern. Die Teilnehmenden präsentieren ihre Fotos im Rahmen einer moderierten Diskussion.[1]

THEMA

Persönliche und gesellschaftliche Bedürfnisse

SCHWIERIGKEIT

Mittel
Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE

15

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

120

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (15 Min.): Führe die Teilnehmenden zunächst durch eine kurze Visualisierungsübung, die sich auf die zu ermittelnden Bedürfnisse bezieht.

Zum Beispiel: „Setzt euch bequem hin. Wenn ihr euch wohlfühlt, schließt die Augen. Konzentriert euch auf eure Atmung. Nehmt wahr, wie die Luft in euren Körper ein- und ausströmt – beobachtet einfach den Atem.

Nun lade ich euch ein, euch eine Wohngegend vorzustellen, in der ihr gerne leben würdet – eure ideale Wohngegend. Stellt euch vor, ihr spaziert durch sie hindurch. Beobachtet, was um euch herum geschieht. Welche Geräusche hört ihr? Welche Gerüche nehmt ihr wahr? Was seht ihr?

Wie sind die Menschen in dieser Wohngegend? Was tun sie? Wie fühlen sie sich?

Haltet nun einen Moment inne und achtet darauf, wie ihr euch in dieser Wohngegend fühlt.

Ich lade euch ein, euch sanft von eurer idealen Nachbarschaft zu verabschieden und eure Aufmerksamkeit wieder auf euren Atem zu richten. Wenn ihr bereit seid, öffnet eure Augen.”

  • Nach der Visualisierung bitte die Teilnehmenden, individuell darüber nachzudenken: 
    • Wie unterscheidet sich Ihr ideales Viertel von dem, in dem Sie derzeit leben?
    • Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede?
    • Was müsste sich ändern, damit Ihr derzeitiges Viertel ein besserer Ort zum Leben wird?
    • Welche Probleme oder unerfüllten Bedürfnisse in der Gemeinschaft sollten angegangen werden?
  • Jede*r Teilnehmende wählt ein bis drei Fotos aus (je nach der für die Diskussion vorgesehenen Zeit und/oder der Teilnehmerzahl), die er der Gruppe präsentieren möchte, und schickt sie an den*die Moderator*in.

2. Fotografieren in der lokalen Gemeinschaft (45 Min.): Die Teilnehmenden begeben sich in die Gemeinschaft, um Fotos zum vorgegebenen Thema zu machen, und senden ihre ausgewählten Fotos an den*die Moderator*in. Der*die Moderator*in lädt die Fotos auf eine Online-Plattform (z. B. Padlet) hoch und versieht jedes Foto mit dem Namen des Autors. Von jeder Teilnehmenden wird erwartet, dass sie ein bis drei Fotos an den*die Moderator*in schickt oder sie direkt auf der Plattform veröffentlicht.

3. Reflexion und Kommentieren der Fotos (45 Min.): Teilnehmende, deren Fotos gezeigt werden, teilen ihre Assoziationen und Interpretationen des Bildes mit. Andere werden dazu ermutigt, über das Gesagte nachzudenken und darauf zu reagieren, um die Diskussion und ein tieferes Verständnis zu fördern.

  • Wenn es die Zeit erlaubt und Interesse besteht, kann die Gruppe mögliche nächste Schritte erörtern, um bestimmte Probleme anzugehen, die in den Fotos identifiziert wurden.

4. Reflexion und Bewertung (15 Min.): Die folgenden Fragen können gestellt werden:

  • Was hat dir an dieser Aktivität gefallen?
  • Gab es etwas, das dir nicht gefallen hat oder das du gerne anders gemacht hättest?
  • Wie hast du dich während der Übungen gefühlt?
  • Hast du etwas Neues über dich selbst, andere und deine Gemeinschaft gelernt?

Moderationstipps:

  • Wenn du Fotos für die Gruppe präsentierst, zeige am besten jeweils nur ein Foto, damit alle wissen, welches Bild gerade besprochen wird.
  • Erinnere die Teilnehmenden daran, dass sie eine fotografierte Szene wörtlich oder als Metapher verwenden können.
  • Achte darauf, dass die Umgebung eine offene Diskussion ermöglicht und die Teilnehmenden sich sicher fühlen, ihre Gedanken zu äußern.

Varianten und Anpassungen:

  • Diese Aktivität kann auch über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden, sodass die Jugendlichen über mehrere Tage hinweg Fotos sammeln können – zum Beispiel von Gegenständen aus ihrem Alltag oder von ihrem Schulweg.
  • Bei entsprechendem Interesse können die gesammelten Fotos in einer Ausstellung in der Gemeinde präsentiert werden, um das Bewusstsein für ein bestimmtes Thema zu schärfen.

Disclaimer:

  • Man sollte unbedingt beachten, dass eine Einwilligung erforderlich ist, wenn Personen aus der örtlichen Gemeinde in Nahaufnahme fotografiert werden.
  • Achte darauf, dass sich die Teilnehmenden sicher durch die Nachbarschaft bewegen, und erinnern sie daran, auf den Verkehr zu achten und an gefährlichen Stellen vorsichtig zu sein.

[1] (14) Hergenrather, K., Rhodes, S. and Pula, S. (2009). Photovoice as Community-Based Participatory Research: A  Qualitative Review. American Journal of Health Behaviour.

Needs analysis activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


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Needs Barometer

Gefühlsbarometer

Das Gefühlsbarometer ist eine Methode, die Bewegung, räumliche Positionierung und Gruppendiskussionen nutzt, um den Ausdruck von Meinungen, Einstellungen und Bedürfnissen zu fördern – und gleichzeitig den Respekt vor unterschiedlichen Sichtweisen stärkt. Sie unterstützt den Gruppendialog, der zu neuen Erkenntnissen und Blickwinkeln führen kann.

THEMA

Diskussion über Gefühle und Bedürfnisse

SCHWIERIGKEIT

Mittel
Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

45

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (10 Min.): Die Einheit beginnt mit einer kurzen Aufwärmübung, um eine angenehme und entspannte Atmosphäre zu schaffen.

Der*die Moderator*in erklärt die Regeln der Übung: „Wenn ihr eine Aussage hört, nehmt euch einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken, inwieweit ihr ihr zustimmt oder nicht zustimmt. Stellt euch dann entsprechend eurer Meinung im Raum auf:

  • Eine Seite des Raums steht für ‚Ich stimme zu‘,
  • die gegenüberliegende Seite steht für ‚Ich stimme nicht zu‘,
  • die Mitte steht für ‚Weder zustimmen noch ablehnen‘.“*
  • Die Teilnehmenden werden daran erinnert, dass jeder das Recht hat, seine Meinung zu äußern, ohne andere zu verletzen, und dass alle Standpunkte respektiert werden sollten.

2. Bedürfnisbarometer (20 Min.): Der*die Moderator*in bereitet im Voraus eine Reihe von zum Nachdenken anregenden Aussagen vor, um Reflexion und Diskussion unter den Jugendlichen anzuregen. Beispiele hierfür sind:

  • Bildung ist für alle gleichermaßen zugänglich.
  • Jeder in unserer Stadt hat die gleichen Chancen auf eine gute Lebensqualität.
  • Ich glaube, dass jeder beruflich vorankommen kann, wenn er nur hart genug arbeitet.

Nachdem die Teilnehmenden ihre Position im Raum eingenommen haben, werden sie dazu ermutigt, zu erklären, warum sie diesen Platz gewählt haben. Es wird eine offene Diskussion zwischen den Teilnehmenden moderiert, in der unterschiedliche Perspektiven zum Vorschein kommen und erörtert werden können.

3. Reflexion und Auswertung (15 Minuten): Die Einheit endet mit einer gemeinsamen Reflexion. Vorgeschlagene Leitfragen sind unter anderem:

  • Was hat euch an dieser Aktivität gefallen?
  • Gab es etwas, das euch nicht gefallen hat oder das ihr ändern würdet?
  • Wie habt ihr euch während der Übung gefühlt?
  • Habt ihr etwas Neues über euch selbst, andere oder eure Gemeinschaft gelernt?

Moderationstipps:

  • Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Raum den Teilnehmenden erlaubt, sich frei zu bewegen.
  • Stell an einer Seite des Raums ein Schild mit der Aufschrift „Ich stimme zu“ und an der anderen Seite eines mit „Ich stimme nicht zu“ auf, damit sich die Teilnehmenden leichter auf die Aktivität einlassen können.
  • Zu Beginn ist es wichtig, den Gruppenzusammenhalt zu stärken, damit sich die Teilnehmenden sicher und wohl fühlen, wenn sie sich an der Diskussion beteiligen.
  • Bereite Aussagen vor, die relevant und zum Nachdenken anregend sind und wahrscheinlich Diskussionen auslösen. Wähle Formulierungen, die die Teilnehmenden dazu ermutigen, verschiedene Perspektiven zu erkunden und zu verstehen.

Variationen und Anpassungen:

  • Je nach Teilnehmenden kann die Übung darin bestehen, Bedürfnisse einfach durch die räumliche Positionierung auszudrücken.
  • Der*die Moderator*in kann die Gruppe auch zu einer tiefergehenden Diskussion anleiten, um tiefere Einblicke und ein umfassenderes Verständnis des Themas zu gewinnen.

Disclaimer:

  • Erkläre zu Beginn der Aktivität deutlich, dass dies ein sicherer und respektvoller Raum ist, in dem jeder seine Bedürfnisse und Meinungen äußern kann. Erinnere die Teilnehmenden an die Null-Toleranz-Politik gegenüber Hassreden und sorge dafür, dass während der gesamten Einheit gegenseitiger Respekt gewahrt bleibt.

Needs analysis activities

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Walkshop

Walkshop

Ein Walkshop ist eine Kombination aus Spaziergang und Workshop, die als pädagogische und kollaborative Methode im Freien, in städtischer oder natürlicher Umgebung, eingesetzt werden kann. Er verbindet körperliche Aktivität mit gezielter geistiger Auseinandersetzung, um neue Perspektiven zu eröffnen und ein tieferes Verständnis für ein Thema zu fördern. Die Teilnehmenden diskutieren das Thema, während sie sich auf einer vorgegebenen Route fortbewegen.
Die Teilnehmenden erhalten eine Karte der Gegend und eine Aufgabe, die mit dem Thema zusammenhängt. Sie haben genügend Zeit, um zum und durch das vorgesehene Gebiet zu laufen, während sie in kleineren Gruppen gemeinsam über die Aufgabe nachdenken. Nach dem Spaziergang erstellen sie gemeinsam eine „Fantasiekarte“ der Gegend, die sie im Rahmen der Aufgabe erkundet haben, und präsentieren sie den anderen Teilnehmenden. Nach jeder Kartenpräsentation findet eine moderierte Diskussion statt.

THEMA

Bedürfnisse von Einzelnen, Gruppen oder Gemeinschaften

SCHWIERIGKEIT

Mittel
Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

180

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (15 Min.): Erkläre den Teilnehmenden die Aktivität, verteile die Karten und Aufgaben und teile die Teilnehmenden in kleinere Gruppen von 4–5 Personen auf.

Jede Gruppe bekommt ein anderes Thema/eine andere Aufgabe und ein anderes Gebiet, das sie erkunden sollen und das auf der Karte markiert ist. Die Themen und Aufgaben können alles sein, was für euren Kontext wichtig und relevant ist. Zum Beispiel ist das Ziel einer Gruppe das Viertel, in dem ihr euch befindet, und das Thema ist Inklusion. Während sie durch das Gebiet laufen, sollen sie die Umgebung im Hinblick auf die Aufgabe und das Thema beobachten, die auf einem Handout erklärt oder über eine digitale Plattform verschickt werden. Stelle sicher, dass das Thema und die Aufgabe klar erklärt sind, und stelle einige Fragen bereit, die der Gruppe helfen, sich in das Thema zu vertiefen:

  • Inklusion in unserer Nachbarschaft erkunden
    Heute erkundet ihr eure Nachbarschaft durch die Brille der Inklusion.
    Inklusion bedeutet, am besten definiert, dass sich die Mitglieder eines Umfelds oder einer Gesellschaft wertgeschätzt, respektiert und einbezogen fühlen, egal welcher Hintergrund oder welche Identität sie haben. Sie haben die gleichen Chancen wie andere und werden nicht übersehen oder ausgeschlossen. Überlegt euch, was Inklusion für euch bedeutet. Beobachtet eure Umgebung auf eurem Weg und denkt dabei über folgende Fragen nach:

    • Inwiefern fördert diese Nachbarschaft die Inklusion verschiedener Menschen?
    • Fühlst du dich in dieser Umgebung einbezogen?
    • Stell dir vor, du bist eine Person, die sich im Rollstuhl fortbewegt oder die Landessprache nicht spricht. Welche Elemente kannst du beobachten, die dein Gefühl der Inklusion unterstützen oder nicht unterstützen?
    • Was müsste sich in dieser Nachbarschaft ändern, um eine inklusivere und angenehmere Umgebung zu schaffen, die Vielfalt wertschätzt?
    • Wie können wir die Idee der Inklusion in unserem Alltag unterstützen?
  • Erstellung einer Fantasiekarte
    Wenn ihr zum Arbeitsraum zurückkehrt, erstellt ihr eine Inklusions-Fantasiekarte (eine Karte eurer Nachbarschaft), die eure Beobachtungen und Antworten auf die Fragen veranschaulicht. Gestaltet eure Karte so, dass sie zeigt, wie diese Umgebung verbessert werden könnte, um die Inklusion verschiedener Menschen zu unterstützen. Stellt dar, was ihr in der Gegend bereits vorgefunden habt und wie ihr euch die Situation mit den vorgeschlagenen Verbesserungen vorstellt.

2. Erkundung der lokalen Gemeinschaft (60 Min.): Die Teilnehmenden machen einen Spaziergang durch das festgelegte Gebiet und die Route und erkunden gemeinsam das vorgegebene Thema und die Aufgabe. Sie können Notizen machen, Fotos schießen oder die Fragen einfach mündlich beantworten und über ihre Beobachtungen und Ideen sprechen.

3. Erstellung der Fantasiekarten (60 Min.): Die Teilnehmenden kehren in den Arbeitsraum zurück und erhalten genügend Zeit, das erkundete Gebiet als Fantasiekarte zu gestalten. Sie verwenden ein größeres Blatt Papier (Format A1, A2 oder A3) und nutzen verschiedene Malutensilien (Stifte, Farben, Collagen, sogar Dinge, die sie während des Spaziergangs gesammelt haben), um ihre Beobachtungen darzustellen.

4. Präsentation und Reflexion (45 Min.): Jede Gruppe präsentiert ihre Fantasiekarte und erläutert ihre Beobachtungen. Die anderen werden dazu ermutigt, über das Gesagte nachzudenken und darauf zu reagieren, was die Diskussion und ein tieferes Verständnis fördert.

Nachdem alle Gruppen ihre Karten vorgestellt haben, kann eine allgemeine Reflexion mit den folgenden Fragen durchgeführt werden:

  • Was hat dir an dieser Aktivität gefallen?
  • Wie war der Spaziergang – war er angenehm, anstrengend, aufschlussreich…?
  • Wie hat euch die Aufgabe geholfen, die Gegend aus einer neuen Perspektive zu sehen?
  • Habt ihr etwas Neues über euch selbst, andere und eure Gemeinschaft gelernt?

Wenn es die Zeit erlaubt und Interesse besteht, kann die Gruppe mögliche nächste Schritte erörtern, um bestimmte Probleme und Bedürfnisse anzugehen, die durch die Karten identifiziert wurden.

Moderationstipps:

  • Passe die Themen und Aufgaben an deinen Kontext und deine Zielgruppe an.
  • Wenn es die Zeit erlaubt, kannst du vor dem Spaziergang mit einer kurzen Diskussion über das Thema beginnen.
  • Du kannst die Teilnehmenden daran erinnern, während des Spaziergangs verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, wie zum Beispiel den Zustand des Weges, die Barrierefreiheit, die Ästhetik, die Sicherheit, das Mikroklima, die menschliche Maßstäbe, das Vorhandensein öffentlicher Einrichtungen sowie Orte für soziale Interaktion und Erholung.
  • Achte darauf, dass der Rahmen eine offene Diskussion zulässt und sich die Teilnehmenden sicher fühlen, ihre Gedanken zu äußern.

Variationen und Anpassungen:

  • Wenn du die Aktivität in einer Kleinstadt oder einem Dorf durchführst, können die Gruppen denselben festgelegten Bereich mit einem anderen Thema bzw. einer anderen Aufgabe bearbeiten.
  • Bei Interesse können die erstellten Karten in eine Ausstellung für die örtliche Gemeinde umgewandelt werden, um das Bewusstsein für ein bestimmtes Thema zu schärfen.

Disclaimer:

  • Berücksichtige die Wetterbedingungen. Achte darauf, dass sich die Teilnehmenden sicher durch die Nachbarschaft bewegen, und erinnere sie daran, auf den Verkehr zu achten und an gefährlichen Stellen vorsichtig zu sein.

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Associative cards

Assoziationskarten

Assoziationskarten lassen sich auf vielfältige Weise einsetzen, sowohl mit Einzelpersonen als auch mit Gruppen. Der kreativen Nutzung der Karten sind keine Grenzen gesetzt – außer den Grenzen der Fantasie des*der Moderator*in und dem Ziel der jeweiligen Aktivität. Sie können dazu dienen, ein sicheres Umfeld zu schaffen, in dem Kommunikationsfähigkeiten sowie der Austausch von Gedanken, Ideen und Emotionen mit anderen geübt werden können. Sie fördern Kommunikation, Kreativität und Fantasie. Durch ihren Einsatz können wir den intuitiven Teil einer Person ansprechen, was einen authentischeren Ausdruck fördert. Ebenso fällt es manchen Menschen, denen es schwerfällt, sich verbal auszudrücken, leichter, sich durch Assoziationen mitzuteilen.

Diese Methode hilft dabei, Kontakt herzustellen und ein Gespräch zu beginnen. Moderator*innen können durch den Einsatz von Assoziationen und Projektionen Einblicke in die Bedürfnisse junger Menschen gewinnen. Es ist wichtig, dass Moderator*innen es vermeiden, die Karten für die Teilnehmenden zu interpretieren, da dies deren eigene Assoziationen aufzwingen könnte, anstatt die Perspektive der Teilnehmenden zum Vorschein kommen zu lassen. Es geht immer und ausschließlich um Bedürfnisse, Assoziationen, Geschichten, Metaphern, Wörter und Sätze, die die Nutzer selbst eingebracht haben.[1]

THEMA

Bedürfnisse durch Assoziationskarten ausdrücken

SCHWIERIGKEIT

Mittel
Fortgeschritten

GRUPPENGRÖßE

10

Teilnehmende

ALTER

15+

DAUER

60

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (10 Min.): Den jungen Teilnehmenden wird erklärt, dass sie heute mithilfe von Assoziationskarten ihre Bedürfnisse erkunden werden:

„Assoziationskarten sind ein Werkzeug, das für viele Zwecke genutzt werden kann – zum Beispiel, um Ideen, Meinungen oder Gefühle auszudrücken. Heute werden wir sie nutzen, um euch dabei zu helfen, über einige eurer persönlichen Bedürfnisse nachzudenken und sie mit anderen zu teilen.“

2. Visualisierung und Assoziationskarten (10 Min.): Führe die Teilnehmenden vor der Hauptaktivität durch eine kurze Visualisierung, um ihnen zu helfen, sich mit ihren Bedürfnissen zu verbinden:

„Setzt euch bequem hin. Spürt den Boden unter euren Füßen. Nehmt die Berührungspunkte zwischen eurem Körper und dem Stuhl oder dem Boden wahr. Spürt euren Körper. Scannt euren Körper langsam von den Füßen bis zum Scheitel.

Wenn du irgendwo Verspannungen spürst, versuche, diese sanft zu lösen, oder atme tiefer in diesen Bereich hinein.

Denke nun darüber nach, was du dir von diesem Workshop erhoffst. Was möchtest du lernen? Welche neuen Fähigkeiten möchtest du erwerben? Welche Art von Atmosphäre möchtest du in der Gruppe erleben?

Richte deine Aufmerksamkeit wieder auf deinen Atem und atme ein paar Mal langsam und tief ein und aus.“

Anleitung für die Übung:

Bitte die Teilnehmenden, eine Karte auszuwählen, die ein Bedürfnis von ihnen repräsentiert oder die sie an etwas aus der Visualisierung erinnert. Ermutige sie, sich Zeit beim Durchsehen der Karten zu nehmen, aber die Karte zu wählen, die sie anspricht, anstatt zu viel darüber nachzudenken.

3. Reflexion über die Karten (30 Min.): Die Teilnehmenden sitzen im Kreis und reflektieren über die Karte, die sie ausgewählt haben. Jeder ist eingeladen, seine Gedanken zu teilen, aber die Privatsphäre wird respektiert – Wenn jemand seine Reflexion nicht mit der Gruppe teilen möchte, kann er sie aufschreiben und dem*der Moderator*in geben. Es ist wichtig, die Kreativität und Interpretation jedes Einzelnen zu respektieren. Es ist nicht erlaubt, die Assoziation eines anderen zu korrigieren oder anzudeuten, dass seine Interpretation „falsch“ ist. Die Erfahrung jedes Einzelnen ist gültig.

4. Reflexion und Auswertung (10 Min.): Die folgenden Fragen können gestellt werden:

  • Was hat dir an dieser Aktivität gefallen?
  • Gibt es etwas, das dir nicht gefallen hat und das du gerne ändern würdest?
  • Wie hast du dich während der Übungen gefühlt?
  • Wie fühlst du dich jetzt nach den Übungen?
  • Hast du etwas Neues über dich selbst gelernt?

Moderationstipps:

  • Jede Interpretation einer Karte ist gültig und bedeutungsvoll für die Person, die sie ausgewählt hat.
  • Schaffe einen sicheren und inklusiven Raum, in dem sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
  • Gib jedem Teilnehmenden genügend Zeit, über seine Bedürfnisse nachzudenken, bevor er sie mitteilt.
  • Teile der Gruppe im Voraus mit, dass jeder ein paar Minuten Zeit zum Sprechen hat, damit wirklich jeder zu Wort kommt.

Varianten und Anpassungen:

  • Wenn die Teilnehmenden verschiedene Sprachen sprechen, ziehe den Einsatz von Übersetzungshilfsmitteln, visuellen Anleitungen oder gegenseitiger Unterstützung in Betracht.
  • Manchen Teilnehmenden fällt es vielleicht schwer, Bedürfnisse oder Gefühle offen auszudrücken; aufgrund kultureller Normen kann dies ungewohnt oder unangenehm sein. Biete Alternativen zum lauten Vortragen an: schriftlich oder durch Zeichnen.
  • Wenn ihr remote arbeitet, nutze digitale Assoziationskarten (verfügbar in Apps oder auf Online-Plattformen) und ein Videokonferenz-Werkzeug.
  • Die Teilnehmenden können die von ihnen gewählte Karte behalten und später einen persönlichen Brief oder einen Tagebucheintrag dazu schreiben, um den Reflexionsprozess zu vertiefen.

Disclaimer:

  • Diese Aktivität sollte von Jugendarbeiter*innen oder Moderator*innen durchgeführt werden, die wissen, wie man einen sicheren und freundlichen Raum für alle schafft.

[1] (15) Kusturin, S. and Rosandić, A. (2005) Kako kontaktirati. Udruga Igra.

Needs analysis activities

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Listening worlds

Die Welt des Zuhörens

Bei dieser Methode geht es darum, das Hörvermögen sowohl als Fähigkeit als auch als Konzept zu entwickeln. Die Teilnehmenden bekommen Musik zu hören und kommen durch verschiedene Hörübungen miteinander in Kontakt. Sie stellen sich mit einem Lied ihrer Wahl vor und nehmen dann an Gruppenaktivitäten teil, bei denen sie ihr Gehör schärfen und mit ihrer Stimme verschiedene Klänge erzeugen.

THEMA

Inklusion, Gruppenzusammenhalt, Zuhören

SCHWIERIGKEIT

Anfänger

GRUPPENGRÖßE

10-15

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

110-125

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (10 Min.): Erkläre den Zweck der Übung (das Zuhören als Mittel zur Förderung von Empathie erkunden). Frage die Teilnehmenden, was „Zuhören“ für sie bedeutet.

2. Was ist dein Soundtrack? (30–45 Min.): Jede*r Teilnehmende stellt sich vor, indem er einen Ausschnitt aus einem Lied abspielt, der ihn repräsentiert. Sie haben bis zu 2–3 Minuten Zeit, um zu erklären, warum sie diesen Song gewählt haben, inwiefern er für sie wichtig ist und so weiter. Es ist wichtig, den Song zunächst eine Weile laufen zu lassen und ihn dann, wenn die Person zu sprechen beginnt, als Hintergrundmusik leiserzustellen. Der*die Moderator*in macht den Anfang, um das Tempo vorzugeben.

3. Stop ’n’ go (20 Min.): Die Teilnehmenden laufen frei im Raum herum, während der*die Moderator*in Musik abspielt. Immer wenn die Musik pausiert, müssen sie stillstehen; wenn sie wieder einsetzt, bewegen sie sich weiter. Nach ein paar Runden ermutige die Teilnehmenden, vom Gehen zu freieren Bewegungen oder zum Tanzen überzugehen. An diesem Punkt können sie selbst entscheiden, ob sie sich bewegen oder stillstehen, wenn die Musik spielt oder pausiert – was die Konzentration und das Zuhören fördert.

VARIANTE: Wenn sich die Gruppe wohlfühlt, kannst du eine Aufgabe hinzufügen, bei der die Teilnehmenden, wenn die Musik stoppt, mit den Personen in ihrer unmittelbaren Nähe Dreiergruppen bilden und sich gegenseitig die Hände auf die Schultern legen. Bei jedem Stopp gibt der*die Moderator*in eine Frage vor, über die sie in ihrem Trio diskutieren sollen. Diese können von leicht und einfach („Das Erste, was mir heute Morgen beim Aufwachen in den Sinn kam, war…“ oder „Was war das letzte Konzert, das du besucht hast?“) bis hin zu persönlicheren Reflexionen („Eine Sache, die ich an mir mag, ist…“ oder „Mein bester Freund inspiriert mich, weil…“) reichen. Wenn die Runde vorbei ist, müssen sich die Leute im Trio zueinander den Rücken zuwenden, und wenn alle Trios fertig sind, wird die Musik wieder gespielt, bis es beim nächsten Stopp neue Gruppenkombinationen gibt.

4. Der Klang der Stille (15 Min.): Die Teilnehmenden bilden eine Gruppe und stehen so nah beieinander, wie es ihnen angenehm ist. Wenn es jemandem unangenehm ist, so nah bei den anderen zu stehen, oder er bekommt Angst, kann er den Kreis verlassen und etwas abseits stehen. Wenn sie möchten, können sie wieder in den Kreis zurückkehren, sobald sie sich dazu bereit fühlen. Sie schließen die Augen, und der*die Moderator*in führt sie durch eine Übung des Zuhörens. Es wird darauf hingewiesen, dass Zuhören über das bloße Hören hinausgeht; es ist eine Wahrnehmungsmethode, die sowohl aufmerksam als auch empfänglich ist, nach dem sucht, was nicht sofort offensichtlich ist, und Einzigartigkeit und Vielfalt wertschätzt. Die Teilnehmenden werden eingeladen, ihre Ohren und Sinne durch körperliche und sensorische Ansätze zu schärfen und die Geräusche und Empfindungen zu erkunden, die kommen und gehen. Sie lauschen ihrem eigenen Atem und dem der anderen, dem Gefühl der Kleidung auf ihrer Haut, den Gerüchen und Geräuschen, die von nah oder fern, von innen und sogar von außerhalb des Raums oder Gebäudes kommen könnten. Gegen Ende ermutigt der*die Moderator*in sie, nach und nach Geräusche wie Summen zu erzeugen und diese zunehmend lauter zu machen; sie öffnen die Augen und bewegen sich im Raum, wobei sie den gemeinsamen Klang weiter erzeugen, bis sie gemeinsam ein Ende finden.

5. Musikalische Dusche (20 Min.) – Der*die Moderator*in weist darauf hin, dass musikalische Duschen sehr beliebt sind, und fragt die Gruppe, ob sie bereit wäre, eine eigene Dusche zu gestalten. Jeder wählt ein Geräusch, das er als beruhigend empfindet, und probiert es gemeinsam mit der Gruppe aus, wobei bei Bedarf Änderungen vorgenommen werden. Dann bittet der*die Moderator*in die Teilnehmer, einen engen Kreis zu bilden (sie können sich umarmen, wenn es ihnen angenehm ist) und sucht Freiwillige, die sich in den Kreis stellen. Sie können die Augen schließen. Wenn sie wollen, können sie gehen und jemanden bitten, ihren Platz einzunehmen. Das sollt ihr 5 bis 10 Minuten lang so machen.

6. Reflexion und Auswertung (15 Min.): Am Ende sitzen die Teilnehmenden im Kreis und reflektieren kurz, wie sie sich fühlen und wie die Übung für sie war. Die Gruppe bespricht das Zuhören und was es für sie bedeutet.

Fragen zur Reflexion:

  • Wie hast du dich bei den Aktivitäten gefühlt?
  • Was hast du über das Zuhören gelernt? Hat sich dein Verständnis oder deine Wahrnehmung vom Zuhören durch diese Aktivitäten verändert? Wie?
  • Wie hat es sich angefühlt, angehört zu werden – oder auf eine andere, bewusstere Art zuzuhören?

Beobachte zur Auswertung das Engagement der Teilnehmenden und ihre Bereitschaft, sich mitzuteilen. Sammle Feedback mündlich oder über eine kurze Umfrage.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
  • Nimm Rücksicht auf die Empfindlichkeiten der Teilnehmenden und passe einige Aktivitäten bei Bedarf an.
  • Biete Teilnehmenden, die Unterstützung benötigen, zusätzliche Hilfe an.

Varianten und Anpassungen:

  • Wenn es den Teilnehmenden unangenehm ist, einen engen Kreis zu bilden, kann dieselbe Aktivität auch so durchgeführt werden, dass die Teilnehmenden im Raum stehen, wo immer sie sich wohlfühlen.
  • Wenn die Gruppe schüchtern ist oder sich noch nicht gut kennt, kannst du den Teil mit den Geräuschen weglassen und dich mehr auf das Zuhören und die Reflexionsübungen konzentrieren.
  • Wenn du den Workshop mit Teilnehmenden durchführst, die körperliche Einschränkungen haben, sorge für zusätzliche Unterstützung – zum Beispiel zusätzliche Stühle für diejenigen, denen das Stehen schwerfällt.
  • Erinnere die Teilnehmenden daran, dass jede Art von Bewegung und Stimme willkommen ist.
  • Wenn es der Gruppe schwerfällt, vor anderen zu sprechen, gib ihnen die Möglichkeit, ihre Gedanken schriftlich oder in kleinen Gruppen statt im großen Kreis zu teilen.
  • Wenn es Sprachbarrieren gibt, erlaube den Teilnehmenden, Lieder aus ihrer eigenen Kultur oder in ihrer eigenen Sprache vorzustellen, und bitte sie, deren Bedeutung bei Bedarf mit Hilfe eines*einer Moderator*in zu erklären.
  • Wähle für kürzere Einheiten 2 oder 3 Teile der gesamten Aktivität aus, auf die du dich konzentrieren möchtest, anstatt alle Schritte durchzuführen.
  • Verwende Kopfhörer und eine gemeinsame Playlist, wenn der Raum es nicht zulässt, Musik laut abzuspielen.

Music and movement activities

Contact

Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).


The sound and us

Der Klang und wir

Bei dieser Methode werden Klänge und Stimmen erkundet, die spontan als Gruppe erzeugt werden. Die Dirigierübung bringt die Gruppe als Chor zusammen, in dem jeder seinen eigenen bevorzugten Klang findet und diesen gemeinsam erzeugt, während die Musikimprovisation eine spielerische Möglichkeit bietet, mit Alltagsgegenständen kreativ zu sein und die Klänge zu erkunden, die diese erzeugen können. Das „Emotionen-Radio“ verbindet diese vorangegangenen Übungen und konzentriert sich dabei auf die Verbindung zwischen Klängen und bestimmten Emotionen.

THEMA

Gemeinsam Musik machen, Klänge und Stimmen entdecken, Gefühle ausdrücken

SCHWIERIGKEIT

Anfänger

GRUPPENGRÖßE

10-15

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

90

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (5 Min.): Erkläre den Zweck der Übung (Selbstdarstellung durch die Stimme, Erkundung von Klängen und gemeinsames Zuhören).

2. Klangkreis (15 Min.): Die Gruppe sitzt oder steht im Kreis, und jede Person sagt ihren Namen und macht einen Klang. Die nächste Person wiederholt dies und macht ihren eigenen Klang, und so weiter, bis der Kreis durch ist. Die Namen können weggelassen werden, wenn sich die Teilnehmenden bereits kennen. Der Name kann vor dem Erzeugen des Klangs in normaler Tonlage gesagt werden, oder die Aufgabe kann darin bestehen, den eigenen Namen zu „singen“. Wenn man keinen Ton von sich geben kann, ist es in Ordnung, den Namen aufzuschreiben und einen Klang mit dem Körper oder mit Gegenständen/Instrumenten im Raum zu erzeugen.

3. Die Dirigentenübung (15 Min.): Die Teilnehmenden sollten ihren eigenen Klang wählen, indem sie ihre Stimme oder Körperteile einsetzen, anders als in der vorherigen Übung (z. B. summen, pfeifen, singen, brabbeln, schnippen, mit der Zunge schnalzen, klatschen). Sie können es ausprobieren, während sie im Raum herumlaufen, dann mit geschlossenen Augen stehen oder sich hinsetzen. Der*die Moderator*in stellt die Gruppe dann in Form eines Chors auf und erklärt die Regeln der Übung. Der*die Moderator*in zeigt Handbewegungen zum Starten und Stoppen des Klangs sowie zum Lauter- (Hand heben) oder Leiserwerden (Hand senken). Der*die Moderator*in „dirigiert“ zuerst und fordert dann eine andere Person auf, es zu versuchen. Das wird etwa 5 bis 10 Minuten lang gemacht, wobei jeweils 3 bis 4 Personen dirigieren.

4. Ungewöhnliches Jammen (20 Min.): Der*die Moderator*in fordert die Teilnehmenden nun auf, Alltagsgegenstände im Raum zu suchen, wie Bleistifte, Tassen, Papier usw., die einen Klang erzeugen können. Sie werden in zwei Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe organisiert ihre Klänge gemeinsam wie eine Band. Sie können Rhythmus und Lautstärke wählen und diese wie bei einer Jam-Session ausprobieren. Falls nötig, erklärt der*die Moderator*in das Konzept des Jammens – das freie Experimentieren mit Rhythmus, Lautstärke und Timing, um gemeinsam etwas zu erschaffen, ohne feste Regeln. Die Gruppen sollen einander zuhören, Muster erkunden und ihre Klänge zu einer kurzen Darbietung zusammenstellen. Nach ein wenig „Proben“ spielt eine Gruppe ihre Klänge der anderen Gruppe vor und umgekehrt.

5. Emotionen-Radio (20 Min.): Die Gruppe bildet wieder einen Kreis. Jetzt ist das Ziel, musikalische Motive zu produzieren, die eine Emotion darstellen könnten. Zunächst können die Teilnehmenden kurz darüber nachdenken, wie Emotionen klingen. Der*die Moderator*in nennt verschiedene Emotionen (z. B. Angst, Wut, Traurigkeit, Freude) und lässt die Gruppe eine Weile harmonisieren. Sie können summen, singen oder mit den Gegenständen im Raum/Instrumenten Klänge erzeugen.

6. Reflexion und Auswertung (15 Min.): Nach der Übung setzen sich die Teilnehmenden in einen Kreis und reflektieren kurz, wie sie sich fühlen und wie sie die Übung erlebt haben.

Reflexionsfragen:

  • Wie haben dir die Aktivitäten gefallen?
  • Wie hast du durch Klänge eine Verbindung zu anderen hergestellt?
  • Was hast du über deine Emotionen gelernt, indem du ihnen einen Klang gegeben hast?

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Reaktionen der Teilnehmenden. Sammle Feedback mündlich oder über eine kurze Umfrage.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine entspannte Atmosphäre und erinnere die Teilnehmenden daran, loszulassen und Spaß zu haben.
  • Gehe mit gutem Beispiel voran.

Variationen und Anpassungen:

  • Wenn einige Teilnehmende Probleme mit der Stimmbildung haben, können sie anstelle ihrer Stimme Gegenstände oder Instrumente verwenden.
  • Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen kann der*die Moderator*in sie dazu anleiten, die Schwingungen und Körperbewegungen wahrzunehmen, um sich auf den Rhythmus und die Energie der Musik einzustimmen.
  • Der*die Moderator*in kann einige einfache Percussion-Instrumente wie Triangel, Becken und Shaker mitbringen.
  • Wenn genügend Zeit und Materialien vorhanden sind, können einige Instrumente aus verschiedenen recycelten Materialien gebastelt werden, zum Beispiel: Eine mit Sand oder Kieselsteinen gefüllte und an beiden Enden verschlossene Papierrolle kann zu einem selbstgemachten Shaker werden.

Music and movement activities

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Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

iuliana.pavel@a4action.ro
A4ACTION – Antim Ivireanu Culture House, Islaz Alley, Ghermănești, Snagov, Ilfov District, Romania, 077170


Co-funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or the ANPCDEFP. Neither the European Union nor the ANPCDEFP can be held responsible for them.


The project is conducted by the following organisations: A4ACTION (Romania) – coordinator, Udruga Delta (Croatia), InterAktion (Austria), Asociación Espacio Rojo (Spain) and GAIA Museum Outsider Art (Denmark).


Mirror dance

Spiegeltanz

Die Methode bietet Raum, individuelle und kollektive Bewegung zu erkunden. Die Teilnehmenden machen Bewegungs- und Tanzübungen zu zweit und zu dritt, wobei der Schwerpunkt auf Improvisation und Selbstausdruck liegt. Durch einfache, aber fesselnde Aufgaben fördern die Aktivitäten das Körperbewusstsein gegenüber sich selbst und den anderen mithilfe von nonverbaler Sprache und Körperkontakt.

THEMA

Ausdruck durch Bewegung, Inklusion, Empathie

SCHWIERIGKEIT

Anfänger

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

90

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (5 Min.): Erkläre den Zweck der Aktivität (Tanzimprovisation, Selbstdarstellung, Vielfalt feiern).

2. Eisbrecher (20 Min.): Nutze je nach Bedarf 2–3 Einführungsaktivitäten (Namensspiel, Energizer, Aufwärmübung) aus dem Zusatzkapitel am Ende der Toolbox.

3. Spiegeltanz (25 Min.): Der*die Moderator*in bittet die Gruppe, mit verschiedenen Anweisungen (langsam, schnell, als ob der Boden brennt, aus Eis usw.) durch den Raum zu laufen. Anschließend lässt er sie eine kleine, sanfte individuelle Improvisationstanzsequenz machen. Wenn alle bereit sind, werden die Teilnehmenden in Paare aufgeteilt. Es können zwei einander gegenüberstehende Reihen gebildet werden, indem eine lustige Ja-oder-Nein-Frage gestellt wird (z. B. „Ananas auf Pizza – ja oder nein?“), sodass die Person, der du gegenüberstehst, dein Partner ist. Oder die Teilnehmenden können sich alle zu einem engen Kreis zusammenfinden, die Augen schließen und die Hände nach vorne strecken, um die Hände eines anderen zu berühren – die Person, deren Hand sie berührt haben, ist ihr Partner.

Wenn die Teilnehmerzahl ungerade ist, kann der*die Moderator*in mitmachen.

Die Paare werden gebeten, sich in die Augen zu schauen, ohne zu sprechen. Es wird sanfte Musik gespielt. Sie versuchen, die Gegenwart des anderen zu spüren, und obwohl sie lachen dürfen, sollten sie sich wirklich darauf konzentrieren, nicht zu sprechen – sondern sich nur anzuschauen (2–3 Minuten). Wenn sie sich wohlfühlen, können sie einen Schritt näher kommen, müssen dabei aber auf das Wohlbefinden der anderen Person achten. Der*die Moderator*in betont, wie wichtig Einverständnis ist und dass man auf die andere Person achtet, mit der man interagiert.

Dann erhalten sie Anweisungen zum Spiegeln: Eine Person leitet den Tanz, indem sie eine Bewegung macht, und die andere muss ihr folgen, als wäre sie ein Spiegel. Nach einer festgelegten Zeit tauschen sie die Rollen und machen mit derselben Anweisung weiter (jeweils 5–7 Minuten). An diesem Punkt können sie beginnen, sich im Raum zu bewegen. Die nächste Aufgabe besteht darin, einen Spiegelkontrast zu erzeugen. Wenn die führende Person beispielsweise eine langsame Bewegung macht, muss die andere sie schnell ausführen; wenn die führende Person eine Aufwärtsbewegung macht, geht die andere Person nach unten und so weiter. Das Ziel ist es, einen Kontrast oder eine entgegengesetzte Bewegung zum Partner zu finden. Nach 5 Minuten tauschen sie die Rollen. Am Ende erhalten die Paare die Aufgabe, sich so gemeinsam zu bewegen, dass sich die Spitzen ihrer Zeigefinger ständig berühren (ohne loszulassen), sofern sie sich dabei wohlfühlen. Sie improvisieren gemeinsam für 5–7 Minuten.

4. Die Puppe (25 Min.): Der*die Moderator*in beginnt damit, die Paare aufzulösen und die Gruppe zu bitten, sich frei im Raum zu bewegen. Während sie sich bewegen, gibt der*die Moderator*in einfache Anweisungen wie: „Stopp“, „Los“, „Klatsch“ und „Spring“. Nach einer Weile wird die Bedeutung der Befehle umgekehrt – „Stopp“ bedeutet nun „Los“ und umgekehrt; dann bedeutet „Klatsch“ „Spring“ und „Spring“ bedeutet „Klatsch“. Diese spielerische Verwirrung steigert die Konzentration und fesselt die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden. Als Nächstes führt der*die Moderator*in neue Bewegungsanweisungen ein, wie zum Beispiel: „Beweg dich so, als würde dein linker Ellbogen die Führung übernehmen“, „Beweg dich aus dem rechten Knie heraus“ oder „Lass dich von deinem Scheitel leiten“. Nach ein paar Runden beendet der*die Moderator*in die Aktivität und bittet die Teilnehmenden, mit den Personen in ihrer unmittelbaren Nähe Dreiergruppen zu bilden. In jedem Trio wird eine Person zur „Puppe“, während die anderen beiden als Anleiter fungieren und nonverbale Anweisungen geben, indem sie sanft Teile des Körpers der Puppe berühren (z. B. Ellbogen, Kopf, Knie, Arm, Rücken). Die Puppe reagiert darauf, indem sie eine Bewegung auslöst, die an der berührten Stelle beginnt, und lässt die Bewegung sich aus diesem Impuls heraus natürlich entfalten. Nach 5–7 Minuten werden die Rollen getauscht, sodass jede Teilnehmende die Chance hat, die Puppe zu sein.

Eine einfache Variante besteht darin, dass eine Person im Trio die Bewegung anführt und die anderen folgen, wobei die Rollen nach Belieben in Runden gewechselt werden.

Zum Abschluss der Aktivität können sich alle Trios frei bewegen, gemeinsam improvisieren und sich durch den gesamten Raum bewegen.

5. Reflexion (15 Min.): Die Teilnehmenden sitzen gemeinsam im Kreis und nehmen sich Zeit, über die gemeinsame Erfahrung nachzudenken. Dabei besprechen sie, wie sie sich während der Aktivität gefühlt haben und was sie daraus mitnehmen.

Fragen zur Reflexion:

  • Wie hast du dich gefühlt, als ihr euch gemeinsam bewegt habt? War es schön, unangenehm, neu …?
  • Was hast du durch die Bewegung über dich selbst und andere gelernt?

Wenn genügend Zeit vorhanden ist, empfiehlt es sich, nach jeder Aktivität eine kurze Reflexion durchzuführen.

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden sowie die Art und Weise, wie sie sich bei jeder Aktivität bewegen und aufeinander reagieren. Sammle Feedback mündlich, über eine kurze Umfrage oder mithilfe von Assoziationskarten.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre. Erinnere die Teilnehmenden daran, dass jede Art von Körperausdruck und Bewegung willkommen ist.
  • Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen, und biete bei Bedarf zusätzliche Aufwärm- oder Erdungsübungen an.
  • Achte auf die Empfindlichkeiten der Teilnehmenden – zwinge niemanden dazu, mehr mitzumachen oder sich mehr zu bewegen, als ihm angenehm ist.
  • Erinnere die Teilnehmenden daran, dass es beim Tanzen nicht um perfekte Bewegungen geht, sondern um Selbstfindung und eine besondere Begegnung mit anderen durch nonverbale Körperkommunikation.
  • Biete Teilnehmenden, denen die Bewegung vielleicht schwerfällt, zusätzliche Unterstützung an.

Variationen und Anpassungen:

  • Wenn du den Workshop mit Teilnehmenden durchführst, die körperliche Einschränkungen haben, sorge für zusätzliche Unterstützung – zum Beispiel zusätzliche Stühle für diejenigen, denen das Stehen schwerfällt.
  • Erlaube schüchternen oder ängstlichen Teilnehmenden, die ersten paar Runden zunächst nur zu beobachten oder mit kleineren Bewegungen einzusteigen, bei denen sie sich sicher fühlen. Die Teilnahme sollte immer freiwillig sein und das persönliche Wohlbefinden respektieren.
  • Für Gruppen, denen körperlicher Kontakt unangenehm ist, biete Alternativen an, wie zum Beispiel das Spiegeln aus der Entfernung oder das Ausführen von Bewegungen zu zweit nebeneinander statt gegenüber.

Music and movement activities

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Iuliana Adriana PAVEL (project manager)

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Move the feeling

Gefühle bewegen

Die Übung regt die Teilnehmenden dazu an, sich zu bewegen, zu tanzen und auf die Bedürfnisse ihres Körpers einzustimmen. Sie fördert das Erkennen und Akzeptieren sowohl angenehmer als auch unangenehmer Emotionen und stärkt das Bewusstsein für körperliche Empfindungen durch Bewegungen allein, zu zweit und in der Gruppe. Ein zentrales Element der Übung ist die Betonung der Einwilligung – einschließlich nonverbaler Formen, diese zu geben und zu empfangen – sowie die Achtsamkeit und das Eingehen auf die Person, mit der man interagiert. Im Anschluss an den Tanzteil findet eine Gruppendiskussion statt, um den Teilnehmenden zu helfen, ihre Erfahrungen zu reflektieren und zu verarbeiten.

THEMA

Persönlichkeitsentwicklung durch Bewegung und Tanz

SCHWIERIGKEIT

Mittel

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

90

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (5 Min.): Erkläre den Zweck der Aktivität (Bewegungs- und Tanzausdruck, Körperwahrnehmung und nonverbale Kommunikation).

2. Das Eis brechen (15 Min.): Es ist wirklich wichtig, dass die Teilnehmenden ihren Körper bekommen und eine Verbindung zur Bewegung herstellen, bevor die nächste Aktivität beginnt. Nutze je nach Bedarf 1–2 Einführungsaktivitäten (Namensspiel, Energizer, Grounding) aus dem zusätzlichen Kapitel am Ende der Toolbox. Bitte die Teilnehmenden zum Beispiel, sich im Raum zu bewegen und dabei verschiedene Anweisungen zu befolgen, wie: Geh so, als müsstest du den Bus erwischen, geh so, als hättest du im Lotto gewonnen, geh so, als wärst du auf dem Mond/der Boden stünde in Flammen/wäre aus Eis.

3. Verbindung und Aufwärmen (25 Min.): Die Teilnehmenden stellen sich im Kreis auf und halten sich an den Händen (überprüfe unbedingt, ob sich alle dabei wohlfühlen). Der*die Moderator*in gibt ein Signal (ein Händedrücken), das durch den Kreis wandert. Der*die Moderator*in wechselt die Richtung und sendet das Signal irgendwann in beide Richtungen gleichzeitig.

Anschließend leitet der*die Moderator*in einen Body-Scan und einige Aufwärmübungen an. Die Teilnehmenden werden gebeten, sich auf ihre Atmung und die Empfindungen in ihrem Körper zu konzentrieren, jeden Körperteil von Kopf bis Fuß zu scannen und zu entspannen. Hier sollten sie dazu angeregt werden, sich des Kontakts zum Boden, zum Raum und zu den anderen Teilnehmenden bewusster zu werden. Das Aufwärmen kann ganz einfach und sanft sein, indem man mit den Hauptgelenken (Nacken, Schultern, Becken, Knie und Knöchel) Kreise macht. Anschließend werden die Teilnehmenden dazu eingeladen, sich weiterhin frei zu bewegen, wie es ihnen gefällt – zunächst an ihrem Platz und dann im Raum herum –, während der*die Moderator*in die Musik lauter stellt.

4. Bewegung und Emotionen (30 Min.): Diese Einheit schließt fließend an die vorherige an. Zu Musik, die die Moderator*innen im Voraus* vorbereitet haben, wird die Gruppe angeleitet, auf folgende Weise Paare zu bilden.

*Wähle Lieder und Kompositionen, die relativ neutral sind, aber verschiedene Stimmungen und Emotionen hervorrufen können – wie klassische, ethnische, instrumentale oder atmosphärische Musik.

Die Teilnehmenden laufen im Raum umher, während im Hintergrund Musik spielt. Sie werden angeleitet, sich ihres Körpers, ihrer Muskeln und ihrer Körperempfindungen bewusst zu werden. Sie werden ermutigt, zu beobachten, wie sich ihr Körper bewegen möchte, und diesem Instinkt zu folgen. Nach einer Weile werden sie dazu eingeladen, Kontakt zu anderen in der Gruppe aufzunehmen und die Energie im Raum wahrzunehmen. An einem bestimmten Punkt bleiben sie stehen und suchen die Person, die ihnen am nächsten ist, um Paare zu bilden. In diesen Paaren werden sie, angeleitet von der Stimme des*der Moderator*in, gebeten, sich zu bewegen, um verschiedene Gefühle auszudrücken, zum Beispiel: glücklich, nervös, gereizt, aufgeregt, schockiert, ängstlich, überrascht, wütend, verliebt, freundschaftlich (jedes Gefühl sollte mindestens 3 Minuten dauern). Sie versuchen, ihre Bewegungen mit denen ihres Partners abzustimmen, dabei zu spüren, wer in welchem Moment führt und wer folgt, und diese Rollen ständig zu tauschen. Dann sucht sich jedes Paar ein anderes Paar und bildet eine Vierergruppe, um mit derselben Aufgabe und anderen Emotionen (Traurigkeit, Aufregung, Glück…) fortzufahren. Am Ende schließen sich alle Gruppen zu einer großen Gruppe im Kreis zusammen und tanzen, um weitere Emotionen auszudrücken (z. B. Dankbarkeit, Ruhe). Nach dem Tanz in der großen Gruppe werden die Teilnehmenden dazu eingeladen, sich wieder auf sich selbst zu konzentrieren und darauf zu achten, wie sich ihr Körper bewegen möchte. Sie werden angeleitet, sich von den Emotionen zu lösen, die sie durch den Tanz ausgedrückt haben, und sich auf ihre Atmung zu konzentrieren. Um aus der Rolle herauszukommen und sich wieder zu zentrieren, werden sie dazu eingeladen, die Gefühle, die sie gerade erlebt haben, durch Bewegung abzuschütteln.

5. Reflexion und Auswertung (15 Min.): Nach der Übung setzen sich die Teilnehmenden in einen großen Kreis und reflektieren kurz, wie sie sich fühlen und wie die Übung für sie war. Die Gruppe bespricht Emotionen und deren Funktion.

Reflexionsfragen:

  • Wie war diese Erfahrung für dich?
  • Wie hast du dich gefühlt, als du allein, zu zweit und in einer großen Gruppe getanzt hast?
  • War es für dich leicht oder schwer, die Aufgaben zu erledigen? War es einfacher, bestimmte Emotionen auszudrücken?
  • Hast du während der Aktivitäten etwas Neues über dich selbst und andere gelernt?

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden, wie sie auf die Aufgabe reagieren und wie sie in Gruppen zusammenarbeiten. Sammle Feedback mündlich, über eine kurze Umfrage oder mithilfe von Assoziationskarten.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
  • Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
  • Der Raum sollte sicher (frei von scharfen Kanten) und groß genug sein, um uneingeschränkte Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Der Boden sollte nicht rutschig sein.
  • Ein angemessenes Aufwärmprogramm ist unerlässlich, um Verletzungen vorzubeugen und den Teilnehmenden zu helfen, zueinander zu finden.

Varianten und Anpassungen:

  • Die Varianten der Aktivität hängen von der Größe und dem Alter der Gruppe ab – es können weitere Spiele hinzugefügt, mehr Emotionen erkundet oder der Fokus ausschließlich auf positive Emotionen gelegt werden und so weiter.
  • Bei Gruppen, die mit dem Ausdruck von Emotionen noch nicht vertraut sind, kannst du abstrakte Emotionen durch einfachere Anweisungen wie „Beweg dich, als ob es regnen würde“ oder „Beweg dich, als ob du gerade tolle Neuigkeiten erhalten hättest“ ersetzen, um ihnen den Einstieg zu erleichtern.
  • Wenn die Gruppe besonders schüchtern ist, solltest du in Erwägung ziehen, die Aktivität mit nonverbalen Spielen oder Spiegelungsaufgaben zu beginnen, damit sie sich wohler fühlen.

Disclaimer:

  • Es besteht die Gefahr, dass das Ausleben von Emotionen vergangene traumatische Erlebnisse auslösen kann. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die Übung mit einer Gruppe von Jugendlichen durchzuführen, zu denen bereits ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wurde.
  • Die Übung sollte von zwei Personen (vorzugsweise sollte eine davon Psycholog*in sein) als Moderator*innen geleitet werden, um bei Bedarf zusätzliche individuelle Unterstützung bieten zu können.

Music and movement activities

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Moving clay

Ton in Bewegung

Diese Methode verbindet musikalische Improvisation mit bildender Kunst und nutzt dabei für beide Bereiche ungewöhnliche Materialien. Die Teilnehmenden gestalten gemeinsam, indem sie mit Alltagsgegenständen Klänge erzeugen und mit ihren Händen auf taktilen Materialien wie Ton, Schleim, Holzkohle und Samen malen. Die Aktivitäten betonen die Verspieltheit und Offenheit des künstlerischen Schaffens und legen den Schwerpunkt eher auf den Prozess und den Gruppenzusammenhalt als auf das Ergebnis.

THEMA

Künstlerischer Ausdruck, gemeinsames Schaffen, musikalisches Experimentieren, taktiles Lernen

SCHWIERIGKEIT

Mittel

GRUPPENGRÖßE

15-20

Teilnehmende

ALTER

13+

DAUER

60

Min.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Einführung (10 Min.): Der*die Moderator*in begrüßt die Teilnehmenden und erklärt die Workshop-Aktivitäten (Musik, Bewegung und Gestalten mit unkonventionellen Materialien).

2. Musik machen (10 Min.): Die Teilnehmenden werden gebeten, im Raum einen Gegenstand zu suchen, mit dem sie Geräusche erzeugen können. Sie probieren gemeinsam verschiedene Möglichkeiten aus, mit ihrem Gegenstand Töne zu erzeugen, und experimentieren dabei mit Rhythmen, Lautstärke usw.

3. Musik und taktiles Zeichnen (30 Min.): Nun werden die Teilnehmenden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe macht weiter mit dem Musizieren, während die andere sich um ein leeres Blatt Papier versammelt, einige „unkonventionelle“ Materialien (Ton, Schleim, Erde, Samen) erhält und dazu eingeladen wird, mit den Händen zu zeichnen, indem sie die Materialien im Rhythmus und Fluss der Musik auf das Papier spritzt. Nach 10–15 Minuten tauschen die Gruppen die Rollen. Die Gruppe, die gezeichnet hat, nimmt sich ein paar Minuten Zeit, um sich die Hände zu waschen, während die andere Gruppe ein neues, leeres Blatt Papier erhält. Die Aktivität wird wie zuvor wiederholt.

4. Reflexion und Auswertung (10 Min.): Der*die Moderator*in fasst die Übung zusammen und lädt die Gruppe ein, ihre beiden Kreationen zu betrachten. Die Teilnehmenden erzählen, wie sie die Aktivität empfunden haben, was ihnen gefallen hat/nicht gefallen hat und wie sie sich fühlen. Das Kunstwerk kann in kleinere Stücke geschnitten und an der Wand ausgestellt werden, oder es kann irgendwo im Freien in die Erde gesät werden, da alle Materialien natürlich sind und die Samen keimen und zu einer Pflanze wachsen könnten (sofern ein Garten zur Verfügung steht und es die richtige Jahreszeit ist).

Fragen zur Reflexion:

  • Wie hat dir der Workshop gefallen?
  • War es schwierig, Musik zu machen und dazu mit den Händen zu zeichnen?
  • Welcher Teil hat dir am besten gefallen?

Beobachte zur Auswertung das Engagement und die Stimmung der Teilnehmenden, wie sie auf die Aufgabe reagieren und wie sie in Gruppen zusammenarbeiten. Sammle mündliches Feedback.

Moderationstipps:

  • Schaffe eine einladende und vorurteilsfreie Atmosphäre.
  • Sorge dafür, dass sich die Teilnehmenden wohlfühlen und sich frei äußern können.
  • Biete Teilnehmenden, die mit der Aufgabe Schwierigkeiten haben, zusätzliche Unterstützung an.
  • Bereite die Materialien im Voraus vor. Mische den Schleim oder den Naturkleber mit verschiedenen Lebensmittelfarben, um eine vielfältigere Farbpalette zu bekommen.
  • Lege eine Schutzfolie auf den Boden und stelle den Teilnehmenden Schürzen zur Verfügung, um ihre Kleidung zu schützen.

Varianten und Anpassungen:

  • Diese Aktivität kann auch mit herkömmlichen Malutensilien durchgeführt werden, falls Ton, Erde, Naturleim und Lebensmittelfarben nicht zur Verfügung stehen.
  • Wenn möglich, können einfache Percussion-Instrumente wie Triangel und Shaker eingesetzt werden.
  • Die Aktivität eignet sich für einen Außenbereich wie einen Garten oder Hof.
  • Bei einer großen Gruppe teile die Teilnehmenden in mehr als zwei Gruppen auf, damit jeder Platz hat und sich einbezogen fühlt.
  • Die Aktivität ist besonders ansprechend für Teilnehmende mit Entwicklungs- oder Lernbeeinträchtigungen, da sie nicht nur die Entwicklung kreativer Fähigkeiten fördert, sondern auch die soziale Interaktion und das Selbstvertrauen stärkt – Ergebnisse, die für Menschen mit Entwicklungsherausforderungen besonders wertvoll sind. Taktile Stimulation und freies Experimentieren mit Klang- und Bildkunst können sehr bereichernd sein, vorausgesetzt, sie sind auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Teilnehmenden abgestimmt.
  • Die Aktivität kann für junge Menschen mit Sehbehinderung ansprechend sein, da sie auf taktiler Wahrnehmung und Klang basiert.
  • Die Unterrichtsstrategien sollten taktile und visuelle Lernformen in den Vordergrund stellen, indem sie praktische Aktivitäten mit klaren, einfachen Schritten und einheitlichen Abläufen beinhalten. Die Moderator*innen werden ermutigt, inklusive pädagogische Techniken wie Vorzeigen, Wiederholung und visuelle Unterstützung einzusetzen, um das Lernen zu fördern und eine sinnvolle Teilnahme für alle zu gewährleisten.

Music and movement activities

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